Die Entscheidung: “Das sah aus wie Skateboardfahren…”
Diese Woche war hart, sowohl körperlich als auch seelisch. Die acht verbliebenen Kandidatinnen mussten sich als Stilikonen präsentieren, Marie war Barbie, Maria mal eben in London und alle zusammen kehrten ihr Innerstes nach außen. Und dann auch noch das: In der Entscheidung saß ein weiteres Topmodel der Jury zur Seite. Karolina Kurkova, die neben Heidi Klum eines der Victoria’s Secret Girls ist und schon längst den Status hat, den die GNTM-Kandidatinnen noch erreichen wollen. Doch Karolina kennt wie jedes “echte” Model auch die Schattenseiten des Modellebens. Es läuft nämlich nicht immer alles so glatt und problemlos, wie es den Anschein hat. Da sind schon Models durch den Catwalk gebrochen, aus ihren Schuhen gestürzt, die Kleider haben sich verselbstständigt und mehr freigegeben als geplant war und viele andere lustige Pannen mehr. Mit einer solchen mussten die Mädchen beim Livewalk fertigwerden und mit nur einem Schuh über den Catwalk laufen.
Mandy stellte sich als Erste dieser Aufgabe und meisterte sie bravorös. Mit einem knöchellangen Traum in Blasslila schwebte sie über den Laufsteg, als würde sie immer mit nur einem Schuh laufen. Das wurde von der Jury honoriert und von Karolina gelobt. Mandy gab dann etwas verschämt zu, dass sie das zuhause geübt hätte, weil sie Karolinas Missgeschick bei der Victoria’s Secret Schau gesehen hatte. Der einzige echte Kritikpunkt in dieser Woche waren Mandys Haare, die sahen etwas plattgedrückt aus, ansonsten hat sie ein tolles Foto im Brigitte Bardot Style, das sie in ihrem Modelbook nun präsentieren kann. Bis dorthin musste sie allerdings zittern, denn Heidi teilte ihr mit, dass die Jury eine Entscheidung getroffen hätte und sie, Heidi, leider kein Foto für Mandy hätte. Bleich, aber gefasst begann sie daraufhin ihren Abschied, nur um dann zu hören, dass Peyman aber ein Foto für sie hat. Gemein!
Dann kam Sarina. Peyman sagte nach ihrem Lauf das, was viele vorher gedacht haben werden: “Ich hatte mich schon auf den einbeinigen Piraten eingestellt.” Denn die Kleine der Gruppe schaffte es mal wieder, alle zu überraschen. Mit nur einem Schuh konnte sie plötzlich viel besser laufen als vorher mit zweien und auch wenn ihre Marilyn-Fotos etwas angestrengt aussehen, sind sie doch für eine 16-Jährige sehr sinnlich. Außerdem war Sarina in dieser Woche viel ruhiger und konzentrierter, wirkte insgesamt gelassener, offenbar hat sie sich die Worte der Jury wirklich zu Herzen genommen. Und darum darf sie ihr Foto mit nach Hause nehmen.
Jessica wusste, dass dies nicht nur nicht ihr Tag, sondern insgesamt nicht ihre Woche gewesen war. Nach ihrem Walk sagte Karolina, die sie dort zum ersten Mal überhaupt gesehen hat, dass man Jessi ansehen würde, dass sie sich nicht wohl fühlt und nur will, dass das vorbei ist. Wobei offen blieb, ob sie damit die Entscheidung oder das Projekt meint. Insgesamt macht Jessica tatsächlich den Eindruck, als hätte sie sich aufgegeben. Doch die Jury hat es nicht und so wird sie wohl auch in der nächsten Woche noch einmal ran müssen. Über diese Entscheidung konnte sich Jessica allerdings nicht so richtig freuen.
Maria kam mit einem wunderschönen blauen Kleid, das super zu ihren roten Haaren passte. Nur ihr Livewalk wirkte ein wenig, als hätte sie Zappelwasser getrunken oder schlimmeres. Es fiel ihr auch selbst auf und im Nachhinein konnte sie es nicht erklären. Heidi bestätigte ihr, dass sie im Shooting als Stilikone super war, dass sie aber lernen muss, die Angst davor zu verlieren, sich selbst anzufassen. Aber sowohl Rankin als auch Kristian Schuller als auch die Jury waren zufrieden mit ihr und so ist sie eine Runde weiter auf dem Weg zum Finale.
Maries Lobsträhne scheint endgültig abgerissen zu sein. Obwohl sie den Barbie-Job bekommen und auch sehr professionell erledigt hatte, wurde sie wieder kritisiert. Ein Topmodel wird man nicht, wenn man aalglatt und ohne Fehler ist, wenn man alles perfekt macht. Ein Topmodel bleibt im Gedächtnis, weil es Ecken und Kanten hat, an die man sich erinnern kann. Die Kunden haben schon öfter gesagt, Marie sei austauschbar. Das muss sie nun ändern, wenn sie wirklich gewinnen will. Aber ein Foto bekam sie natürlich trotzdem.
Ira war in dieser Woche ein wenig auf Sparflamme und das wusste sie auch. Im Shooting sei, so Heidi, ein winziger Funken übergesprungen, aber für den Sieg braucht es einen Großbrand. Diesen sollte sie in der nächsten Woche entfachen, denn sonst wird die Luft, die Ira nach oben bis zum Optimum noch hat, sehr dünn.
Sara fiel in dieser Woche eigentlich nur positiv auf. Erst kam sie in die engere Wahl fürs Barbie-Shooting, dann machte sie sich bei der Challenge super, das Foto als Betty Page war einfach nur der Hammer (O-Ton Jury). Bei der Entscheidung jedoch ließ Heidi sie zappeln. In der vergangenen Woche hätte sie grundlos geweint, aber diese Woche gebe es Grund für Tränen, sagte sie. Und da glitzerte es auch schon in Saras Augen. “Freudentränen!”
Die Letzte beim Walk und Erste bei der Entscheidung war Larissa. Sie trug ein wunderschönes schwarzes Abendkleid, das ihr auch super stand, in dem sie sich aber sichtlich unwohl fühlte. Ihr Walk war eine reine Katastrophe, denn Larissa versuchte, nun besonders weiblich zu laufen und schoss dabei weit über das Ziel hinaus. “Das sah aus wie Skateboardfahren”, war Peymans Kommentar dazu. Auch beim Shooting hatte sich Larissa wieder schwierig angestellt und zusammengenommen mit all ihren Wehwehchen und Diventrips, den Zickereien und Extrawürsten der letzten Wochen war an dieser Stelle Schluss für sie. Austria’s next Topmodel wird nicht Germany’s next Topmodel. Aber Larissa wäre nicht Larissa, wenn sie nicht noch am Schluss einen draufsetzen würde: “Davon will ich aber eine Kopie!” Heidi: “Von dem Foto? Larissa, es gibt kein Foto heißt, es gibt kein Foto!”
Wieder draußen bei den anderen Mädchen machte sie bewusst auf cool, ließ sich nichts anmerken, aber mit der Bemerkung: “Jetzt sagt wenigstens, dass ihr mich vermissen werdet!” zerstörte sie diesen Eindruck ganz schnell wieder. Und mal ehrlich: Wer wird sie wirklich vermissen?
Nächste Woche geht es für die sieben Geißlein nach Hawaii. Mal sehen, was sie dort erwartet. Und wer bis dahin nicht genug von Heidi bekommen kann, sollte am Samstag um 14.35 Uhr Pro7 einschalten. Dann tritt sie in einer Gastrolle in der Kultcomedy “How I Met Your Mother” auf.
Die Stunde der Wahrheit
Was machen acht Mädchen abends, wenn sie eine ganze Villa für sich haben? Man könnte denken, sie lümmeln rum, schlürfen Prosecco und spielen mit den leeren Flaschen Flaschendrehen. Ganz so weit weg davon war die Idee von Jury-Mitglied Rolf nicht. Er wollte, dass die GNTM-Kandidatinnen sich ihrem Ich stellen und sich selbst vor einen Spiegel. Dafür sollten sie Fragen formulieren und sie auch selbst ehrlich beantworten. Ein Beispiel für eine solche Frage war: “Warum bin ich hier?”
Als Rolf die Aufgabe stellte, ahnte er wahrscheinlich nicht, welches Tränenmeer er damit auslösen würde. Den Anfang machte Maria. Sie beantwortete sich die Frage damit, dass sie sich selbst beweisen wolle, dass sie auch etwas kann. Dass sie nicht nur “die Tochter von” ist, sondern Maria. Dass sie stolz darauf ist, etwas besser zu können als andere.
Iras Beweggründe, zu GNTM zu gehen, waren offenbar ganz ähnliche. Auch sie fühlte sich vorher ein wenig wie das sprichwörtliche fünfte Rad am Wagen.
Auch Sara will besser sein und sicherer werden. “Wenn mir jemand sagt, dass ich nicht gut bin, dann glaub ich das.”
Marie gab einen Einblick in ihr Seelenleben und zumindest ansatzweise eine Antwort auf die Frage “Warum bin ich so unemotional?”. Sie verbrachte ihr Leben zu einem großen Teil damit, es allen Recht machen zu wollen und wurde dann bitter enttäuscht. Der Eindruck, den sie bei GNTM hinterlässt, ist der, dass sie es nun “nur” noch Menschen Recht machen will, die sie nach vorn bringen können. Warum auch nicht? Angela Merkel ist so Kanzlerin geworden.
Mandy stellte sich die Frage, warum sie nicht 100 Prozent geben kann, obwohl sie es möchte und beantwortete diese Frage sehr reflektiert. Man konnte ihr anmerken, dass sie schon oft darüber nachgedacht hat. Aber genau diese Gedankengänge sind es dann wieder, die eben die 100 Prozent verhindern. Sie steht sich selbst im Weg, weiß es und steht sich darum selbst wieder im Weg. Wenn sie es bis ins Finale bringen will, muss sie diesen Teufelskreis durchbrechen.
Larissa sagte nichts, was man nicht auch schon früher von ihr gehört hätte. Sie komme sehr hart rüber, könne aber auch ganz anders sein. Tief in ihrem Inneren sei sie ja lieb und nett, aber sie wurde schon zu oft enttäuscht und musste immer kämpfen. Stellt sich dem aufmerksamen Beobachter die Frage, ob sie nicht vielleicht allein dieser Meinung ist und sich so benimmt, weil sie denkt, dass sie so sein muss.
Rolf fand die Runde sehr aufschlussreich, auch wenn sie in Gruppentränentrocknen endete. Und Maria sagte, dass sie sich nun besser und auch besser verstanden fühlt. Bleibt zu hoffen, dass es hilft.
“Kinn runter!” – Stil hat man oder eben nicht
Mit den Barbiefotos hatte es ja nur für Marie geklappt, doch auch die anderen der acht Kandidatinnen sollten die Möglichkeit haben, glamouröse Fotos von sich zu bekommen. Darum war die Idee der Jury, die Acht zu Stilikonen zu machen. Jeweils zwei Mädchen traten an als Marilyn Monroe, Betty Page, Brigitte Bardot oder Sophia Loren. Alles sehr verschiedene Frauentypen, alle sehr sexy und auf ihre Weise unverwechselbar.
Das Shooting für die Marilyn-Bilder fand auf dem Dach eines Hochhauses statt. Mittels einer Windmaschine wurde der Rock des weißen Kleides in die Höhe geblasen und, man ahnt es schon, so das berühmteste Bild der Monroe nachgestellt. Die Szene auf dem U-Bahn-Schacht in New York aus dem Film “Das verflixte 7. Jahr”. Nun könnte man denken, dass das nicht so schwer sein kann. Wind kommt, Rock hoch, Hände in den Schritt und überrascht gucken. Doch Sarina hatte ganz große Koordinationsprobleme. Kristian Schuller, der Fotograf, der auch schon in vorangegangenen Staffeln Fotoshoots für GNTM gemacht hat, brüllte immer wieder “Kinn runter!” Höhepunkt des Shootings mit Sarina war übrigens: “Dein Schritt ist nicht beim Knie, sonder hier oben!” Ach Sarina…
Jessica wirkte als Marilyn aber auch nicht sehr entspannt. Im Gegenteil. Sie empfand den Mann an der Windmaschine, der unter ihr saß und bei jedem Windstoß freie Sicht auf ihre Wäsche hatte, als Zumutung. Heidis Kommentar: “Dann hat er ihr eben untern Rocke geguckt. Na und?” Und schließlich musste er ja irgendwo sitzen. Schade, dass die Fotos darunter gelitten haben.
Marie und Sara durften Betty Page, ein berühmtes Pin-Up-Girl der 50er Jahre, darstellen. Marie konnte mit dem Konstrukt Betty Page nichts anfangen, dafür aber mit Dita von Teese, die ja einen ähnlichen Stil hat. Fand zumindest Marie. Heidi musste ihr dann noch kurz die “Angst vorm eigenen Busen” nehmen und dann konnte es losgehen. Betty Page sah auch immer sehr künstlich aus, insofern hat Marie sie gut getroffen.
Sara hingegen hauchte der Kunstfigur Betty Page Leben und vor allem Sexappeal ein. Kristian Schuller und Heidi waren sich einig: “Besser als das Original.”
Eine der aufregendsten Frauen der Welt, Brigitte Bardot, sollten Mandy und Larissa geben. Ausgerechnet Larissa, für die Weiblichkeit ein Fremdwort ist und die sich in Jeans und Lederjacke immer wohler fühlen wird als im Abendkleid. Dementsprechend bereitete ihr das Posen auf der Couch auch arge Schwierigkeiten. Und auch, wenn sie sich selbst darüber ärgerte, musste sie wohl langsam erkennen, dass es nicht ausreicht, jede Woche Lippenbekenntnisse abzugeben, was man alles sein kann und dann die Beweise schuldig zu bleiben.
Mandy hingegen räkelte sich leicht und sexy auf der Couch, sie wirkte sicher und schien sich wohl zu fühlen. Sie zeigte alles, was Larissa vermissen ließ. Kristian fasste den Shoot passend zusammen: “Well done, Sweetheart!”
Zu guter Letzt posierten Maria und Ira als Sophia Loren, die auch heute noch, mit über 70 Jahren eine Sexbombe ist und eine Weiblichkeit und Sinnlichkeit ausstrahlt, wie es manche Frauen mit 20 Jahren nicht mal ansatzweise können. Diese Stilikone zu verkörpern ist eine große Ehre, jedoch auch eine große Aufgabe. Heidi stellte das Offensichtliche fest: Geschminkt und mit den passenden Kleidern sah Ira der jungen Loren zum Verwechseln ähnlich. Auch Maria gestand neidlos ein, dass Ira vom Typ her eher Sophia ist als sie selbst.
Doch Maria schlug sich auch nicht so schlecht. Während Ira etwas abwesend gewirkt hatte, war Maria wie immer unglaublich präsent und setzte auf die Wirkung ihrer Augen.
Jessica hatte vor ihrem Shoot gesagt, dass man Marilyn nicht imitieren könne. Kann man Stilikonen überhaupt imitieren? Die Entscheidung wird es zeigen.
Einmal Barbie sein: Der Traum aller Mädchen
Welches Mädchen träumt nicht davon, einmal wie ihr Idol auszusehen? Für viele Mädchen ist ein solches Idol Barbie. Und darum stand die gesamte Woche in Los Angeles unter dem Motto “Idole und Stilikonen”. Ob man Barbie nun unbedingt als Stilikone bezeichnen mag, sei jedem selbst überlassen, aber immerhin bevölkert sie seit 50 Jahren unzählige Kinderzimmer weltweit und steht auch heute noch auf allen Wunschzetteln. Barbie ist einfach Kult. Und weil das so ist, ließ es sich Philipp Plein nicht nehmen, anlässlich des 50. Geburtstages eigens ein Kleid für sie zu kreieren.
Genau dieses Kleid sollte eines der acht übrig gebliebenen Mädchen bei Germany’s Next Topmodel tragen dürfen. Aber nicht einfach so. Sie sollte in diesem Dress fünf verschiedene Ausgaben der Vogue zieren. Hier trifft definitiv Kult auf Kult.
Doch vor jedem Foto steht immer ein Casting, bei dem es gilt, den Kunden von sich zu überzeugen. Und so stellten sich die Mädchen wieder einmal vor und zeigten brav ihre Bücher, zählten ihre Vorzüge auf. Inzwischen sollte hier eigentlich etwas Routine zu erwarten sein, doch manche der GNTM-Kandidatinnen stehen sich offenbar immer wieder selbst im Weg. Drei der Mädchen sollten in die Vorrunde kommen, um Testshoots im Bikini zu machen. Diese waren Marie, Sara und Mandy. Weil Larissa mit ihrer rockigen Masche punkten konnte, rückte sie nach.
Gewonnen hat: Marie. Mal wieder. Saras Kommentar dazu: “Als Freundin freut es mich natürlich total für sie, aber als Model und Konkurrentin ärgert es mich schon.”
Das Shooting meisterte Marie gewohnt professionell. Es ist fast schon beängstigend, wie wenig man ihr ansehen kann, ob sie etwas mag oder nicht, denn ihr Lächeln ist wie eingebrannt. Zwar fand sie das Kleid bezaubernd und die teuren Diamanten toll und lächelte brav obwohl ihr von der schwierigen Pose schon die Beine eingeschlafen waren, aber ihre Worte sind ebenso emotionslos wie ihr Lächeln. Ob das ein Hindernis auf dem Weg zum Sieg sein könnte?
Es ist offiziell: Ein schönes Gesicht reicht nicht für ein Topmodel
Bar Rafaeli, ein Name “wie Musik in meinen Ohren. Und Augen.” Sagte Peyman. Er scheint ein echter Fan der Freundin von Leonardo di Caprio zu sein. Das iraelische Topmodel war aber nicht wegen Peyman gekommen, sondern um die Jury bei ihrer Entscheidung zu unterstützen und den Kandidatinnen vorher ein paar Tipps zu geben, wie sie sich auf dem Laufsteg besser präsentieren können. Sie hatte nicht bei vielen etwas auszusetzen, konnte aber der einen oder anderen noch einen Rat auf den Weg geben. Sarina hätte ihr besser zugehört und nicht ständig an Leo gedacht, den Bar ihrer Meinung nach hätte mitbringen sollen.
Für den Livewalk standen Outfits bereit, die man am besten mit “schön bunt” beschreiben kann. Luftige Babydolls und Sommerkleidchen in knalligen Farben. Nur Ira hatte sich für ein knielanges Etuikleid in schwarz, weiß und grau entschieden.
Die Erste, die sich der Kritik stellen musste, war Maria. Sie bekam eine gute Ladung Lob ab. Sie könne gut zuhören und sei sehr professionell. Und jetzt könne sie gehen. Sie bräuchte sie Entscheidung nicht mehr abzuwarten. Maria war sichtlich geschockt, akzeptierte aber die Entscheidung und wollte sich gerade bei allen bedanken, als Heidi sie fragte: “Erinnerst du dich an Rankin? Und daran, was er gesagt hat?” Nach dem Shooting mit dem Starfotografen hatte dieser nämlich geäußert, dass er Maria buchen würde. Und genau das hatte er nun getan. Die Eile der Jury, Maria los zu werden, hatte ihre Ursache darin, dass Maria ihren Flieger nach London bekommen musste.
Jessica musste zum ersten Mal seit Wochen nicht wirklich um ihr Weiterkommen bangen. Sie hatte ihren ersten Job ergattert, war bei der Challenge die Erste, die auftrat und folgerichtig die Erste, die mit einem Foto den Raum verließ.
Mandy konnte zwar ihren New Yorker Erfolg nicht wiederholen, bekam aber dennoch von Peyman ein “BINGO” und von Heidi ein Foto.
Marie hörte nun bereits zum dritten Mal in Folge harte Kritik. Sie ist zu nett, zu brav, das Mädchen von nebenan. Trotzdem bekam sie ihr Foto und ihre DVD mit dem Spot.
Sara ist zwar auf dem Laufsteg eine der Besten, bei Kundenkontakt steht sie sich aber mit ihrem Perfektionismus häufig selbst im Weg. Daher traut sie sich oft nicht, aus sich heraus zu kommen und wirkt immer süß und nett und lieb. In den folgenden Wochen wird sie auch andere Facetten zeigen müssen, wenn sie eine Chance auf die Top 3 haben will.
Ira zeigte zwar beim Dreh nicht die “geschmeidigsten” Bewegungen, wie Heidi sagte, dafür versuchte sie dort aber auch nicht, beim Rocken immer noch an ihr Gesicht zu denken. So wirkte sie viel natürlicher und unverkrampfter als viele andere, bemerkte Bar Rafaeli. Die Jury war sich einig: Ira hat noch viel Luft nach oben – und das will sie sehen!
Was soll man über Larissa sagen in dieser Woche? Nachdem sie in der vergangenen Woche erstaunlich ruhig war, trat sie diese Woche zurück ins Rampenlicht. Hatte ihr die Challenge noch zugesagt, tat es der Dreh offenbar nicht mehr und sie war wieder leidend. Wie schon beim Cheerleading und beim Poledancing. Trotzdem wirkt sie bei den Livewalks immer sehr selbstsicher, aber selbst Bar, die sie zum ersten Mal erlebte, fiel auf, dass Larissa übertrieben wirkt. Auch der Vorwurf, dass sie sehr maskulin wirkt, ist nicht neu und kam in dieser Entscheidung nicht zum ersten Mal. Sie bekam ihr Foto trotzdem. Und wie es Larissas Art ist, plapperte sie wieder brav nach, was die jury ihr ans Herz gelegt hatte und behauptete sogar, dass in ihr eine Diva stecken würde. Wir werden sehen.
Katrina hatte schon beim Dreh den Eindruck gemacht, als wäre sie lieber woanders und das bemerkte auch Bar Rafaeli. Nach dem Livewalk stand sie mit verschränkten Armen vor der Jury und sah verloren und traurig aus. Und dementsprechend fiel auch die Kritik aus: Sie sei energielos, negativ, unbeholfen, ohne Anmut und lächelt nie. Peyman brachte es auf den Punkt: “Wir haben immer weniger das Gefühl, dass du es schaffen kannst.” Und der Zuschauer dürfte inzwischen immer mehr das Gefühl haben, dass Katrina es gar nicht schaffen will. Jedes Shooting ist zu hart, zu kalt, zu anstrengend. Irgendwas tut immer weh.
Sarina hätte wie gesagt Bar besser zuhören und zuschauen sollen, statt von Leonardo di Caprio zu träumen. Denn bei ihrem Livewalk zeigten sich wieder die gleichen alten Fehler wie schon am Anfang der Staffel. Es ist aber auch nicht so einfach, sich gleichzeitig auf den rechten und den linken Fuß zu konzentrieren und dann noch auf die Bewegung, die koordiniert werden muss. So lief sie wieder wie eine Bäuerin im feinen Stoff, die eben noch die Resi gemolken hat, über den Laufsteg. Zwar hänge sie sich immer bis 150 Prozent in die Aufgabe, aber sie höre nie genau zu. Klingt gemein? Frage Heidi: “Welches Produkt sollte mit dem Spot verkauft werden?” Sarina: “Die Gitarre?” Zur Erinnerung: es ging um die Unterwäsche.
Katrina und Sarina mussten gemeinsam zur Entscheidung antreten und es war von vornherein klar, dass mindestens eine von ihnen gehen würde müssen. Sie haben mehr gemeinsam, als ihnen lieb sein sollte: die fehlende positive Energie, die fehlende Zielstrebigkeit und die fehlenden Jobs, um nur einiges zu nennen. Doch die Jury war auch der Meinung, dass es Katrina darüber hinaus an Talent fehlt. Und das ist ein Ausschlusskriterium. Darum ist Katrinas Traum von der Karriere an dieser Stelle vorbei. Sie nahm es gefasst auf. Zwar kullerten ein paar Tränen, doch das war wohl mehr Erleichterung. Jedenfalls spielte sie erst einmal ein wenig abwesend mit ihren Haaren.
Und wieder geht die Woche mit einer verständlichen und einigen unverständlichen Entscheidungen zu Ende. Für Katrina ist es sicher die beste Entscheidung, nach Hause geschickt zu werden, sie wirkte nicht sehr glücklich, hing aber drin und kam nicht mehr aus der Sache raus. Aber auch Sarina scheint nicht mehr ganz so fröhlich und unbefangen wie am Anfang. Und Larissa? Wie gesagt, wir werden sehen.
Rock it like Heidi!
Erinnert ihr euch noch an den Werbespot, den Heidi Klum vor einiger Zeit für ein Musik-Konsolen-Spiel gedreht hat? Und erinnert ihr euch noch an das Regenshooting, das die Mädchen vor einigen Wochen machen mussten, weil Heidi das auch schon mal gemacht hat? Man könnte den Eindruck bekommen, dass GNTM 2009 die Ideen ausgegangen sind, weil sie alte Shoots von Heidi aufwärmen müssen, um die Kandidatinnen zu beschäftigen.
In dieser Woche wurden nicht einfach Fotos gemacht, sondern ein TV-Spot gedreht. Story: siehe Heidi-Spot. Produkt: Unterwäsche. Utensil: E-Gitarre (siehe auch Heidi-Spot). Um den Mädchen zu zeigen, was sie erwartet, durften sie dann zusammen mit Heidi den besagten Spot schauen und gleich selbst mal üben. Und da wurde gerockt, was das Zeug und die Knie hielten. Letztere waren am Ende zum Teil blutig, doch Katrina nahm ihre mit Humor. “Ein echter Rockstar braucht auch ein paar Schrammen!”
Einen Abend und eine Nacht lang hatten die Mädchen Zeit, sich auf den Dreh vorzubereiten und die nutzten sie sehr unterschiedlich. Die einen lümmelten im Pool, die andern nahmen sich gegenseitig mit Videokameras auf und rockten sich die Seele aus dem Leib. Doch nicht alle Mädchen hatten soviel Zeit. Jessica kam erst recht spät von ihrem Shooting zur C&A-Kampgane zurück. Und sie hatte an diesem Tag schon viel erlebt: Vom Walk of Fame in Hollywood bis zum Muscle Beach in Venice wurde sie fotografiert, gefilmt und musste mit Bodyguards kämpfen. Die Anstrengung lohnte sich aber, denn die Chefeinkäuferin von C&A, Susanna Walz, fand, dass Jessie “genau die richtige Wahl” für die Kampagne war.
Wenigstens mussten die übrig gebliebenen Neun am nächsten Morgen nicht weit bis zum Drehort – denn gedreht wurde in der Villa. Und das mit Regisseur Andreas Kayales, der schon zahlreiche TV-Spots auf dem Kerbholz hat. Er gab eigentlich sehr klare Anweisungen mit einem sehr klaren Storyboard: Vom Regal aufs Sofa springen, rocken, 180 Grad-Drehung, rocken, runter von der Couch, Hemd aus, rocken, auf dem Rücken auf der Couch rocken, Moneyshot-Pose. Jede Kandidatin hatte drei Chancen. Ganz einfach.
Für einige war dies jedoch schon zu schwer. Oder nicht zu schaffen. Larissa war beispielsweise mal wieder leidend, wie immer, wenn etwas herausfordernd ist. Sie war wohl am Tag vorher gestürzt und hatte sich wehgetan. Daher ließ sie als einzige den Sprung aus und bekam wieder ihre Extrawurst. Maria wurde als “kranke Nebelkrähe” bezeichnet, Marie war auch keine überzeugende Rockerin. Sara war wie immer ihre ärgste Kritikerin und Mandy konnte an ihre Erfolgswelle der letzten Woche nicht anknüpfen. Jessica hingegen kam ihrem Motto “Hier bin ich” weiter nach, während Sarina übers Ziel hinaus und vom Sofa herunterschoss. Wackelkandidatin Katrina wirkte einmal mehr gelangweilt, unentspannt und gequält.
Der Dreh zeigte die Charaktere und Facetten der Kandidatinnen sehr gut und ließ die Entscheidung der Jury erahnen. Noch besser, wenn man die Staffel bisher verfolgt hatte. Obwohl es ja auch hier bereits Überraschungen gab: Marie mit ihrem Abwärtstrend, Mandy mit ihrem Aufschwung und jetzt Jessie. Es gibt aber auch Konstanten und die sind in den vergangenen Entscheidungen oft leer ausgegangen und ohne Foto nach Hause gefahren.
Germany’s Next Topmodel 2009: Was bedeutet “abspacken”?
Die “Abwrackprämie” ist in aller Munde, aber wenn es eine “Abspackprämie” gäbe, würde sie Sarina gebühren. Sie schuf das Wort der Woche: abspacken. Ist nun jemand, der abspackt, ein Spacko? Oder was bedeutet “abspacken”? Die Antwort ist relativ simpel: In Sarinas Welt ist es das Wort für “ausflippen” oder “abrocken”.
Doch wie kam es zu dieser Wortschöpfung, die sich dann durch die gesamte Woche zog wie ein roter Faden? Die neun Kandidatinnen von GNTM bekamen jeweils drei Minuten im “Groundlings Theatre” in Los Angeles. Was klingt wie ein Untergrundtheater für Trolle und Hobbits ist eine Starschmiede erster Güte. Schon Colin Farrell und Ben Stiller standen hier auf der Bühne und die berühmten drei Minuten Bühnenzeit sind so gut wie unbezahlbar. Die Neun bekamen die Chance, ihre Zeit mit Dingen zu füllen, die sie für sehenswert halten. Es geht hier um Improvisation und Spiel mit dem Publikum, interaktives Theater ebenso wie klassische Vorführakte oder Tanz.
Soweit, so gut. Jetzt war aber das Problem, dass die Mädchen das nicht als Geschenk bekamen, sondern als Challenge. Ihre Aufgabe war, das Publikum so gut wie eben möglich zu unterhalten, sich ein eigenes Programm auszudenken und dieses in Eigenregie auf die Bretter zu bringen, die die Welt bedeuten. Durch das Programm führen sollte ein Host, das ist in Amerika so. Nicht einfach ein Moderator, betonte Peyman, denn das könne ja jeder, sondern eine Entertainerin. Und dafür erkor er ausgerechnet Ira. Diejenige, die er beim Casting noch aussortieren wollte, weil sie ihn durch die Blume kritisiert hatte.
Im Gegensatz zu Peyman zeigte Ira jedoch Professionalität (wie auch beim Casting schon) und erledigte diesen Job mit links und das super. Das Programm war sogar recht abwechslungsreich. Der Reigen wurde von Jessica eröffnet, die zuerst eine flotte HipHop-Sohle auf Parkett legte und dann einen männlichen Zuschauer mit ihren Bauchtanzkünsten becircte. Zwei komplett verschiedene Stile und ein Kostümwechsel in drei Minuten – Respekt! Maria und Sara tanzten ebenfalls, in sehr verschiedenen, aber heißen Outfits.
Katrina hatte wie immer was zu meckern und zu maulen. Ihre Aufgabe für drei Minuten waren Tierimitationen. Die Zuschauer sollten ihr Tiere zurufen und sie sollte sie verkörpern. Blöd nur, wenn das Englisch nicht ausreicht, um einen “Cheetah” als Geparden zu erkennen. Cool aber, wenn man wie Katrina die Idee hat, den Zurufer auf die Bühne zu holen, damit er zeigt, was ein Cheetah ist!
Und dann kam Sarina und spackte ab. Anders hätte man das, was sie dort auf der Bühne ablieferte, nicht nennen können. Sie begann mit etwas, das wohl Jonglieren sein sollte um dann wie von der Tarantel gestochen über die Bühne zu hopsen, Räder zu schlagen und die Hüften kreisen zu lassen. Ein wenig schlich sich der Eindruck ein, dass sie viel aufgestaute Energie ablassen musste.
Marie spielte ein Mädchen, das ihrem Freund am Telefon gesteht, dass sie ihn auf einer Party nach ein paar Bier zuviel betrogen hat. Als er auflegt, fängt sie an zu singen. Eigentlich ist L. A. ja eher für Filme berühmt und nicht für Musicals, aber Disney verwischt diese Grenzen auch ständig, warum dann nicht auch Marie?
Mandy kam mit ihrem Freund Harry auf die Bühne: Ein Totenschädel mit Hut. Und sie schlug sich mit ihrem Stand-up-Comedy-Act recht wacker. Jedoch nicht so gut wie Larissa. Ausgerechnet Larissa, die einzige, die sich angeblich überhaupt nicht vorbereitet hatte, brachte das Publikum zum “Abspacken”. Die Menge tobte und schlug sich auf die Schenkel. Ob es jetzt ihre Schauspielerei war oder ihr grottenschlechtes Englisch – es reichte für den Sieg der Challenge. Diese Entscheidung traf das Publikum mit seinem Applaus. Als Belohnung durfte sich Larissa eine Lederjacke des Labels “Jared by Knights” aussuchen – dass die Belohnungen so zufällig oft genau den Charakteren der Gewinnerinnen entsprechen…
GNTM 2009: Ist Peyman humorlos?
Die neue Woche startete voll durch. Kaum waren die Erlebnisse der New York FashionWeek einigermaßen verdaut und die neun verbliebenen GNTM-Kandidatinnen zurück in ihrer Villa in L.A., ging es auch schon los. Zu einem Casting. So weit nicht überraschend, schließlich wird ein solcher Tagesablauf ihre Zukunft sein. Doch diesmal ging es nicht einfach um ein schnödes Shooting, sondern um eine Kampagne. Und zwar die Sommerkampagne von C&A.
Aufgabe war: Sommer, Sonne, Sonnenschein und Improvisationsfähigkeit. Letzteres verlangt vor allem Kreativität und den Mut, aus sich herausgehen zu können. Eine Fähigkeit, für die einige Mädchen nicht besonders berühmt sind. Zum Beispiel Katrina oder Marie.
Entgegen den Erwartungen schlug sich Katrina aber nach Meinung der Kundenjury super, auch, wenn ihre schauspielerischen Fähigkeiten eher übersichtlich waren. Jessica begann bei diesem Casting mit ihrem neuen Programm: “Hier bin ich!” Nach Wochen erfolgloser Castings und zum Teil harscher Kritik versuchte sie es mal mit Eigeninitiative und Selbstbewusstsein, statt hinterher immer auf die anderen zu zeigen. Und Jessi war gut, sie war kreativ und sie wirkte sicher. Die Chefeinkäuferin Susanna Walz verriet ihr dann noch, dass die Marke, um die es in der Kampagne gehen würde, “Jessica” heißt. Ob das ein Omen ist?
Mandy sollte Shoppen gehen in ihrer Szene, wirkte aber eher wie eine gelangweilte Hausfrau beim Frustshopping. Und dann kam Ira. Sie sollte, wie einige andere vor ihr schon, spielen, dass sie auf einen Star trifft. Sie wählte Peyman, und zwar den echten Peyman. “Du wirkst im Fernsehen irgendwie sympathischer. Und größer.” Peyman konnte das gar nicht lustig finden und wies Ira zurecht: “Es geht hier um den Kundenwunsch und das gehört bestimmt nicht dazu.” Hätte der Kunde ihr nicht die zweite Chance eingeräumt – Peyman hätte sie ihr wohl nicht gegeben. Er gab die beleidigte Leberwurst und schmollte. Stellt sich die Frage, ob er einfach humorlos ist und nicht über sich selbst lachen kann oder ob er schon länger ein Problem mit Ira hat.
Alle anderen waren nicht wirklich herausragend, weder im positiven noch im negativen Sinne. Außer Marie vielleicht, die in den vergangenen Wochen nach dem sicher geglaubten Monopol für Jobs jeder Art nun auf einmal ins Mittelmaß zurückfällt. “Du bist ein sehr hübsches Mädchen und das weißt du auch”, sagte Susanna Walz zu ihr. Und dass Marie zwar immer lächeln würde, aber eben auch, wenn ihr Dinge gesagt werden, die nicht gut sind. Der Name “Jessica” erwies sich übrigens in der Tat als gutes Omen und Jessicas neuer Weg scheint ein guter zu sein. Zumindest bekam sie dank ihrer Leistung ihren ersten Job. Glückwunsch, Jessie, weiter so!
New York: Die Stadt der Entscheidung
New York, FashionWeek 2009. Zehn Mädchen aus Deutschland sind in die große Stadt gekommen, um die Modewelt das Fürchten zu lehren. Zehn Mädchen? Am Ende der Woche waren es nur noch neun. Doch bevor die Entscheidung fiel, hagelte es mal wieder Kritik.
Beim dieswöchigen Livewalk sollten die GNTM-Kandidatinnen in die Rolle eines Vamps schlüpfen und sich der Jury mit starkem Make-Up und wildem Haar präsentieren. Präsentieren, nicht reinlatschen oder den Laufsteg langschlendern. Außer Sara gelang es keiner, den Vamp überzeugend zu spielen. Hinge die Entscheidung nur am Livewalk, wäre die Staffel wohl längst vorbei.
Doch es hängt eben an der ganzen Woche, und nach dieser Woche hatte eine nichts zu befürchten: Mandy. Sie ist die Überraschung der Staffel. Bisher war sie ja eher ruhig und fiel mehr durch das Chaos auf, das sie überall hinterlässt. Jetzt machte sie aber einen gewaltigen Satz nach vorn und bekam bei zwei Castings zwei Jobs. Die anderen Mädchen hatten sie wohl bisher nicht auf dem Plan, doch nun sollten sie besser umdenken.
Sarina, der süße Tollpatsch, bekam auch ihr Foto mit in die nächste Runde. Denn immer dann, wenn einem das kindische Getue und ihr ewiger Welpenblick auf die Nerven geht, überrascht sie mit tollen Posen beim Shooting. Nur das Laufen muss sie noch üben…
Auch, wenn Sara beim Livewalk unbestritten die Beste war und auch bei Charlotte Sparre einen Superjob erledigte, musste sie Kritik wegen ihres sehr unprofessionellen Verhaltens beim Pole Dance Training einstecken. Doch sie ist weiter.
Marie bekam zum zweiten Mal in Folge Kritik zu hören. Weder beim Shooting noch auf dem Catwalk konnte sie überzeugen. So wurde die Luft diese Woche für sie etwas dünn, aber sie ist weiter.
Larissa kam überraschend ohne jeglichen ausgestrahlten Kommentar der Jury weiter.
Maria konnte in dieser Woche die Erwartungen der Jury nicht erfüllen und bangte um ihr Weiterkommen. Doch der Bonus aus den vergangenen Wochen war größer als die aktuelle Enttäuschung und Maria ist weiter.
Selbst Jessica, die fest davon ausgegangen war, dass dies ihre letzte Woche bei GNTM sein würde und die auch den Eindruck machte, als sei ihr das ganz recht, bekam ihr Foto von Heidi. Peyman warnte sie jedoch davor, sich im Mittelmaß einzurichten.
Ira, die Challengegewinnerin, legte zwar ein tolles Shooting hin, konnte aber wieder einmal keinen Kunden von sich überzeugen. Trotzdem setzt die Jury weiterhin Vertrauen in sie.
Katrina, das ewige Sorgenkind. Seit Wochen zickt sie rum, bricht Shootings ab, gibt die Diva. Sie wirkt oft gelangweilt und ihr Gesicht sieht auf Fotos immer gleich aus: hübsch, aber langweilig. Sie bekam zwar ihr Foto und damit das Ticket für die nächste Runde, doch wie lange wird das noch gut gehen?
Eine weitere ewige Wackelkandidatin ist Stefanie. Immer wieder bekam sie Komplimente für ihren tollen Körper. Doch diesmal sagte ihr Heidi auch, dass sie immer versuchen würde, Steffi auf Bildern ins Gesicht zu schauen, jedoch immer an ihren Beinen hängenbleiben würde. Weil die aufregender sind als ihr Ausdruck. An diesem Punkt hakt es seit Wochen bei Steffi und es entwickelt sich nichts. Darum entschied die Jury, Steffi nicht weiterkommen zu lassen.
Diese nahm ihren Rausschmiss überraschend gelassen. Eigentlich wirkte sie, als würde sie es gar nicht realisieren. Dazu passend ihr Schluss-Statement: “Ich bekomm doch immer Lob für meine Figur, warum schmeißen die mich dann raus?”. Man könnte jetzt gehässig werden. Werden wir aber nicht.
Stange, Stange an der Wand, wer ist die Sexieste im Modelland?
Nochmal zur Erinnerung, die GNTM-Kandidatinnen befanden sich in dieser Woche in New York. New York ist hip, ist fit, ist immer in und angesagt. Die angesagte New Yorkerin hält sich fit. Aber Joggen im Central Park war gestern. Das kann ja jeder. Nein, in einem Land, das die Treppen abgeschafft hat, um den Stepper als Sportgerät einzuführen, in dem jeder Schritt mit dem Auto abgefahren wird, um dann auf Laufbändern zu laufen, in so einem Land entsteht jeden Tag irgendwo ein neuer Fitnesstrend. Wie das Pole Dancing. Klingt toll, ist aber nichts anderes, als das laszive Räkeln an der Art von Stange, die man sonst eher in zwielichtigen Etablissements wie Stripclubs findet. Inzwischen kann jede Hausfrau in Amerika zur Stangentänzerin werden, denn das ist der neuste Schrei der Fitnessszene.
Und darum sollten die Kandiatinnen von GNTM 2009 auch mal an die Stange. Natürlich unter professioneller Anleitung der aktuellen US-Meisterin – ja, es gibt sogar Meisterschaften im Räkeln. Und wie es so ist: wenn keiner offiziell eine Challenge ankündigt, wird sie nicht ernst genommen. Manche Mädchen fanden es gar billig, sich so präsentieren zu sollen. Denn Heidi teilte ihnen mit, dass im nächsten Fotoshoot diese Stange eine entscheidende Rolle spielen würde. Sara nahm es gleich gar nicht ernst und lachte sich kaputt, Katrina hatte mal wieder keine Lust und wie immer was zu meckern. Marie hing wie ein nasser Sack an der Stange. Wahrscheinlich hatte sie hier schon im Schulsport ihre Defizite. Larissa hatte ausnahmsweise mal nichts zu mokieren und war auch sonst in dieser Woche sehr zurückhaltend. Was sie wohl im Schilde führt? Will sie etwa gewinnen?
Doch die meisten hatten ihren Spaß – im positiven Sinne – und gaben sich Mühe. Als alles fast schon vorbei war, verkündete Heidi, dass dies die Challenge der Woche ist und ein Gewinn lockt. Da war Sara dann etwas kleinlauter und bereute ihr Verhalten. Pech gehabt, denn so gewann Ira die Challenge und durfte mit Heidi auf eine Fashionshow gehen. Vorher machten sich die beiden zusammen fertig – wie Freundinnen am Samstag abend vor dem Ausgehen. Nur mit dem Unterschied, dass sie hier ein Heer von Stylisten um sich hatten. Wenn Ira es jetzt noch schafft, ein paar Jobs an Land zu ziehen, kann sie sich an diese Form der Vorbereitung wohl gewöhnen.