AllgemeinGermany´s Next Topmodel 2009GNTM-KandidatinnenLarissaMariaMarieSaraSarinaTessa

Dieses Mal mussten die Kandidatinnen den abschließenden Livewalk im Abendkleid absolvieren. Peyman wollte, dass sie die Kleider „mit Leben“ erfüllten, meinte aber auch, dass einige Kleider wohl liegen bleiben würden.

Larissa war die erste. Peymans Worte an sie waren: „Bist du Dornröschen oder Dorn im Auge?“ Er warf ihr nochmals ihre Zickereien beim Umstyling vor. Sie gab zu, dass ihr das im Nachhinein auch peinlich sei und entschuldigte sich dafür. Trotzdem bekam sie ein Foto von Heidi, allerdings mit der Bemerkung: „Streng dich an!“

Tamara kam sehr schüchtern auf den Catwalk und Heidi ermunterte sie, doch mal richtig peinlich zu sein. Tamara scheiterte, bekam aber doch ihr Bild.

Aline hörte die selbe Aufforderung und kam aus sich heraus, vielleicht auch, weil Peyman ihr half. Heidi meinte beim Übergeben des Fotos, dass sie ein kleines Licht am Ende des Tunnels gesehen hätten.

Bei Marie und Sara gab es keinerlei Zweifel oder Diskussionen. Dana sang sogar für Mel B. einen Spicegirls-Song an, auch sie erhielt ihr Foto. Ebenso Katrina, die zudem noch Lob für ihre kämpferische Art erhielt, weil sie krank trotzdem durchgezogen hatte. Sarina bekam ihr Bild nach einigem Zögern, auch bei ihr muss sich noch einiges verändern.

Nunja, und dann kam Tessa. Sie musste sich von Peyman fragen lassen, warum sie immer so krampfhaft im Mittelpunkt stehen müsse und dass die Jury das nicht lange mitmachen wird. Daraufhin liefen wieder einmal Tränen auf Knopfdruck. Heidi fragte sie dann, warum sie immer so Auf und Ab wäre? Tessas Antwort war, dass sie das so sehr wolle und dann eben manchmal übers Ziel hinaus schieße. Außerdem fühle sie sich so allein… Heidi bemerkte, dass Tessa nicht aufblühen würde, nicht glücklich erschiene. Tessa ging – und machte einen fatalen Fehler: sie zeigte der Kamera den Stinkefinger!

Im Interview meinte Rolf, er hätte den Hass schon gespürt. Beim Anblick der Bilder meinte Peyman, dass er so etwas noch nie erlebt habe. Tessa wurde zurück gerufen. Die Jury meinte, sie hätte noch ein besseres Foto von ihr gefunden und präsentierte ihr das Stinkefinger-Bild. Mel B.s Kommentar: „A F**k you is not ladylike!“ Heidi meinte, dass dieses Bild wieder ihr aggressives Verhalten bestätigt hätte und ihr schlechtes Benehmen. Als Tessa zur Entscheidung ein drittes Mal hereingerufen wurde, versuchte sie mit unschuldigem Blick und halbherzigen Entschuldigungen („Ich war traurig und habe geweint und der Fotograf hat genau drauf gehalten.“) und Versicherungen á la „ich werde euch beweisen, dass ich nicht so bin“ zu retten, was zu retten sein könnte. Heidi bezeichnete sie für den bisherigen Verlauf des Weges als undiszipliniert, wütend, unkontrolliert, launisch und aggressiv. Tessa bettelte und Heidi sagte: „Ich glaube dir, dass du so sein kannst und auch so sein möchtest und auch, dass du dich ändern möchtest, aber ich glaube nicht, dass dies in der kurzen Zeit möglich ist.“ Und damit war Tessas Weg beendet. Da half auch kein Heulen und Schimpfen hinterher.

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Nach dem Makeover gings auch direkt zum Shooting im neuen Look. Die Aufgabe: an einer wackeligen Strickleiter gut aussehen – gar nicht so einfach. Wenn dann auch noch zahlreiche Ventilatoren dafür sorgen, dass die Leiter hin und herschwingt und sich das Kleid verheddert, umso schwieriger.

Hier mussten die Mädchen zeigen, was sie können. Und jede tat es auf ihre Weise. Tessa beispielsweise beeindruckte zum einen mit ihren schmutzigen und schlecht gepflegten Füßen und zum anderen mit ihren Ausreden für alles. Sie hätte ja über den Boden gehen müssen, ohne Badelatschen, und daher wären die Füße so schmutzig. Ihr Arm würde ja so weh tun, deswegen könnte sie sich nicht richtig an der Leiter bewegen. Und so ging es weiter. Als Heidi sie auf ihr Gehampel ansprach, fing Tessa wieder auf Knopfdruck an zu weinen. Im Interview sagte Heidi dann, dass sie das Verhalten unmöglich fände und auch beängstigend für mögliche Kunden.

Positiv fiel hingegen Jessica auf. Sie war die einzige, die aus den Unsicherheiten an der wackeligen Leiter noch schöne Bilder machte, weil sie darüber lachen konnte. Sarina fiel fast herunter, auch Sara hatte Probleme, das Kleid, den Schleier und die Leiter unter einen Hut zu bringen. Marie hatte durch ihre neue Frisur offenbar Feuer gefangen und war wieder einmal der Hammer. Katrina wagte sich trotz Krankheit auf die Leiter und konnte überzeugen. Larissa durfte sich wegen ihrer Zickereien beim Makeover ein Donnerwetter von Heidi abholen. Auch auf der Leiter wirkte sie danach etwas angefressen. Nunja, es bleibt azuwarten, was sie davon haben wird….

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Weil Arbeit nur das halbe Leben ist, gönnte die Jury von GNTM den Kandidatinnen eine Sightseeing-Tour durch L. A.. Während Larissa die Berge fehlten, fand Marie es einfach nur toll. Doch die Verschnaufpause war kurz. Denn für acht der 17 Mädchen stand das erste echte Casting an, für Single. Der Job beinhaltete ein Fotoshooting für ein Poster in einer Boutique des Labels in Hollywood und ein Bild im Lookbook der Marke. Von den Mädchen, die beim Laufstegtraining gut abgeschnitten hatten, durften acht zum Casting bei Single antreten: Stefanie, Daphne, Dana, Johanna, Katharina, Maria, Marie und Larissa.

Galina, die Chefin des Labels, traf persönlich die Auswahl. Die Mädchen durften sich ein Outfit aussuchen, in dem sie dann ein echte Go-See absolvieren mussten. Der Druck stieg merklich an. Das bemerkte auch Daphne. Marie hatte ein Kleid gewählt, dass sie an die Outfits von Eva Longoria erinnerte und versucht, sich in die Rolle der Gabby aus den Desperate Housewives hineinzufühlen. Offenbar mit Erfolg, denn sie wird das Fotoshooting für Single machen und hat damit ihren ersten Modeljob ergattert.

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Wenn in Mailand Modewochen sind, in New York oder Berlin die Fashionweek läuft, dann drängen sich Hunderte weibliche und männliche Models bei den großen und kleineren Modelabels, Designern und Starausstattern. Diese Casting, für die es keine persönliche Einladung, sondern nur einen Termin für alle gibt, nennt man Go-See-Castings. Das Model kommt, wird gesehen und geht. Wenn es Glück hat, darf es mal eine Klamotte anprobieren oder es wird gar ein Polaroid geschossen. Die meisten aber gehen unverrichteter Dinge zum nächsten Go-See.

In dieser Situation muss man in kürzester Zeit Eindruck machen, und zwar möglichst positiv. Dabei gibt es einige Dinge, die gar nicht gehen:

  • Modelbook vergessen
  • ungepflegtes Äußeres
  • Mit Gel oder Spray verklebte Haare
  • aufdringlicher Schmuck
  • riesige Ohrringe
  • Albernheiten
  • Kein Englisch können
  • zuviel Make-up

Alle diese Fehler kamen beim Go-See-Training von Heidi Klum für die Kandidatinnen von Germany’s Next Topmodel 2009 vor. Bei einem echten Go-See hätten diese Mädchen keine Chance mehr gehabt.

Man muss nicht die Allerschönste sein und selbst kleine Fehler sind erlaubt und bei vielen Labels sogar erwünscht, weil sie einen Menschen einzigartig machen. Daher sollte man, um einen guten Eindruck zu hinterlassen:

  • sein Englisch aufpolieren
  • immer sein Modelbook im Anschlag haben
  • mit einem leichten Tages-Make-up erscheinen
  • das Haar offen tragen oder leicht öffnen können
  • neben dem schönen Kopf den Rest des Körpers nicht vergessen
  • auf Schmuck am besten komplett verzichten
  • nicht im Schlabberlook auflaufen
  • sich wie ein erwachsener Mensch benehmen

Auch diese Tipps wurden von einigen Mädchen beherzigt. Besonders Marie fiel wieder positiv aus dem Rahmen, während Tessa zum ersten Mal echte Kritik einstecken musste. Sie bekam von Rolf gesagt, dass sie überhaupt nicht natürlich sei, Heidi legte nach und nannte sie überkandidelt. Tessa war entsetzt und fing direkt an, sich zu rechtfertigen und genervt die Augen zu verdrehen. Besser als Peyman konnte man es nicht zusammenfassen: „Sie ist offenbar nicht bereit, Kritik anzunehmen, für sich zu verwerten und sich weiter zu entwickeln.“

AlineIraJessicaJohannaKatharinaMandyMariaMarieOliviaSaraSarinaStefanieTamaraTessa

Auch wenn die Jury sich diese Entscheidung erneut nicht leicht gemacht hat – es musste eine Entscheidung getroffen werden. Aus 30 Mädchen mussten 15 werden und das bedeutete, dass 15 Mädchen ausscheiden müssen.

Die Jury entschied sich für folgende Mädchen, die jetzt nach Los Angeles fahren werden, um dort an Fotoshootings teilzunehmen:

Ira, Mandy, Jessica, Daphne, Tamara, Dana, Olivia, Johanna, Marie, Katharina, Aline, Tessa, Maria, Stefanie, Sara. Und für Sarina. Denn bei ihr hatten sie lange überlegt, dann aber doch eine Ausnahme gemacht und einen Platz mehr vergeben.

Herzlichen Glückwunsch!

Germany´s Next Topmodel 2009GNTM-KandidatinnenIraMarieOliviaTessa

Um nach zwei starken und anstrengenden Tagen zu einer Entscheidung zu gelangen, beschloss die Jury, die GNTM-Kandatinnen noch einmal zum Lifewalk antreten zu lassen. Rolf fand sogar, dass die Top 30 jetzt die beste Auswahl seien, die je eine Jury von GNTM hätte beurteilen müssen.

Für den Lifewalk hatten die Mädchen wieder nur 15 Minuten Zeit zur Vorbereitung. Tessa war auf wundersame Weise gesundet und konnte auch schon wieder Highheels tragen. Sie begründete das mit: „Meine Schuhgröße gibts eben nicht in flach!“ Auch Olivia blieb ihrem Divenruf treu und quengelte erneut. Katrina fand kein passendes Oberteil mehr und Marie ließ alles auf sich zukommen.

Als erste lief Ira vor der Jury. Sie musste harte Kritik einstecken, hatte sie aber erwartet. Die Jury bemängelte vor allem, dass sie beim Shooting in der Eisbar so verkrampft gewesen wäre. Direkt nach Ira musste Tessa sich der Jury stellen und kam wie immer selbstbewusst und energisch herein. Heidi lobte sie, dass sie sehr wandlungsfähig sei. Rolf bemerkte, dass bei der Show viele Männer ihre Ausstrahlung bewundert hätten und nervös geworden wären. Negativ fand er hingegen, dass Tessat Verhalten vielen der anderen Mädchen auf die Nerven ginge. Tessas Antwort darauf: „Ich bin halt ehrlich.“ Rolf wollte von ihr wissen, ob sie sich in eine Gruppe integrieren könne. Und Peyman setzte nach: „Hochmut kommt vor dem Fall, daran muss ich immer denken, wenn ich dich sehe.“ Er befand sie für zu energisch, ungeduldig und übertrieben. Nach dem Lifewalk war Tessa aber weitehin der Meinung, dass sie auf jeden Fall weiterkommen würde.

Dann kam Laura. Und sie kam etwas uninspiriert herein, lief etwas gelangweilt. Rolf bemängelte dann auch, dass ihm die Kreativität fehle, die sie anfangs bei Laura vermutet hatten. Nach Laura durfte das Küken der 30, Sarina, ihren Lauf präsentieren. Rolfs Meinung zu ihr: sie wirke wie ein niedliches Hush Puppy. Peyman war nicht ganz so nett, meinte, sie hätte schon sehr divenhafte Züge und sei zudem tollpatschig und verträumt und damit der Albtraum für jeden Modelagenten.

Johanna vom bayrischen Lande, die schon beim ersten Lifewalk mit Heidis Schuhen laufen durfte, kam auch diesmal in diese zweifelhafte Ehre. Man sah ihr aber an, dass sie mit Highheels nicht viel anfangen kann. Aline erhielt den Vorwurf, sie sei wie ein Stock. Bei Marina war Peyman der Meinung, sie sei „dominant sexy“, Olivia zeigt zuviel Mund. Einzig Marie wurde nur gelobt.

DanaGermany´s Next Topmodel 2009GNTM-KandidatinnenIraMarieOliviaSaraTessa

Ein eiskaltes Fotoshooting in der Eisbar und ausgerechnet Sommerkind Sara ist die erste. Doch sie poste souverän, wie „auf dem eigenen Sofa“, so die Jury. Dana kam als Zweite vor die Linse von Philippe. Auch ihr sah man trotz nackter Haut auf purem Eis kaum an, wie sehr sie fror. Das lobte auch Heidi, die selbst mit Fellmütze und dicker Winterjacke dem Shooting folgte.

Ira war die Nächste, ihr fiel es schon schwerer, sich bei Kälte und Zurufen der Jury und des Fotografen zu konzentrieren. Nach ihr musste Marina auf die Eisbank. Sie räkelte sich sexy wie kaum eine andere und ihr Kommentar zum Schlusspfiff: „Schon vorbei? Wie blöd!“

Und dann betrat Tessa die Arena. Wie immer hochenergetisch, hundertprozentig von sich überzeugt, fing sie sofort an zu posen und wie eine Wildkatze am Eis zu kratzen. Peyman hierzu: „Wie ein Tiger, der aus dem Käfig gelassen wird.“ Tessa war denn auch der Überzeugung, dass sie immer punktet, weil sie sich vorher keine Gedanken macht, sondern einfach loslegt. Die anderen seien einfach zu unspontan.

Olivia fiel negativ auf. Sie hatte sich ein sehr knappes Oberteil ausgesucht, was dann auch zu ihrer großen Belustigung prompt platzte. Peyman fand das weniger lustig, denn wenn ein ganzes Fototeam warten müsse, weil die Klamotten nicht in Ordnung sind, wäre das ein Albtraum. Marie hingegen gab sich schön und professionell wie eine Hollywood-Diva.

Der Lohn des eiskalten Shootings war eine große Fashionshow für Castro für alle 30 Mädchen!

Germany´s Next Topmodel 2009Marie

Am frühen Morgen ging es los in Berlin: es war noch nicht ganz hall, da saßen die GNTM-Kandidatinnen schon im Bus – zum Zoopalast, dem Premierenkino am U-Bahnhof Zoo. Hier warteten sie gespannt auf das, was da kommen möge. Und es kam? Rolf, der den Vorhang vor der Leinwand lüftete, auf der dann Heidi zu den Top 30 der beiden Castings in Düsseldorf und München sprach.

Zuerst aber gab es was zu sehen: Das Ergebnis des Gala-Fotoshootings auf Leinwandgröße. Danach kündigte Heidi an, dass viel auf die Mädels zukommen würde. Wenn Marie geahnt hätte, was sie erwartet – ob sie dann auch gehofft hätte, dass es keine Spinnen sind?

Es ging in den Arctic Palace, eine Eisbar. Und Eisbar ist wörtlich zu nehmen. Normalerweise sitzen und stehen die Gäste und Barkeeper der Vodkabar hier in dicken Daunenjacken und mit Schal und Mütze zusammen. Unsere Top 30 mussten allerdings im weißen Minikleidchen als Eisprinzessinen posieren. Jede hatte rund fünf Minuten Zeit, die Jury und Fortografen Philippe, der schon frühere Shoots für GNTM gemacht hat, von sich zu überzeugen. Aber fünf Minuten können sehr lang sein, wenn man mit dem nackten Hinterteil auf purem Eis sitzt. Dementsprechend war auch das Lieblingsgetränk hinter den Kulissen heißer Tee.

Peyman wusste gleich, dass bei diesem Shoot nur die Mädchen mit Killerinstinkt würden überzeugen können.