AllgemeinGermany´s Next Topmodel 2009GNTM-KandidatinnenIraIra MeindlMarieMarie NasemannSaraSara NuruSarinaSarina Nowak

Nach dem aufregenden Tag der Challenge gab es für die sieben übrig gebliebenen Kandidatinnen von Germany’s Next Topmodel einen ungewöhnlichen Punkt auf der Tagesordnung: Nichtstun. In der Gruppe am Strand versammelt durften sie gemeinsam mit Peyman und Rolf den Sonnenuntergang genießen und einfachmal abhängen. „Hang lose“ nennt das der Hawaiianer.

Doch bevor sie die Sonne genießen konnten, trieb Sarina alle in den Wahnsinn. „Das Kleid oder das?“, „Macht mich das dick?“, „Dieses Shirt oder dieses?“, „Damit seh ich fett aus!“ und mehr davon mussten sich die Mädchen anhören. Marie sagte der Kamera, dass Sarina immer so sei. Sie wird einmal eine der Frauen werden, die vor einem überquellenden Kleiderschrank stehen und sagen: „Ich hab nichts anzuziehen!“.

Die kleine Verschnaufpause am Strand war auch dringend notwendig, auch wenn die Mädchen noch nicht ahnten, was auf sie zukommen würde. Direkt bei ihrer Rückkehr in die Modelvilla hörten sie Musik spielen und folgten den Geräuschen. Was sie sahen, war kaum zu glauben: Da saßen Benji und Joel von der Rockband Good Charlotte und sangen! Doch die Jungs waren nicht zu ihrem Vergnügen da, sie sollten den Mädchen ein Rockstar-Training verpassen. Denn im nächsten Shooting ging es genau darum: Be A Rockstar!

Damit keine der Kandidatinnen auf den Bildern aussieht wie gewollt und nicht gekonnt und vielleicht sogar die Gitarre noch falsch herum hält, durften sie sich an den Instrumenten austoben. Hierbei zeigte Sarina wieder einmal ihre Qualitäten beim „Abspacken“. An den Drums drehte sie so richtig auf und hatte sichtlich Spaß. Doch es gab auch andere Bilder. Sara, Marie und Ira sagten alle, dass sie keine Rockgöhren seien und das auch nicht sein könnten. So sah es dann auch aus. Ira wirkte an den Drums wie bestellt und nicht abgeholt, Marie entschied sich ausgerechnet für das langweiligste Instrument, die Akustikgitarre, und Sara gab die Sängerin, die Angst vor der eigenen Courage hat.

Der Kommentar von Good Charlotte? „Da muss über Nacht noch einiges passieren, sonst wird das nichts.“

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Während die anderen sechs Kandidatinnen zusammen auf der Suche nach ihrer starken Seite waren, musste Mandy ganz allein danach suchen. Da sie das Casting für MEXX für sich entscheiden konnte, war es einmal mehr an ihr, allein zu überzeugen. Bei den Jobs ist die Jury nicht dabei, kann keine Heidi Tipps zuflüstern.

Anfangs war Mandy nur müde, und dann sehr angespannt. Fast musste man befürchten, dass sie wieder in ihr altes Muster verfällt, mit dem Hintern einzureißen, was sie mit den Händen aufgebaut hat. Mandy riss, aber sich zusammen und alle um sie herum hin. Sie besitzt vor der Kamera eine Natürlichkeit, die wirklich selten ist. Sie flirtet mit dem Kasten, als wäre er Brad Pitt oder Zac Ephron.

Das erkannte auch der Kunde und bescheinigte Mandy: „Sie hats echt gerissen.“ Sie sei sehr echt, sehr natürlich, ein gutes Talent. Und alle hätten sich auf den wilden Teil gefreut, nachdem Mandy im Casting im wahrsten Sinne des Wortes auf den Tisch gehauen hatte, und zwar genau vor die Global Marketing Managerin. „Ich will diesen Job haben!“ waren ihre Worte und beim Dreh konnte sie beweisen, dass sie die Richtige dafür war. Die neue Kampagne geht übrigens weit über den klassischen Werbefilm hinaus. Auch für Print- und Onlinemedien wird es Spots und Fotos geben, Plakate und Aufsteller für Parfümerien. Egal, wie das Finale am 21. Mai ausgehen mag: Mandy kennt dann ebenso wie Marie jeder, denn beide sind dann Teil internationaler Kampagnen.

Was aus den kleinen Mädchen bei den Castings doch schon geworden ist. Wahnsinn!

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Sieben ist die Zahl der Märchen: die sieben Zwerge, die sieben Geißlein, die sieben Raben. Auch in der Bibel spielt die Sieben eine Rolle: die sieben Plagen beispielsweise oder die sieben Weltwunder. Und Germany’s Next Topmodel stand in dieser Woche auch unter dem Zeichen der Sieben. Sieben Kandidatinnen sind noch übrig. Und eine muss am Ende gehen.

Zu den Aufgaben, die die Jury-Entscheidung beeinflussen, gehören auch immer die Challenges. Auf Hawaii ließ man die Mädchen in der Natur frei und gab ihnen eine Kamera mit. Da Mandy bei ihrem Werbedreh für MEXX war, ging die Gruppenzahl auf. In Zweiergruppen sollten sie sich als starke Frauen erweisen und dabei gegenseitig fotografieren. Stark, nicht sexy oder tarzanlike. Während Maria und Sara am Strand blieben und nach einigen Tipps von Rolf und Peyman mehr aus sich herausholen konnten als nur Räkeln im Wasser, gingen Sarina und Marie in den Wald. Tief. Sehr tief. Um sie herum nur Urwald und üppiges Grün. Dort verwilderten sie zusehends, rissen sich die Strumpfhosen kaputt und malten sich Striche ins Gesicht. Sarina sprang mit Urschrei von einem umgekippten Baum und Marie…nun Marie versuchte zumindest, wild auszusehen. Das Problem war nur, dass es nicht um wilde Frauen, sondern um starke Frauen ging. Thema verfehlt, setzen, Sechs.

Das Thema nicht ganz verfehlt hatten als Einzige Jessica und Ira. Sie posierten an einer Felskante, an der auch immer wieder wegen des starken Windes Wellen brachen und die beiden mit Wasser bespritzten. Das fand wiederum die Kamera irgendwann nicht mehr so lustig und spielte nicht mehr mit. Glücklicherweise waren wenigstens die Fotos auf der Speicherkarte nicht verloren und so konnten Ira und Jessi die Challenge als Team für sich entscheiden. Ihr Gewinn war ein Trip aufs Meer, bei dem sie erst Buckelwale aus der Nähe sahen und dann mit wilden Delphinen schwimmen konnten. Ira fand es zu Recht „atemberaubend“ und zog am Ende des Tages das Fazit: „Ich hab sogar einen Delphin scheißen sehen, da fühlt man sich wirklich mittendrin.“ Wer wollte dem etwas hinzufügen?

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Es hätte so schön sein können: Sieben Mädchen fahren an den Strand von Hawaii und machen sich ein paar schöne Tage. Aber denkste. Kaum angekommen und noch nicht einmal ausgepackt hieß es: wieder einpacken und ab zum Casting. Der Kunde war niemand geringeres als Mexx, der für seine neuen Düfte „very nice“ und „very wild“ eine umfassende Kampagne machen will. Und für diese Kampagne suchten sie ein Gesicht, das aus den Reihen der GNTM-Kandidatinnen stammen sollte. Eine gute Chance für die, die bisher noch keinen oder nur selten einen Job ergattern konnten.

Eine von denen, die noch nicht viele Jobs bekommen hat ist Sara. Und ausgerechnet sie vergaß in der Eile ihr Modelbuch. Erinnert ihr euch an den Beginn der Staffel? Da war so etwas schon einmal passiert. Und diejenige bekam ein dickes Donnerwetter zu hören. Sara brauchte kein Donnerwetter. Sie hätte gute Chancen auf den Job gehabt – wenn sie ihr Modelbuch dabei gehabt hätte. So aber ging sie leer aus. Direkt nach der ersten Runde waren schon Maria und Ira raus – wahrscheinlich, weil Maria mit ihrem Typ sehr festgelegt wirkt und Ira sehr erwachsen. Der Kunde suchte aber einen wandelbaren und jugendlichen Typ.

Charmant und provokant – diese beiden Seiten einer Frau mussten die übrigen Fünf zeigen. Danach blieben noch Zwei: Jessica und Mandy. Erstaunlich eigentlich, denn gerade Jessica hatte einige Probleme, einen Unterschied zwischen dem nicen und dem wilden Lächeln klar zu machen. Und sie stand sich einmal mehr selbst im Weg. Dass sie den Job nicht bekommen hat, sondern Mandy das Gesicht von XX by MEXX wird, hat sie sich selbst zuzuschreiben.

Nicht ganz umsonst beschloss Peyman den Tag mit den Worten: „Die Anzahl der Jobs ist ein Zeugnis.“

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Diese Woche war hart, sowohl körperlich als auch seelisch. Die acht verbliebenen Kandidatinnen mussten sich als Stilikonen präsentieren, Marie war Barbie, Maria mal eben in London und alle zusammen kehrten ihr Innerstes nach außen. Und dann auch noch das: In der Entscheidung saß ein weiteres Topmodel der Jury zur Seite. Karolina Kurkova, die neben Heidi Klum eines der Victoria’s Secret Girls ist und schon längst den Status hat, den die GNTM-Kandidatinnen noch erreichen wollen. Doch Karolina kennt wie jedes „echte“ Model auch die Schattenseiten des Modellebens. Es läuft nämlich nicht immer alles so glatt und problemlos, wie es den Anschein hat. Da sind schon Models durch den Catwalk gebrochen, aus ihren Schuhen gestürzt, die Kleider haben sich verselbstständigt und mehr freigegeben als geplant war und viele andere lustige Pannen mehr. Mit einer solchen mussten die Mädchen beim Livewalk fertigwerden und mit nur einem Schuh über den Catwalk laufen.

Mandy stellte sich als Erste dieser Aufgabe und meisterte sie bravorös. Mit einem knöchellangen Traum in Blasslila schwebte sie über den Laufsteg, als würde sie immer mit nur einem Schuh laufen. Das wurde von der Jury honoriert und von Karolina gelobt. Mandy gab dann etwas verschämt zu, dass sie das zuhause geübt hätte, weil sie Karolinas Missgeschick bei der Victoria’s Secret Schau gesehen hatte. Der einzige echte Kritikpunkt in dieser Woche waren Mandys Haare, die sahen etwas plattgedrückt aus, ansonsten hat sie ein tolles Foto im Brigitte Bardot Style, das sie in ihrem Modelbook nun präsentieren kann. Bis dorthin musste sie allerdings zittern, denn Heidi teilte ihr mit, dass die Jury eine Entscheidung getroffen hätte und sie, Heidi, leider kein Foto für Mandy hätte. Bleich, aber gefasst begann sie daraufhin ihren Abschied, nur um dann zu hören, dass Peyman aber ein Foto für sie hat. Gemein!

Dann kam Sarina. Peyman sagte nach ihrem Lauf das, was viele vorher gedacht haben werden: „Ich hatte mich schon auf den einbeinigen Piraten eingestellt.“ Denn die Kleine der Gruppe schaffte es mal wieder, alle zu überraschen. Mit nur einem Schuh konnte sie plötzlich viel besser laufen als vorher mit zweien und auch wenn ihre Marilyn-Fotos etwas angestrengt aussehen, sind sie doch für eine 16-Jährige sehr sinnlich. Außerdem war Sarina in dieser Woche viel ruhiger und konzentrierter, wirkte insgesamt gelassener, offenbar hat sie sich die Worte der Jury wirklich zu Herzen genommen. Und darum darf sie ihr Foto mit nach Hause nehmen.

Jessica wusste, dass dies nicht nur nicht ihr Tag, sondern insgesamt nicht ihre Woche gewesen war. Nach ihrem Walk sagte Karolina, die sie dort zum ersten Mal überhaupt gesehen hat, dass man Jessi ansehen würde, dass sie sich nicht wohl fühlt und nur will, dass das vorbei ist. Wobei offen blieb, ob sie damit die Entscheidung oder das Projekt meint. Insgesamt macht Jessica tatsächlich den Eindruck, als hätte sie sich aufgegeben. Doch die Jury hat es nicht und so wird sie wohl auch in der nächsten Woche noch einmal ran müssen. Über diese Entscheidung konnte sich Jessica allerdings nicht so richtig freuen.

Maria kam mit einem wunderschönen blauen Kleid, das super zu ihren roten Haaren passte. Nur ihr Livewalk wirkte ein wenig, als hätte sie Zappelwasser getrunken oder schlimmeres. Es fiel ihr auch selbst auf und im Nachhinein konnte sie es nicht erklären. Heidi bestätigte ihr, dass sie im Shooting als Stilikone super war, dass sie aber lernen muss, die Angst davor zu verlieren, sich selbst anzufassen. Aber sowohl Rankin als auch Kristian Schuller als auch die Jury waren zufrieden mit ihr und so ist sie eine Runde weiter auf dem Weg zum Finale.

Maries Lobsträhne scheint endgültig abgerissen zu sein. Obwohl sie den Barbie-Job bekommen und auch sehr professionell erledigt hatte, wurde sie wieder kritisiert. Ein Topmodel wird man nicht, wenn man aalglatt und ohne Fehler ist, wenn man alles perfekt macht. Ein Topmodel bleibt im Gedächtnis, weil es Ecken und Kanten hat, an die man sich erinnern kann. Die Kunden haben schon öfter gesagt, Marie sei austauschbar. Das muss sie nun ändern, wenn sie wirklich gewinnen will. Aber ein Foto bekam sie natürlich trotzdem.

Ira war in dieser Woche ein wenig auf Sparflamme und das wusste sie auch. Im Shooting sei, so Heidi, ein winziger Funken übergesprungen, aber für den Sieg braucht es einen Großbrand. Diesen sollte sie in der nächsten Woche entfachen, denn sonst wird die Luft, die Ira nach oben bis zum Optimum noch hat, sehr dünn.

Sara fiel in dieser Woche eigentlich nur positiv auf. Erst kam sie in die engere Wahl fürs Barbie-Shooting, dann machte sie sich bei der Challenge super, das Foto als Betty Page war einfach nur der Hammer (O-Ton Jury). Bei der Entscheidung jedoch ließ Heidi sie zappeln. In der vergangenen Woche hätte sie grundlos geweint, aber diese Woche gebe es Grund für Tränen, sagte sie. Und da glitzerte es auch schon in Saras Augen. „Freudentränen!“

Die Letzte beim Walk und Erste bei der Entscheidung war Larissa. Sie trug ein wunderschönes schwarzes Abendkleid, das ihr auch super stand, in dem sie sich aber sichtlich unwohl fühlte. Ihr Walk war eine reine Katastrophe, denn Larissa versuchte, nun besonders weiblich zu laufen und schoss dabei weit über das Ziel hinaus. „Das sah aus wie Skateboardfahren“, war Peymans Kommentar dazu. Auch beim Shooting hatte sich Larissa wieder schwierig angestellt und zusammengenommen mit all ihren Wehwehchen und Diventrips, den Zickereien und Extrawürsten der letzten Wochen war an dieser Stelle Schluss für sie. Austria’s next Topmodel wird nicht Germany’s next Topmodel. Aber Larissa wäre nicht Larissa, wenn sie nicht noch am Schluss einen draufsetzen würde: „Davon will ich aber eine Kopie!“ Heidi: „Von dem Foto? Larissa, es gibt kein Foto heißt, es gibt kein Foto!“
Wieder draußen bei den anderen Mädchen machte sie bewusst auf cool, ließ sich nichts anmerken, aber mit der Bemerkung: „Jetzt sagt wenigstens, dass ihr mich vermissen werdet!“ zerstörte sie diesen Eindruck ganz schnell wieder. Und mal ehrlich: Wer wird sie wirklich vermissen?

Nächste Woche geht es für die sieben Geißlein nach Hawaii. Mal sehen, was sie dort erwartet. Und wer bis dahin nicht genug von Heidi bekommen kann, sollte am Samstag um 14.35 Uhr Pro7 einschalten. Dann tritt sie in einer Gastrolle in der Kultcomedy „How I Met Your Mother“ auf.

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Was machen acht Mädchen abends, wenn sie eine ganze Villa für sich haben? Man könnte denken, sie lümmeln rum, schlürfen Prosecco und spielen mit den leeren Flaschen Flaschendrehen. Ganz so weit weg davon war die Idee von Jury-Mitglied Rolf nicht. Er wollte, dass die GNTM-Kandidatinnen sich ihrem Ich stellen und sich selbst vor einen Spiegel. Dafür sollten sie Fragen formulieren und sie auch selbst ehrlich beantworten. Ein Beispiel für eine solche Frage war: „Warum bin ich hier?“

Als Rolf die Aufgabe stellte, ahnte er wahrscheinlich nicht, welches Tränenmeer er damit auslösen würde. Den Anfang machte Maria. Sie beantwortete sich die Frage damit, dass sie sich selbst beweisen wolle, dass sie auch etwas kann. Dass sie nicht nur „die Tochter von“ ist, sondern Maria. Dass sie stolz darauf ist, etwas besser zu können als andere.

Iras Beweggründe, zu GNTM zu gehen, waren offenbar ganz ähnliche. Auch sie fühlte sich vorher ein wenig wie das sprichwörtliche fünfte Rad am Wagen.

Auch Sara will besser sein und sicherer werden. „Wenn mir jemand sagt, dass ich nicht gut bin, dann glaub ich das.“

Marie gab einen Einblick in ihr Seelenleben und zumindest ansatzweise eine Antwort auf die Frage „Warum bin ich so unemotional?“. Sie verbrachte ihr Leben zu einem großen Teil damit, es allen Recht machen zu wollen und wurde dann bitter enttäuscht. Der Eindruck, den sie bei GNTM hinterlässt, ist der, dass sie es nun „nur“ noch Menschen Recht machen will, die sie nach vorn bringen können. Warum auch nicht? Angela Merkel ist so Kanzlerin geworden.

Mandy stellte sich die Frage, warum sie nicht 100 Prozent geben kann, obwohl sie es möchte und beantwortete diese Frage sehr reflektiert. Man konnte ihr anmerken, dass sie schon oft darüber nachgedacht hat. Aber genau diese Gedankengänge sind es dann wieder, die eben die 100 Prozent verhindern. Sie steht sich selbst im Weg, weiß es und steht sich darum selbst wieder im Weg. Wenn sie es bis ins Finale bringen will, muss sie diesen Teufelskreis durchbrechen.

Larissa sagte nichts, was man nicht auch schon früher von ihr gehört hätte. Sie komme sehr hart rüber, könne aber auch ganz anders sein. Tief in ihrem Inneren sei sie ja lieb und nett, aber sie wurde schon zu oft enttäuscht und musste immer kämpfen. Stellt sich dem aufmerksamen Beobachter die Frage, ob sie nicht vielleicht allein dieser Meinung ist und sich so benimmt, weil sie denkt, dass sie so sein muss.

Rolf fand die Runde sehr aufschlussreich, auch wenn sie in Gruppentränentrocknen endete. Und Maria sagte, dass sie sich nun besser und auch besser verstanden fühlt. Bleibt zu hoffen, dass es hilft.

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Mit den Barbiefotos hatte es ja nur für Marie geklappt, doch auch die anderen der acht Kandidatinnen sollten die Möglichkeit haben, glamouröse Fotos von sich zu bekommen. Darum war die Idee der Jury, die Acht zu Stilikonen zu machen. Jeweils zwei Mädchen traten an als Marilyn Monroe, Betty Page, Brigitte Bardot oder Sophia Loren. Alles sehr verschiedene Frauentypen, alle sehr sexy und auf ihre Weise unverwechselbar.

Das Shooting für die Marilyn-Bilder fand auf dem Dach eines Hochhauses statt. Mittels einer Windmaschine wurde der Rock des weißen Kleides in die Höhe geblasen und, man ahnt es schon, so das berühmteste Bild der Monroe nachgestellt. Die Szene auf dem U-Bahn-Schacht in New York aus dem Film „Das verflixte 7. Jahr“. Nun könnte man denken, dass das nicht so schwer sein kann. Wind kommt, Rock hoch, Hände in den Schritt und überrascht gucken. Doch Sarina hatte ganz große Koordinationsprobleme. Kristian Schuller, der Fotograf, der auch schon in vorangegangenen Staffeln Fotoshoots für GNTM gemacht hat, brüllte immer wieder „Kinn runter!“ Höhepunkt des Shootings mit Sarina war übrigens: „Dein Schritt ist nicht beim Knie, sonder hier oben!“ Ach Sarina…
Jessica wirkte als Marilyn aber auch nicht sehr entspannt. Im Gegenteil. Sie empfand den Mann an der Windmaschine, der unter ihr saß und bei jedem Windstoß freie Sicht auf ihre Wäsche hatte, als Zumutung. Heidis Kommentar: „Dann hat er ihr eben untern Rocke geguckt. Na und?“ Und schließlich musste er ja irgendwo sitzen. Schade, dass die Fotos darunter gelitten haben.

Marie und Sara durften Betty Page, ein berühmtes Pin-Up-Girl der 50er Jahre, darstellen. Marie konnte mit dem Konstrukt Betty Page nichts anfangen, dafür aber mit Dita von Teese, die ja einen ähnlichen Stil hat. Fand zumindest Marie. Heidi musste ihr dann noch kurz die „Angst vorm eigenen Busen“ nehmen und dann konnte es losgehen. Betty Page sah auch immer sehr künstlich aus, insofern hat Marie sie gut getroffen.
Sara hingegen hauchte der Kunstfigur Betty Page Leben und vor allem Sexappeal ein. Kristian Schuller und Heidi waren sich einig: „Besser als das Original.“

Eine der aufregendsten Frauen der Welt, Brigitte Bardot, sollten Mandy und Larissa geben. Ausgerechnet Larissa, für die Weiblichkeit ein Fremdwort ist und die sich in Jeans und Lederjacke immer wohler fühlen wird als im Abendkleid. Dementsprechend bereitete ihr das Posen auf der Couch auch arge Schwierigkeiten. Und auch, wenn sie sich selbst darüber ärgerte, musste sie wohl langsam erkennen, dass es nicht ausreicht, jede Woche Lippenbekenntnisse abzugeben, was man alles sein kann und dann die Beweise schuldig zu bleiben.
Mandy hingegen räkelte sich leicht und sexy auf der Couch, sie wirkte sicher und schien sich wohl zu fühlen. Sie zeigte alles, was Larissa vermissen ließ. Kristian fasste den Shoot passend zusammen: „Well done, Sweetheart!“

Zu guter Letzt posierten Maria und Ira als Sophia Loren, die auch heute noch, mit über 70 Jahren eine Sexbombe ist und eine Weiblichkeit und Sinnlichkeit ausstrahlt, wie es manche Frauen mit 20 Jahren nicht mal ansatzweise können. Diese Stilikone zu verkörpern ist eine große Ehre, jedoch auch eine große Aufgabe. Heidi stellte das Offensichtliche fest: Geschminkt und mit den passenden Kleidern sah Ira der jungen Loren zum Verwechseln ähnlich. Auch Maria gestand neidlos ein, dass Ira vom Typ her eher Sophia ist als sie selbst.
Doch Maria schlug sich auch nicht so schlecht. Während Ira etwas abwesend gewirkt hatte, war Maria wie immer unglaublich präsent und setzte auf die Wirkung ihrer Augen.

Jessica hatte vor ihrem Shoot gesagt, dass man Marilyn nicht imitieren könne. Kann man Stilikonen überhaupt imitieren? Die Entscheidung wird es zeigen.

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Während die anderen GNTM-Kandidatinnen Spaß hatten, war Maria in London. Denn Rankin, der weltberühmte Fotograf, hatte sein Versprechen wahr gemacht und Maria gebucht. Als Covergirl für die Look. Einer seiner Gründe war ihr sehr professionelles Verhalten beim Regenshooting in Los Angeles, ein anderer die Tatsache, dass Maria einfach ein starker Typ ist. „Sie soll sehen, dass harte Arbeit sich auszahlt und man dafür etwas bekommt.“

In drei verschiedenen Sets posierte Maria. Einmal zwischen bunten Scheiben, einmal als Bildausschnitt in Close-Ups und zuletzt wurde sie mit Farbe verziert. Und Rankin ist kein leichter Fotograf. In seinem Kopf ist das fertige Bild schon vorhanden und er arbeitet so lange, bis das reale Foto genauso aussieht. Doch genau das wusste Maria sehr zu schätzen und fand es auch nicht anstrengend. Einige der anderen Mädchen hätten hier sicherlich wieder etwas zum Maulen gefunden, Maria schien unermüdlich. „Ich sehe ihn mehr als Künstler und ich bin eben Teil seines Kunstwerkes. Cool!“ Der Starfotograf Rankin honorierte die gute Arbeit und war sehr glücklich mit dem Ergebnis.

Weiter so Maria! Dann gehts bis ins Finale!

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Das Leben einer Kandidatin von Germany’s Next Topmodel ist wahrlich kein Zuckerschlecken und bei weitem nicht immer zum Lachen. Darum versucht die Jury immer wieder, Phasen einzubauen, die die Stimmung der Mädchen ein wenig auflockern können. In dieser Woche verbanden sie dies mit einer Challenge, die Jury-Mitglied Rolf eindrucksvoll einleitete. Verziert mit zwei wirklich hässlichen Pickeln auf der Wange und richtig großen Zähnen erzählte er den Mädchen, worum es geht. Auch sie sollten sich solche Attribute zulegen und dann vor der Jury auftreten, als kämen sie zu einem Casting. Die nennen wir es einmal Unzulänglichkeiten sollten sie ignorieren beziehungsweise einen Vorteil daraus bauen können. Jessica fand dann noch die dicke Nase von Peyman zum Lachen, diese war aber leider seine echte. Und dass Peyman schlecht über sich selbst lachen kann, hat er ja in der vergangenen Woche schon bewiesen…

Eigentlich schlugen sich alle Mädchen ganz gut, egal, ob sie sich nun für die Zähne, eine falsche Nase oder für den Pickel entschieden hatten. Zwei der Kandidatinnen stachen jedoch besonders heraus: Sara und Sarina. Sara kam mit wirklich großen, gelben und schiefen Zähnen herein und antwortete auf die Frage, ob sie denn mit sich zufrieden sei: „Schon. Ich werde oft darauf angesprochen, dass ich Charakterzähne habe!“ Chapeau! Sarina allerdings konnte dies noch toppen. Sie sah aus wie Miss Piggy und benahm sich wie ein Modelprofi. „In meiner Familie haben alle das Glück, so eine schöne Nase zu haben.“ Das brachte ihr den Sieg der Challenge und damit ein Videotelefonat mit ihrer Familie, die sie nun schon seit knapp zwei Monaten nicht mehr gesehen hat. Sarina konnte es nicht fassen: „Ich hab gewonnen? Ich hab doch gar nichts gemacht?“ Doch besonders Peyman sah das anders: „Vor allem hat sie sich auf eine ganz neue Art präsentiert: sehr gelassen, ruhig und konzentriert. Alles Attribute, die wir bisher nicht von ihr kannten.“

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Welches Mädchen träumt nicht davon, einmal wie ihr Idol auszusehen? Für viele Mädchen ist ein solches Idol Barbie. Und darum stand die gesamte Woche in Los Angeles unter dem Motto „Idole und Stilikonen“. Ob man Barbie nun unbedingt als Stilikone bezeichnen mag, sei jedem selbst überlassen, aber immerhin bevölkert sie seit 50 Jahren unzählige Kinderzimmer weltweit und steht auch heute noch auf allen Wunschzetteln. Barbie ist einfach Kult. Und weil das so ist, ließ es sich Philipp Plein nicht nehmen, anlässlich des 50. Geburtstages eigens ein Kleid für sie zu kreieren.
Genau dieses Kleid sollte eines der acht übrig gebliebenen Mädchen bei Germany’s Next Topmodel tragen dürfen. Aber nicht einfach so. Sie sollte in diesem Dress fünf verschiedene Ausgaben der Vogue zieren. Hier trifft definitiv Kult auf Kult.

Doch vor jedem Foto steht immer ein Casting, bei dem es gilt, den Kunden von sich zu überzeugen. Und so stellten sich die Mädchen wieder einmal vor und zeigten brav ihre Bücher, zählten ihre Vorzüge auf. Inzwischen sollte hier eigentlich etwas Routine zu erwarten sein, doch manche der GNTM-Kandidatinnen stehen sich offenbar immer wieder selbst im Weg. Drei der Mädchen sollten in die Vorrunde kommen, um Testshoots im Bikini zu machen. Diese waren Marie, Sara und Mandy. Weil Larissa mit ihrer rockigen Masche punkten konnte, rückte sie nach.

Gewonnen hat: Marie. Mal wieder. Saras Kommentar dazu: „Als Freundin freut es mich natürlich total für sie, aber als Model und Konkurrentin ärgert es mich schon.“
Das Shooting meisterte Marie gewohnt professionell. Es ist fast schon beängstigend, wie wenig man ihr ansehen kann, ob sie etwas mag oder nicht, denn ihr Lächeln ist wie eingebrannt. Zwar fand sie das Kleid bezaubernd und die teuren Diamanten toll und lächelte brav obwohl ihr von der schwierigen Pose schon die Beine eingeschlafen waren, aber ihre Worte sind ebenso emotionslos wie ihr Lächeln. Ob das ein Hindernis auf dem Weg zum Sieg sein könnte?