Was Hang Lose und Good Charlotte miteinander zu tun haben
Nach dem aufregenden Tag der Challenge gab es für die sieben übrig gebliebenen Kandidatinnen von Germany’s Next Topmodel einen ungewöhnlichen Punkt auf der Tagesordnung: Nichtstun. In der Gruppe am Strand versammelt durften sie gemeinsam mit Peyman und Rolf den Sonnenuntergang genießen und einfachmal abhängen. “Hang lose” nennt das der Hawaiianer.
Doch bevor sie die Sonne genießen konnten, trieb Sarina alle in den Wahnsinn. “Das Kleid oder das?”, “Macht mich das dick?”, “Dieses Shirt oder dieses?”, “Damit seh ich fett aus!” und mehr davon mussten sich die Mädchen anhören. Marie sagte der Kamera, dass Sarina immer so sei. Sie wird einmal eine der Frauen werden, die vor einem überquellenden Kleiderschrank stehen und sagen: “Ich hab nichts anzuziehen!”.
Die kleine Verschnaufpause am Strand war auch dringend notwendig, auch wenn die Mädchen noch nicht ahnten, was auf sie zukommen würde. Direkt bei ihrer Rückkehr in die Modelvilla hörten sie Musik spielen und folgten den Geräuschen. Was sie sahen, war kaum zu glauben: Da saßen Benji und Joel von der Rockband Good Charlotte und sangen! Doch die Jungs waren nicht zu ihrem Vergnügen da, sie sollten den Mädchen ein Rockstar-Training verpassen. Denn im nächsten Shooting ging es genau darum: Be A Rockstar!
Damit keine der Kandidatinnen auf den Bildern aussieht wie gewollt und nicht gekonnt und vielleicht sogar die Gitarre noch falsch herum hält, durften sie sich an den Instrumenten austoben. Hierbei zeigte Sarina wieder einmal ihre Qualitäten beim “Abspacken”. An den Drums drehte sie so richtig auf und hatte sichtlich Spaß. Doch es gab auch andere Bilder. Sara, Marie und Ira sagten alle, dass sie keine Rockgöhren seien und das auch nicht sein könnten. So sah es dann auch aus. Ira wirkte an den Drums wie bestellt und nicht abgeholt, Marie entschied sich ausgerechnet für das langweiligste Instrument, die Akustikgitarre, und Sara gab die Sängerin, die Angst vor der eigenen Courage hat.
Der Kommentar von Good Charlotte? “Da muss über Nacht noch einiges passieren, sonst wird das nichts.”
GNTM-Challenge auf Hawaii: Wer ist hier eine starke Frau?
Sieben ist die Zahl der Märchen: die sieben Zwerge, die sieben Geißlein, die sieben Raben. Auch in der Bibel spielt die Sieben eine Rolle: die sieben Plagen beispielsweise oder die sieben Weltwunder. Und Germany’s Next Topmodel stand in dieser Woche auch unter dem Zeichen der Sieben. Sieben Kandidatinnen sind noch übrig. Und eine muss am Ende gehen.
Zu den Aufgaben, die die Jury-Entscheidung beeinflussen, gehören auch immer die Challenges. Auf Hawaii ließ man die Mädchen in der Natur frei und gab ihnen eine Kamera mit. Da Mandy bei ihrem Werbedreh für MEXX war, ging die Gruppenzahl auf. In Zweiergruppen sollten sie sich als starke Frauen erweisen und dabei gegenseitig fotografieren. Stark, nicht sexy oder tarzanlike. Während Maria und Sara am Strand blieben und nach einigen Tipps von Rolf und Peyman mehr aus sich herausholen konnten als nur Räkeln im Wasser, gingen Sarina und Marie in den Wald. Tief. Sehr tief. Um sie herum nur Urwald und üppiges Grün. Dort verwilderten sie zusehends, rissen sich die Strumpfhosen kaputt und malten sich Striche ins Gesicht. Sarina sprang mit Urschrei von einem umgekippten Baum und Marie…nun Marie versuchte zumindest, wild auszusehen. Das Problem war nur, dass es nicht um wilde Frauen, sondern um starke Frauen ging. Thema verfehlt, setzen, Sechs.
Das Thema nicht ganz verfehlt hatten als Einzige Jessica und Ira. Sie posierten an einer Felskante, an der auch immer wieder wegen des starken Windes Wellen brachen und die beiden mit Wasser bespritzten. Das fand wiederum die Kamera irgendwann nicht mehr so lustig und spielte nicht mehr mit. Glücklicherweise waren wenigstens die Fotos auf der Speicherkarte nicht verloren und so konnten Ira und Jessi die Challenge als Team für sich entscheiden. Ihr Gewinn war ein Trip aufs Meer, bei dem sie erst Buckelwale aus der Nähe sahen und dann mit wilden Delphinen schwimmen konnten. Ira fand es zu Recht “atemberaubend” und zog am Ende des Tages das Fazit: “Ich hab sogar einen Delphin scheißen sehen, da fühlt man sich wirklich mittendrin.” Wer wollte dem etwas hinzufügen?
GNTM-Kandidatinnen in Hawaii: Casting statt Hula Hula
Es hätte so schön sein können: Sieben Mädchen fahren an den Strand von Hawaii und machen sich ein paar schöne Tage. Aber denkste. Kaum angekommen und noch nicht einmal ausgepackt hieß es: wieder einpacken und ab zum Casting. Der Kunde war niemand geringeres als Mexx, der für seine neuen Düfte “very nice” und “very wild” eine umfassende Kampagne machen will. Und für diese Kampagne suchten sie ein Gesicht, das aus den Reihen der GNTM-Kandidatinnen stammen sollte. Eine gute Chance für die, die bisher noch keinen oder nur selten einen Job ergattern konnten.
Eine von denen, die noch nicht viele Jobs bekommen hat ist Sara. Und ausgerechnet sie vergaß in der Eile ihr Modelbuch. Erinnert ihr euch an den Beginn der Staffel? Da war so etwas schon einmal passiert. Und diejenige bekam ein dickes Donnerwetter zu hören. Sara brauchte kein Donnerwetter. Sie hätte gute Chancen auf den Job gehabt – wenn sie ihr Modelbuch dabei gehabt hätte. So aber ging sie leer aus. Direkt nach der ersten Runde waren schon Maria und Ira raus – wahrscheinlich, weil Maria mit ihrem Typ sehr festgelegt wirkt und Ira sehr erwachsen. Der Kunde suchte aber einen wandelbaren und jugendlichen Typ.
Charmant und provokant – diese beiden Seiten einer Frau mussten die übrigen Fünf zeigen. Danach blieben noch Zwei: Jessica und Mandy. Erstaunlich eigentlich, denn gerade Jessica hatte einige Probleme, einen Unterschied zwischen dem nicen und dem wilden Lächeln klar zu machen. Und sie stand sich einmal mehr selbst im Weg. Dass sie den Job nicht bekommen hat, sondern Mandy das Gesicht von XX by MEXX wird, hat sie sich selbst zuzuschreiben.
Nicht ganz umsonst beschloss Peyman den Tag mit den Worten: “Die Anzahl der Jobs ist ein Zeugnis.”
Die Entscheidung: “Das sah aus wie Skateboardfahren…”
Diese Woche war hart, sowohl körperlich als auch seelisch. Die acht verbliebenen Kandidatinnen mussten sich als Stilikonen präsentieren, Marie war Barbie, Maria mal eben in London und alle zusammen kehrten ihr Innerstes nach außen. Und dann auch noch das: In der Entscheidung saß ein weiteres Topmodel der Jury zur Seite. Karolina Kurkova, die neben Heidi Klum eines der Victoria’s Secret Girls ist und schon längst den Status hat, den die GNTM-Kandidatinnen noch erreichen wollen. Doch Karolina kennt wie jedes “echte” Model auch die Schattenseiten des Modellebens. Es läuft nämlich nicht immer alles so glatt und problemlos, wie es den Anschein hat. Da sind schon Models durch den Catwalk gebrochen, aus ihren Schuhen gestürzt, die Kleider haben sich verselbstständigt und mehr freigegeben als geplant war und viele andere lustige Pannen mehr. Mit einer solchen mussten die Mädchen beim Livewalk fertigwerden und mit nur einem Schuh über den Catwalk laufen.
Mandy stellte sich als Erste dieser Aufgabe und meisterte sie bravorös. Mit einem knöchellangen Traum in Blasslila schwebte sie über den Laufsteg, als würde sie immer mit nur einem Schuh laufen. Das wurde von der Jury honoriert und von Karolina gelobt. Mandy gab dann etwas verschämt zu, dass sie das zuhause geübt hätte, weil sie Karolinas Missgeschick bei der Victoria’s Secret Schau gesehen hatte. Der einzige echte Kritikpunkt in dieser Woche waren Mandys Haare, die sahen etwas plattgedrückt aus, ansonsten hat sie ein tolles Foto im Brigitte Bardot Style, das sie in ihrem Modelbook nun präsentieren kann. Bis dorthin musste sie allerdings zittern, denn Heidi teilte ihr mit, dass die Jury eine Entscheidung getroffen hätte und sie, Heidi, leider kein Foto für Mandy hätte. Bleich, aber gefasst begann sie daraufhin ihren Abschied, nur um dann zu hören, dass Peyman aber ein Foto für sie hat. Gemein!
Dann kam Sarina. Peyman sagte nach ihrem Lauf das, was viele vorher gedacht haben werden: “Ich hatte mich schon auf den einbeinigen Piraten eingestellt.” Denn die Kleine der Gruppe schaffte es mal wieder, alle zu überraschen. Mit nur einem Schuh konnte sie plötzlich viel besser laufen als vorher mit zweien und auch wenn ihre Marilyn-Fotos etwas angestrengt aussehen, sind sie doch für eine 16-Jährige sehr sinnlich. Außerdem war Sarina in dieser Woche viel ruhiger und konzentrierter, wirkte insgesamt gelassener, offenbar hat sie sich die Worte der Jury wirklich zu Herzen genommen. Und darum darf sie ihr Foto mit nach Hause nehmen.
Jessica wusste, dass dies nicht nur nicht ihr Tag, sondern insgesamt nicht ihre Woche gewesen war. Nach ihrem Walk sagte Karolina, die sie dort zum ersten Mal überhaupt gesehen hat, dass man Jessi ansehen würde, dass sie sich nicht wohl fühlt und nur will, dass das vorbei ist. Wobei offen blieb, ob sie damit die Entscheidung oder das Projekt meint. Insgesamt macht Jessica tatsächlich den Eindruck, als hätte sie sich aufgegeben. Doch die Jury hat es nicht und so wird sie wohl auch in der nächsten Woche noch einmal ran müssen. Über diese Entscheidung konnte sich Jessica allerdings nicht so richtig freuen.
Maria kam mit einem wunderschönen blauen Kleid, das super zu ihren roten Haaren passte. Nur ihr Livewalk wirkte ein wenig, als hätte sie Zappelwasser getrunken oder schlimmeres. Es fiel ihr auch selbst auf und im Nachhinein konnte sie es nicht erklären. Heidi bestätigte ihr, dass sie im Shooting als Stilikone super war, dass sie aber lernen muss, die Angst davor zu verlieren, sich selbst anzufassen. Aber sowohl Rankin als auch Kristian Schuller als auch die Jury waren zufrieden mit ihr und so ist sie eine Runde weiter auf dem Weg zum Finale.
Maries Lobsträhne scheint endgültig abgerissen zu sein. Obwohl sie den Barbie-Job bekommen und auch sehr professionell erledigt hatte, wurde sie wieder kritisiert. Ein Topmodel wird man nicht, wenn man aalglatt und ohne Fehler ist, wenn man alles perfekt macht. Ein Topmodel bleibt im Gedächtnis, weil es Ecken und Kanten hat, an die man sich erinnern kann. Die Kunden haben schon öfter gesagt, Marie sei austauschbar. Das muss sie nun ändern, wenn sie wirklich gewinnen will. Aber ein Foto bekam sie natürlich trotzdem.
Ira war in dieser Woche ein wenig auf Sparflamme und das wusste sie auch. Im Shooting sei, so Heidi, ein winziger Funken übergesprungen, aber für den Sieg braucht es einen Großbrand. Diesen sollte sie in der nächsten Woche entfachen, denn sonst wird die Luft, die Ira nach oben bis zum Optimum noch hat, sehr dünn.
Sara fiel in dieser Woche eigentlich nur positiv auf. Erst kam sie in die engere Wahl fürs Barbie-Shooting, dann machte sie sich bei der Challenge super, das Foto als Betty Page war einfach nur der Hammer (O-Ton Jury). Bei der Entscheidung jedoch ließ Heidi sie zappeln. In der vergangenen Woche hätte sie grundlos geweint, aber diese Woche gebe es Grund für Tränen, sagte sie. Und da glitzerte es auch schon in Saras Augen. “Freudentränen!”
Die Letzte beim Walk und Erste bei der Entscheidung war Larissa. Sie trug ein wunderschönes schwarzes Abendkleid, das ihr auch super stand, in dem sie sich aber sichtlich unwohl fühlte. Ihr Walk war eine reine Katastrophe, denn Larissa versuchte, nun besonders weiblich zu laufen und schoss dabei weit über das Ziel hinaus. “Das sah aus wie Skateboardfahren”, war Peymans Kommentar dazu. Auch beim Shooting hatte sich Larissa wieder schwierig angestellt und zusammengenommen mit all ihren Wehwehchen und Diventrips, den Zickereien und Extrawürsten der letzten Wochen war an dieser Stelle Schluss für sie. Austria’s next Topmodel wird nicht Germany’s next Topmodel. Aber Larissa wäre nicht Larissa, wenn sie nicht noch am Schluss einen draufsetzen würde: “Davon will ich aber eine Kopie!” Heidi: “Von dem Foto? Larissa, es gibt kein Foto heißt, es gibt kein Foto!”
Wieder draußen bei den anderen Mädchen machte sie bewusst auf cool, ließ sich nichts anmerken, aber mit der Bemerkung: “Jetzt sagt wenigstens, dass ihr mich vermissen werdet!” zerstörte sie diesen Eindruck ganz schnell wieder. Und mal ehrlich: Wer wird sie wirklich vermissen?
Nächste Woche geht es für die sieben Geißlein nach Hawaii. Mal sehen, was sie dort erwartet. Und wer bis dahin nicht genug von Heidi bekommen kann, sollte am Samstag um 14.35 Uhr Pro7 einschalten. Dann tritt sie in einer Gastrolle in der Kultcomedy “How I Met Your Mother” auf.
“Kinn runter!” – Stil hat man oder eben nicht
Mit den Barbiefotos hatte es ja nur für Marie geklappt, doch auch die anderen der acht Kandidatinnen sollten die Möglichkeit haben, glamouröse Fotos von sich zu bekommen. Darum war die Idee der Jury, die Acht zu Stilikonen zu machen. Jeweils zwei Mädchen traten an als Marilyn Monroe, Betty Page, Brigitte Bardot oder Sophia Loren. Alles sehr verschiedene Frauentypen, alle sehr sexy und auf ihre Weise unverwechselbar.
Das Shooting für die Marilyn-Bilder fand auf dem Dach eines Hochhauses statt. Mittels einer Windmaschine wurde der Rock des weißen Kleides in die Höhe geblasen und, man ahnt es schon, so das berühmteste Bild der Monroe nachgestellt. Die Szene auf dem U-Bahn-Schacht in New York aus dem Film “Das verflixte 7. Jahr”. Nun könnte man denken, dass das nicht so schwer sein kann. Wind kommt, Rock hoch, Hände in den Schritt und überrascht gucken. Doch Sarina hatte ganz große Koordinationsprobleme. Kristian Schuller, der Fotograf, der auch schon in vorangegangenen Staffeln Fotoshoots für GNTM gemacht hat, brüllte immer wieder “Kinn runter!” Höhepunkt des Shootings mit Sarina war übrigens: “Dein Schritt ist nicht beim Knie, sonder hier oben!” Ach Sarina…
Jessica wirkte als Marilyn aber auch nicht sehr entspannt. Im Gegenteil. Sie empfand den Mann an der Windmaschine, der unter ihr saß und bei jedem Windstoß freie Sicht auf ihre Wäsche hatte, als Zumutung. Heidis Kommentar: “Dann hat er ihr eben untern Rocke geguckt. Na und?” Und schließlich musste er ja irgendwo sitzen. Schade, dass die Fotos darunter gelitten haben.
Marie und Sara durften Betty Page, ein berühmtes Pin-Up-Girl der 50er Jahre, darstellen. Marie konnte mit dem Konstrukt Betty Page nichts anfangen, dafür aber mit Dita von Teese, die ja einen ähnlichen Stil hat. Fand zumindest Marie. Heidi musste ihr dann noch kurz die “Angst vorm eigenen Busen” nehmen und dann konnte es losgehen. Betty Page sah auch immer sehr künstlich aus, insofern hat Marie sie gut getroffen.
Sara hingegen hauchte der Kunstfigur Betty Page Leben und vor allem Sexappeal ein. Kristian Schuller und Heidi waren sich einig: “Besser als das Original.”
Eine der aufregendsten Frauen der Welt, Brigitte Bardot, sollten Mandy und Larissa geben. Ausgerechnet Larissa, für die Weiblichkeit ein Fremdwort ist und die sich in Jeans und Lederjacke immer wohler fühlen wird als im Abendkleid. Dementsprechend bereitete ihr das Posen auf der Couch auch arge Schwierigkeiten. Und auch, wenn sie sich selbst darüber ärgerte, musste sie wohl langsam erkennen, dass es nicht ausreicht, jede Woche Lippenbekenntnisse abzugeben, was man alles sein kann und dann die Beweise schuldig zu bleiben.
Mandy hingegen räkelte sich leicht und sexy auf der Couch, sie wirkte sicher und schien sich wohl zu fühlen. Sie zeigte alles, was Larissa vermissen ließ. Kristian fasste den Shoot passend zusammen: “Well done, Sweetheart!”
Zu guter Letzt posierten Maria und Ira als Sophia Loren, die auch heute noch, mit über 70 Jahren eine Sexbombe ist und eine Weiblichkeit und Sinnlichkeit ausstrahlt, wie es manche Frauen mit 20 Jahren nicht mal ansatzweise können. Diese Stilikone zu verkörpern ist eine große Ehre, jedoch auch eine große Aufgabe. Heidi stellte das Offensichtliche fest: Geschminkt und mit den passenden Kleidern sah Ira der jungen Loren zum Verwechseln ähnlich. Auch Maria gestand neidlos ein, dass Ira vom Typ her eher Sophia ist als sie selbst.
Doch Maria schlug sich auch nicht so schlecht. Während Ira etwas abwesend gewirkt hatte, war Maria wie immer unglaublich präsent und setzte auf die Wirkung ihrer Augen.
Jessica hatte vor ihrem Shoot gesagt, dass man Marilyn nicht imitieren könne. Kann man Stilikonen überhaupt imitieren? Die Entscheidung wird es zeigen.
Topmodels mit fetten Pickeln und schiefen Zähnen
Das Leben einer Kandidatin von Germany’s Next Topmodel ist wahrlich kein Zuckerschlecken und bei weitem nicht immer zum Lachen. Darum versucht die Jury immer wieder, Phasen einzubauen, die die Stimmung der Mädchen ein wenig auflockern können. In dieser Woche verbanden sie dies mit einer Challenge, die Jury-Mitglied Rolf eindrucksvoll einleitete. Verziert mit zwei wirklich hässlichen Pickeln auf der Wange und richtig großen Zähnen erzählte er den Mädchen, worum es geht. Auch sie sollten sich solche Attribute zulegen und dann vor der Jury auftreten, als kämen sie zu einem Casting. Die nennen wir es einmal Unzulänglichkeiten sollten sie ignorieren beziehungsweise einen Vorteil daraus bauen können. Jessica fand dann noch die dicke Nase von Peyman zum Lachen, diese war aber leider seine echte. Und dass Peyman schlecht über sich selbst lachen kann, hat er ja in der vergangenen Woche schon bewiesen…
Eigentlich schlugen sich alle Mädchen ganz gut, egal, ob sie sich nun für die Zähne, eine falsche Nase oder für den Pickel entschieden hatten. Zwei der Kandidatinnen stachen jedoch besonders heraus: Sara und Sarina. Sara kam mit wirklich großen, gelben und schiefen Zähnen herein und antwortete auf die Frage, ob sie denn mit sich zufrieden sei: “Schon. Ich werde oft darauf angesprochen, dass ich Charakterzähne habe!” Chapeau! Sarina allerdings konnte dies noch toppen. Sie sah aus wie Miss Piggy und benahm sich wie ein Modelprofi. “In meiner Familie haben alle das Glück, so eine schöne Nase zu haben.” Das brachte ihr den Sieg der Challenge und damit ein Videotelefonat mit ihrer Familie, die sie nun schon seit knapp zwei Monaten nicht mehr gesehen hat. Sarina konnte es nicht fassen: “Ich hab gewonnen? Ich hab doch gar nichts gemacht?” Doch besonders Peyman sah das anders: “Vor allem hat sie sich auf eine ganz neue Art präsentiert: sehr gelassen, ruhig und konzentriert. Alles Attribute, die wir bisher nicht von ihr kannten.”
Es ist offiziell: Ein schönes Gesicht reicht nicht für ein Topmodel
Bar Rafaeli, ein Name “wie Musik in meinen Ohren. Und Augen.” Sagte Peyman. Er scheint ein echter Fan der Freundin von Leonardo di Caprio zu sein. Das iraelische Topmodel war aber nicht wegen Peyman gekommen, sondern um die Jury bei ihrer Entscheidung zu unterstützen und den Kandidatinnen vorher ein paar Tipps zu geben, wie sie sich auf dem Laufsteg besser präsentieren können. Sie hatte nicht bei vielen etwas auszusetzen, konnte aber der einen oder anderen noch einen Rat auf den Weg geben. Sarina hätte ihr besser zugehört und nicht ständig an Leo gedacht, den Bar ihrer Meinung nach hätte mitbringen sollen.
Für den Livewalk standen Outfits bereit, die man am besten mit “schön bunt” beschreiben kann. Luftige Babydolls und Sommerkleidchen in knalligen Farben. Nur Ira hatte sich für ein knielanges Etuikleid in schwarz, weiß und grau entschieden.
Die Erste, die sich der Kritik stellen musste, war Maria. Sie bekam eine gute Ladung Lob ab. Sie könne gut zuhören und sei sehr professionell. Und jetzt könne sie gehen. Sie bräuchte sie Entscheidung nicht mehr abzuwarten. Maria war sichtlich geschockt, akzeptierte aber die Entscheidung und wollte sich gerade bei allen bedanken, als Heidi sie fragte: “Erinnerst du dich an Rankin? Und daran, was er gesagt hat?” Nach dem Shooting mit dem Starfotografen hatte dieser nämlich geäußert, dass er Maria buchen würde. Und genau das hatte er nun getan. Die Eile der Jury, Maria los zu werden, hatte ihre Ursache darin, dass Maria ihren Flieger nach London bekommen musste.
Jessica musste zum ersten Mal seit Wochen nicht wirklich um ihr Weiterkommen bangen. Sie hatte ihren ersten Job ergattert, war bei der Challenge die Erste, die auftrat und folgerichtig die Erste, die mit einem Foto den Raum verließ.
Mandy konnte zwar ihren New Yorker Erfolg nicht wiederholen, bekam aber dennoch von Peyman ein “BINGO” und von Heidi ein Foto.
Marie hörte nun bereits zum dritten Mal in Folge harte Kritik. Sie ist zu nett, zu brav, das Mädchen von nebenan. Trotzdem bekam sie ihr Foto und ihre DVD mit dem Spot.
Sara ist zwar auf dem Laufsteg eine der Besten, bei Kundenkontakt steht sie sich aber mit ihrem Perfektionismus häufig selbst im Weg. Daher traut sie sich oft nicht, aus sich heraus zu kommen und wirkt immer süß und nett und lieb. In den folgenden Wochen wird sie auch andere Facetten zeigen müssen, wenn sie eine Chance auf die Top 3 haben will.
Ira zeigte zwar beim Dreh nicht die “geschmeidigsten” Bewegungen, wie Heidi sagte, dafür versuchte sie dort aber auch nicht, beim Rocken immer noch an ihr Gesicht zu denken. So wirkte sie viel natürlicher und unverkrampfter als viele andere, bemerkte Bar Rafaeli. Die Jury war sich einig: Ira hat noch viel Luft nach oben – und das will sie sehen!
Was soll man über Larissa sagen in dieser Woche? Nachdem sie in der vergangenen Woche erstaunlich ruhig war, trat sie diese Woche zurück ins Rampenlicht. Hatte ihr die Challenge noch zugesagt, tat es der Dreh offenbar nicht mehr und sie war wieder leidend. Wie schon beim Cheerleading und beim Poledancing. Trotzdem wirkt sie bei den Livewalks immer sehr selbstsicher, aber selbst Bar, die sie zum ersten Mal erlebte, fiel auf, dass Larissa übertrieben wirkt. Auch der Vorwurf, dass sie sehr maskulin wirkt, ist nicht neu und kam in dieser Entscheidung nicht zum ersten Mal. Sie bekam ihr Foto trotzdem. Und wie es Larissas Art ist, plapperte sie wieder brav nach, was die jury ihr ans Herz gelegt hatte und behauptete sogar, dass in ihr eine Diva stecken würde. Wir werden sehen.
Katrina hatte schon beim Dreh den Eindruck gemacht, als wäre sie lieber woanders und das bemerkte auch Bar Rafaeli. Nach dem Livewalk stand sie mit verschränkten Armen vor der Jury und sah verloren und traurig aus. Und dementsprechend fiel auch die Kritik aus: Sie sei energielos, negativ, unbeholfen, ohne Anmut und lächelt nie. Peyman brachte es auf den Punkt: “Wir haben immer weniger das Gefühl, dass du es schaffen kannst.” Und der Zuschauer dürfte inzwischen immer mehr das Gefühl haben, dass Katrina es gar nicht schaffen will. Jedes Shooting ist zu hart, zu kalt, zu anstrengend. Irgendwas tut immer weh.
Sarina hätte wie gesagt Bar besser zuhören und zuschauen sollen, statt von Leonardo di Caprio zu träumen. Denn bei ihrem Livewalk zeigten sich wieder die gleichen alten Fehler wie schon am Anfang der Staffel. Es ist aber auch nicht so einfach, sich gleichzeitig auf den rechten und den linken Fuß zu konzentrieren und dann noch auf die Bewegung, die koordiniert werden muss. So lief sie wieder wie eine Bäuerin im feinen Stoff, die eben noch die Resi gemolken hat, über den Laufsteg. Zwar hänge sie sich immer bis 150 Prozent in die Aufgabe, aber sie höre nie genau zu. Klingt gemein? Frage Heidi: “Welches Produkt sollte mit dem Spot verkauft werden?” Sarina: “Die Gitarre?” Zur Erinnerung: es ging um die Unterwäsche.
Katrina und Sarina mussten gemeinsam zur Entscheidung antreten und es war von vornherein klar, dass mindestens eine von ihnen gehen würde müssen. Sie haben mehr gemeinsam, als ihnen lieb sein sollte: die fehlende positive Energie, die fehlende Zielstrebigkeit und die fehlenden Jobs, um nur einiges zu nennen. Doch die Jury war auch der Meinung, dass es Katrina darüber hinaus an Talent fehlt. Und das ist ein Ausschlusskriterium. Darum ist Katrinas Traum von der Karriere an dieser Stelle vorbei. Sie nahm es gefasst auf. Zwar kullerten ein paar Tränen, doch das war wohl mehr Erleichterung. Jedenfalls spielte sie erst einmal ein wenig abwesend mit ihren Haaren.
Und wieder geht die Woche mit einer verständlichen und einigen unverständlichen Entscheidungen zu Ende. Für Katrina ist es sicher die beste Entscheidung, nach Hause geschickt zu werden, sie wirkte nicht sehr glücklich, hing aber drin und kam nicht mehr aus der Sache raus. Aber auch Sarina scheint nicht mehr ganz so fröhlich und unbefangen wie am Anfang. Und Larissa? Wie gesagt, wir werden sehen.
Rock it like Heidi!
Erinnert ihr euch noch an den Werbespot, den Heidi Klum vor einiger Zeit für ein Musik-Konsolen-Spiel gedreht hat? Und erinnert ihr euch noch an das Regenshooting, das die Mädchen vor einigen Wochen machen mussten, weil Heidi das auch schon mal gemacht hat? Man könnte den Eindruck bekommen, dass GNTM 2009 die Ideen ausgegangen sind, weil sie alte Shoots von Heidi aufwärmen müssen, um die Kandidatinnen zu beschäftigen.
In dieser Woche wurden nicht einfach Fotos gemacht, sondern ein TV-Spot gedreht. Story: siehe Heidi-Spot. Produkt: Unterwäsche. Utensil: E-Gitarre (siehe auch Heidi-Spot). Um den Mädchen zu zeigen, was sie erwartet, durften sie dann zusammen mit Heidi den besagten Spot schauen und gleich selbst mal üben. Und da wurde gerockt, was das Zeug und die Knie hielten. Letztere waren am Ende zum Teil blutig, doch Katrina nahm ihre mit Humor. “Ein echter Rockstar braucht auch ein paar Schrammen!”
Einen Abend und eine Nacht lang hatten die Mädchen Zeit, sich auf den Dreh vorzubereiten und die nutzten sie sehr unterschiedlich. Die einen lümmelten im Pool, die andern nahmen sich gegenseitig mit Videokameras auf und rockten sich die Seele aus dem Leib. Doch nicht alle Mädchen hatten soviel Zeit. Jessica kam erst recht spät von ihrem Shooting zur C&A-Kampgane zurück. Und sie hatte an diesem Tag schon viel erlebt: Vom Walk of Fame in Hollywood bis zum Muscle Beach in Venice wurde sie fotografiert, gefilmt und musste mit Bodyguards kämpfen. Die Anstrengung lohnte sich aber, denn die Chefeinkäuferin von C&A, Susanna Walz, fand, dass Jessie “genau die richtige Wahl” für die Kampagne war.
Wenigstens mussten die übrig gebliebenen Neun am nächsten Morgen nicht weit bis zum Drehort – denn gedreht wurde in der Villa. Und das mit Regisseur Andreas Kayales, der schon zahlreiche TV-Spots auf dem Kerbholz hat. Er gab eigentlich sehr klare Anweisungen mit einem sehr klaren Storyboard: Vom Regal aufs Sofa springen, rocken, 180 Grad-Drehung, rocken, runter von der Couch, Hemd aus, rocken, auf dem Rücken auf der Couch rocken, Moneyshot-Pose. Jede Kandidatin hatte drei Chancen. Ganz einfach.
Für einige war dies jedoch schon zu schwer. Oder nicht zu schaffen. Larissa war beispielsweise mal wieder leidend, wie immer, wenn etwas herausfordernd ist. Sie war wohl am Tag vorher gestürzt und hatte sich wehgetan. Daher ließ sie als einzige den Sprung aus und bekam wieder ihre Extrawurst. Maria wurde als “kranke Nebelkrähe” bezeichnet, Marie war auch keine überzeugende Rockerin. Sara war wie immer ihre ärgste Kritikerin und Mandy konnte an ihre Erfolgswelle der letzten Woche nicht anknüpfen. Jessica hingegen kam ihrem Motto “Hier bin ich” weiter nach, während Sarina übers Ziel hinaus und vom Sofa herunterschoss. Wackelkandidatin Katrina wirkte einmal mehr gelangweilt, unentspannt und gequält.
Der Dreh zeigte die Charaktere und Facetten der Kandidatinnen sehr gut und ließ die Entscheidung der Jury erahnen. Noch besser, wenn man die Staffel bisher verfolgt hatte. Obwohl es ja auch hier bereits Überraschungen gab: Marie mit ihrem Abwärtstrend, Mandy mit ihrem Aufschwung und jetzt Jessie. Es gibt aber auch Konstanten und die sind in den vergangenen Entscheidungen oft leer ausgegangen und ohne Foto nach Hause gefahren.
Germany’s Next Topmodel 2009: Was bedeutet “abspacken”?
Die “Abwrackprämie” ist in aller Munde, aber wenn es eine “Abspackprämie” gäbe, würde sie Sarina gebühren. Sie schuf das Wort der Woche: abspacken. Ist nun jemand, der abspackt, ein Spacko? Oder was bedeutet “abspacken”? Die Antwort ist relativ simpel: In Sarinas Welt ist es das Wort für “ausflippen” oder “abrocken”.
Doch wie kam es zu dieser Wortschöpfung, die sich dann durch die gesamte Woche zog wie ein roter Faden? Die neun Kandidatinnen von GNTM bekamen jeweils drei Minuten im “Groundlings Theatre” in Los Angeles. Was klingt wie ein Untergrundtheater für Trolle und Hobbits ist eine Starschmiede erster Güte. Schon Colin Farrell und Ben Stiller standen hier auf der Bühne und die berühmten drei Minuten Bühnenzeit sind so gut wie unbezahlbar. Die Neun bekamen die Chance, ihre Zeit mit Dingen zu füllen, die sie für sehenswert halten. Es geht hier um Improvisation und Spiel mit dem Publikum, interaktives Theater ebenso wie klassische Vorführakte oder Tanz.
Soweit, so gut. Jetzt war aber das Problem, dass die Mädchen das nicht als Geschenk bekamen, sondern als Challenge. Ihre Aufgabe war, das Publikum so gut wie eben möglich zu unterhalten, sich ein eigenes Programm auszudenken und dieses in Eigenregie auf die Bretter zu bringen, die die Welt bedeuten. Durch das Programm führen sollte ein Host, das ist in Amerika so. Nicht einfach ein Moderator, betonte Peyman, denn das könne ja jeder, sondern eine Entertainerin. Und dafür erkor er ausgerechnet Ira. Diejenige, die er beim Casting noch aussortieren wollte, weil sie ihn durch die Blume kritisiert hatte.
Im Gegensatz zu Peyman zeigte Ira jedoch Professionalität (wie auch beim Casting schon) und erledigte diesen Job mit links und das super. Das Programm war sogar recht abwechslungsreich. Der Reigen wurde von Jessica eröffnet, die zuerst eine flotte HipHop-Sohle auf Parkett legte und dann einen männlichen Zuschauer mit ihren Bauchtanzkünsten becircte. Zwei komplett verschiedene Stile und ein Kostümwechsel in drei Minuten – Respekt! Maria und Sara tanzten ebenfalls, in sehr verschiedenen, aber heißen Outfits.
Katrina hatte wie immer was zu meckern und zu maulen. Ihre Aufgabe für drei Minuten waren Tierimitationen. Die Zuschauer sollten ihr Tiere zurufen und sie sollte sie verkörpern. Blöd nur, wenn das Englisch nicht ausreicht, um einen “Cheetah” als Geparden zu erkennen. Cool aber, wenn man wie Katrina die Idee hat, den Zurufer auf die Bühne zu holen, damit er zeigt, was ein Cheetah ist!
Und dann kam Sarina und spackte ab. Anders hätte man das, was sie dort auf der Bühne ablieferte, nicht nennen können. Sie begann mit etwas, das wohl Jonglieren sein sollte um dann wie von der Tarantel gestochen über die Bühne zu hopsen, Räder zu schlagen und die Hüften kreisen zu lassen. Ein wenig schlich sich der Eindruck ein, dass sie viel aufgestaute Energie ablassen musste.
Marie spielte ein Mädchen, das ihrem Freund am Telefon gesteht, dass sie ihn auf einer Party nach ein paar Bier zuviel betrogen hat. Als er auflegt, fängt sie an zu singen. Eigentlich ist L. A. ja eher für Filme berühmt und nicht für Musicals, aber Disney verwischt diese Grenzen auch ständig, warum dann nicht auch Marie?
Mandy kam mit ihrem Freund Harry auf die Bühne: Ein Totenschädel mit Hut. Und sie schlug sich mit ihrem Stand-up-Comedy-Act recht wacker. Jedoch nicht so gut wie Larissa. Ausgerechnet Larissa, die einzige, die sich angeblich überhaupt nicht vorbereitet hatte, brachte das Publikum zum “Abspacken”. Die Menge tobte und schlug sich auf die Schenkel. Ob es jetzt ihre Schauspielerei war oder ihr grottenschlechtes Englisch – es reichte für den Sieg der Challenge. Diese Entscheidung traf das Publikum mit seinem Applaus. Als Belohnung durfte sich Larissa eine Lederjacke des Labels “Jared by Knights” aussuchen – dass die Belohnungen so zufällig oft genau den Charakteren der Gewinnerinnen entsprechen…
GNTM 2009: Ist Peyman humorlos?
Die neue Woche startete voll durch. Kaum waren die Erlebnisse der New York FashionWeek einigermaßen verdaut und die neun verbliebenen GNTM-Kandidatinnen zurück in ihrer Villa in L.A., ging es auch schon los. Zu einem Casting. So weit nicht überraschend, schließlich wird ein solcher Tagesablauf ihre Zukunft sein. Doch diesmal ging es nicht einfach um ein schnödes Shooting, sondern um eine Kampagne. Und zwar die Sommerkampagne von C&A.
Aufgabe war: Sommer, Sonne, Sonnenschein und Improvisationsfähigkeit. Letzteres verlangt vor allem Kreativität und den Mut, aus sich herausgehen zu können. Eine Fähigkeit, für die einige Mädchen nicht besonders berühmt sind. Zum Beispiel Katrina oder Marie.
Entgegen den Erwartungen schlug sich Katrina aber nach Meinung der Kundenjury super, auch, wenn ihre schauspielerischen Fähigkeiten eher übersichtlich waren. Jessica begann bei diesem Casting mit ihrem neuen Programm: “Hier bin ich!” Nach Wochen erfolgloser Castings und zum Teil harscher Kritik versuchte sie es mal mit Eigeninitiative und Selbstbewusstsein, statt hinterher immer auf die anderen zu zeigen. Und Jessi war gut, sie war kreativ und sie wirkte sicher. Die Chefeinkäuferin Susanna Walz verriet ihr dann noch, dass die Marke, um die es in der Kampagne gehen würde, “Jessica” heißt. Ob das ein Omen ist?
Mandy sollte Shoppen gehen in ihrer Szene, wirkte aber eher wie eine gelangweilte Hausfrau beim Frustshopping. Und dann kam Ira. Sie sollte, wie einige andere vor ihr schon, spielen, dass sie auf einen Star trifft. Sie wählte Peyman, und zwar den echten Peyman. “Du wirkst im Fernsehen irgendwie sympathischer. Und größer.” Peyman konnte das gar nicht lustig finden und wies Ira zurecht: “Es geht hier um den Kundenwunsch und das gehört bestimmt nicht dazu.” Hätte der Kunde ihr nicht die zweite Chance eingeräumt – Peyman hätte sie ihr wohl nicht gegeben. Er gab die beleidigte Leberwurst und schmollte. Stellt sich die Frage, ob er einfach humorlos ist und nicht über sich selbst lachen kann oder ob er schon länger ein Problem mit Ira hat.
Alle anderen waren nicht wirklich herausragend, weder im positiven noch im negativen Sinne. Außer Marie vielleicht, die in den vergangenen Wochen nach dem sicher geglaubten Monopol für Jobs jeder Art nun auf einmal ins Mittelmaß zurückfällt. “Du bist ein sehr hübsches Mädchen und das weißt du auch”, sagte Susanna Walz zu ihr. Und dass Marie zwar immer lächeln würde, aber eben auch, wenn ihr Dinge gesagt werden, die nicht gut sind. Der Name “Jessica” erwies sich übrigens in der Tat als gutes Omen und Jessicas neuer Weg scheint ein guter zu sein. Zumindest bekam sie dank ihrer Leistung ihren ersten Job. Glückwunsch, Jessie, weiter so!