Was Hang Lose und Good Charlotte miteinander zu tun haben
Nach dem aufregenden Tag der Challenge gab es für die sieben übrig gebliebenen Kandidatinnen von Germany’s Next Topmodel einen ungewöhnlichen Punkt auf der Tagesordnung: Nichtstun. In der Gruppe am Strand versammelt durften sie gemeinsam mit Peyman und Rolf den Sonnenuntergang genießen und einfachmal abhängen. “Hang lose” nennt das der Hawaiianer.
Doch bevor sie die Sonne genießen konnten, trieb Sarina alle in den Wahnsinn. “Das Kleid oder das?”, “Macht mich das dick?”, “Dieses Shirt oder dieses?”, “Damit seh ich fett aus!” und mehr davon mussten sich die Mädchen anhören. Marie sagte der Kamera, dass Sarina immer so sei. Sie wird einmal eine der Frauen werden, die vor einem überquellenden Kleiderschrank stehen und sagen: “Ich hab nichts anzuziehen!”.
Die kleine Verschnaufpause am Strand war auch dringend notwendig, auch wenn die Mädchen noch nicht ahnten, was auf sie zukommen würde. Direkt bei ihrer Rückkehr in die Modelvilla hörten sie Musik spielen und folgten den Geräuschen. Was sie sahen, war kaum zu glauben: Da saßen Benji und Joel von der Rockband Good Charlotte und sangen! Doch die Jungs waren nicht zu ihrem Vergnügen da, sie sollten den Mädchen ein Rockstar-Training verpassen. Denn im nächsten Shooting ging es genau darum: Be A Rockstar!
Damit keine der Kandidatinnen auf den Bildern aussieht wie gewollt und nicht gekonnt und vielleicht sogar die Gitarre noch falsch herum hält, durften sie sich an den Instrumenten austoben. Hierbei zeigte Sarina wieder einmal ihre Qualitäten beim “Abspacken”. An den Drums drehte sie so richtig auf und hatte sichtlich Spaß. Doch es gab auch andere Bilder. Sara, Marie und Ira sagten alle, dass sie keine Rockgöhren seien und das auch nicht sein könnten. So sah es dann auch aus. Ira wirkte an den Drums wie bestellt und nicht abgeholt, Marie entschied sich ausgerechnet für das langweiligste Instrument, die Akustikgitarre, und Sara gab die Sängerin, die Angst vor der eigenen Courage hat.
Der Kommentar von Good Charlotte? “Da muss über Nacht noch einiges passieren, sonst wird das nichts.”
GNTM-Challenge auf Hawaii: Wer ist hier eine starke Frau?
Sieben ist die Zahl der Märchen: die sieben Zwerge, die sieben Geißlein, die sieben Raben. Auch in der Bibel spielt die Sieben eine Rolle: die sieben Plagen beispielsweise oder die sieben Weltwunder. Und Germany’s Next Topmodel stand in dieser Woche auch unter dem Zeichen der Sieben. Sieben Kandidatinnen sind noch übrig. Und eine muss am Ende gehen.
Zu den Aufgaben, die die Jury-Entscheidung beeinflussen, gehören auch immer die Challenges. Auf Hawaii ließ man die Mädchen in der Natur frei und gab ihnen eine Kamera mit. Da Mandy bei ihrem Werbedreh für MEXX war, ging die Gruppenzahl auf. In Zweiergruppen sollten sie sich als starke Frauen erweisen und dabei gegenseitig fotografieren. Stark, nicht sexy oder tarzanlike. Während Maria und Sara am Strand blieben und nach einigen Tipps von Rolf und Peyman mehr aus sich herausholen konnten als nur Räkeln im Wasser, gingen Sarina und Marie in den Wald. Tief. Sehr tief. Um sie herum nur Urwald und üppiges Grün. Dort verwilderten sie zusehends, rissen sich die Strumpfhosen kaputt und malten sich Striche ins Gesicht. Sarina sprang mit Urschrei von einem umgekippten Baum und Marie…nun Marie versuchte zumindest, wild auszusehen. Das Problem war nur, dass es nicht um wilde Frauen, sondern um starke Frauen ging. Thema verfehlt, setzen, Sechs.
Das Thema nicht ganz verfehlt hatten als Einzige Jessica und Ira. Sie posierten an einer Felskante, an der auch immer wieder wegen des starken Windes Wellen brachen und die beiden mit Wasser bespritzten. Das fand wiederum die Kamera irgendwann nicht mehr so lustig und spielte nicht mehr mit. Glücklicherweise waren wenigstens die Fotos auf der Speicherkarte nicht verloren und so konnten Ira und Jessi die Challenge als Team für sich entscheiden. Ihr Gewinn war ein Trip aufs Meer, bei dem sie erst Buckelwale aus der Nähe sahen und dann mit wilden Delphinen schwimmen konnten. Ira fand es zu Recht “atemberaubend” und zog am Ende des Tages das Fazit: “Ich hab sogar einen Delphin scheißen sehen, da fühlt man sich wirklich mittendrin.” Wer wollte dem etwas hinzufügen?
GNTM-Kandidatinnen in Hawaii: Casting statt Hula Hula
Es hätte so schön sein können: Sieben Mädchen fahren an den Strand von Hawaii und machen sich ein paar schöne Tage. Aber denkste. Kaum angekommen und noch nicht einmal ausgepackt hieß es: wieder einpacken und ab zum Casting. Der Kunde war niemand geringeres als Mexx, der für seine neuen Düfte “very nice” und “very wild” eine umfassende Kampagne machen will. Und für diese Kampagne suchten sie ein Gesicht, das aus den Reihen der GNTM-Kandidatinnen stammen sollte. Eine gute Chance für die, die bisher noch keinen oder nur selten einen Job ergattern konnten.
Eine von denen, die noch nicht viele Jobs bekommen hat ist Sara. Und ausgerechnet sie vergaß in der Eile ihr Modelbuch. Erinnert ihr euch an den Beginn der Staffel? Da war so etwas schon einmal passiert. Und diejenige bekam ein dickes Donnerwetter zu hören. Sara brauchte kein Donnerwetter. Sie hätte gute Chancen auf den Job gehabt – wenn sie ihr Modelbuch dabei gehabt hätte. So aber ging sie leer aus. Direkt nach der ersten Runde waren schon Maria und Ira raus – wahrscheinlich, weil Maria mit ihrem Typ sehr festgelegt wirkt und Ira sehr erwachsen. Der Kunde suchte aber einen wandelbaren und jugendlichen Typ.
Charmant und provokant – diese beiden Seiten einer Frau mussten die übrigen Fünf zeigen. Danach blieben noch Zwei: Jessica und Mandy. Erstaunlich eigentlich, denn gerade Jessica hatte einige Probleme, einen Unterschied zwischen dem nicen und dem wilden Lächeln klar zu machen. Und sie stand sich einmal mehr selbst im Weg. Dass sie den Job nicht bekommen hat, sondern Mandy das Gesicht von XX by MEXX wird, hat sie sich selbst zuzuschreiben.
Nicht ganz umsonst beschloss Peyman den Tag mit den Worten: “Die Anzahl der Jobs ist ein Zeugnis.”