Rock it like Heidi!
Erinnert ihr euch noch an den Werbespot, den Heidi Klum vor einiger Zeit für ein Musik-Konsolen-Spiel gedreht hat? Und erinnert ihr euch noch an das Regenshooting, das die Mädchen vor einigen Wochen machen mussten, weil Heidi das auch schon mal gemacht hat? Man könnte den Eindruck bekommen, dass GNTM 2009 die Ideen ausgegangen sind, weil sie alte Shoots von Heidi aufwärmen müssen, um die Kandidatinnen zu beschäftigen.
In dieser Woche wurden nicht einfach Fotos gemacht, sondern ein TV-Spot gedreht. Story: siehe Heidi-Spot. Produkt: Unterwäsche. Utensil: E-Gitarre (siehe auch Heidi-Spot). Um den Mädchen zu zeigen, was sie erwartet, durften sie dann zusammen mit Heidi den besagten Spot schauen und gleich selbst mal üben. Und da wurde gerockt, was das Zeug und die Knie hielten. Letztere waren am Ende zum Teil blutig, doch Katrina nahm ihre mit Humor. “Ein echter Rockstar braucht auch ein paar Schrammen!”
Einen Abend und eine Nacht lang hatten die Mädchen Zeit, sich auf den Dreh vorzubereiten und die nutzten sie sehr unterschiedlich. Die einen lümmelten im Pool, die andern nahmen sich gegenseitig mit Videokameras auf und rockten sich die Seele aus dem Leib. Doch nicht alle Mädchen hatten soviel Zeit. Jessica kam erst recht spät von ihrem Shooting zur C&A-Kampgane zurück. Und sie hatte an diesem Tag schon viel erlebt: Vom Walk of Fame in Hollywood bis zum Muscle Beach in Venice wurde sie fotografiert, gefilmt und musste mit Bodyguards kämpfen. Die Anstrengung lohnte sich aber, denn die Chefeinkäuferin von C&A, Susanna Walz, fand, dass Jessie “genau die richtige Wahl” für die Kampagne war.
Wenigstens mussten die übrig gebliebenen Neun am nächsten Morgen nicht weit bis zum Drehort – denn gedreht wurde in der Villa. Und das mit Regisseur Andreas Kayales, der schon zahlreiche TV-Spots auf dem Kerbholz hat. Er gab eigentlich sehr klare Anweisungen mit einem sehr klaren Storyboard: Vom Regal aufs Sofa springen, rocken, 180 Grad-Drehung, rocken, runter von der Couch, Hemd aus, rocken, auf dem Rücken auf der Couch rocken, Moneyshot-Pose. Jede Kandidatin hatte drei Chancen. Ganz einfach.
Für einige war dies jedoch schon zu schwer. Oder nicht zu schaffen. Larissa war beispielsweise mal wieder leidend, wie immer, wenn etwas herausfordernd ist. Sie war wohl am Tag vorher gestürzt und hatte sich wehgetan. Daher ließ sie als einzige den Sprung aus und bekam wieder ihre Extrawurst. Maria wurde als “kranke Nebelkrähe” bezeichnet, Marie war auch keine überzeugende Rockerin. Sara war wie immer ihre ärgste Kritikerin und Mandy konnte an ihre Erfolgswelle der letzten Woche nicht anknüpfen. Jessica hingegen kam ihrem Motto “Hier bin ich” weiter nach, während Sarina übers Ziel hinaus und vom Sofa herunterschoss. Wackelkandidatin Katrina wirkte einmal mehr gelangweilt, unentspannt und gequält.
Der Dreh zeigte die Charaktere und Facetten der Kandidatinnen sehr gut und ließ die Entscheidung der Jury erahnen. Noch besser, wenn man die Staffel bisher verfolgt hatte. Obwohl es ja auch hier bereits Überraschungen gab: Marie mit ihrem Abwärtstrend, Mandy mit ihrem Aufschwung und jetzt Jessie. Es gibt aber auch Konstanten und die sind in den vergangenen Entscheidungen oft leer ausgegangen und ohne Foto nach Hause gefahren.
Germany’s Next Topmodel 2009: Was bedeutet “abspacken”?
Die “Abwrackprämie” ist in aller Munde, aber wenn es eine “Abspackprämie” gäbe, würde sie Sarina gebühren. Sie schuf das Wort der Woche: abspacken. Ist nun jemand, der abspackt, ein Spacko? Oder was bedeutet “abspacken”? Die Antwort ist relativ simpel: In Sarinas Welt ist es das Wort für “ausflippen” oder “abrocken”.
Doch wie kam es zu dieser Wortschöpfung, die sich dann durch die gesamte Woche zog wie ein roter Faden? Die neun Kandidatinnen von GNTM bekamen jeweils drei Minuten im “Groundlings Theatre” in Los Angeles. Was klingt wie ein Untergrundtheater für Trolle und Hobbits ist eine Starschmiede erster Güte. Schon Colin Farrell und Ben Stiller standen hier auf der Bühne und die berühmten drei Minuten Bühnenzeit sind so gut wie unbezahlbar. Die Neun bekamen die Chance, ihre Zeit mit Dingen zu füllen, die sie für sehenswert halten. Es geht hier um Improvisation und Spiel mit dem Publikum, interaktives Theater ebenso wie klassische Vorführakte oder Tanz.
Soweit, so gut. Jetzt war aber das Problem, dass die Mädchen das nicht als Geschenk bekamen, sondern als Challenge. Ihre Aufgabe war, das Publikum so gut wie eben möglich zu unterhalten, sich ein eigenes Programm auszudenken und dieses in Eigenregie auf die Bretter zu bringen, die die Welt bedeuten. Durch das Programm führen sollte ein Host, das ist in Amerika so. Nicht einfach ein Moderator, betonte Peyman, denn das könne ja jeder, sondern eine Entertainerin. Und dafür erkor er ausgerechnet Ira. Diejenige, die er beim Casting noch aussortieren wollte, weil sie ihn durch die Blume kritisiert hatte.
Im Gegensatz zu Peyman zeigte Ira jedoch Professionalität (wie auch beim Casting schon) und erledigte diesen Job mit links und das super. Das Programm war sogar recht abwechslungsreich. Der Reigen wurde von Jessica eröffnet, die zuerst eine flotte HipHop-Sohle auf Parkett legte und dann einen männlichen Zuschauer mit ihren Bauchtanzkünsten becircte. Zwei komplett verschiedene Stile und ein Kostümwechsel in drei Minuten – Respekt! Maria und Sara tanzten ebenfalls, in sehr verschiedenen, aber heißen Outfits.
Katrina hatte wie immer was zu meckern und zu maulen. Ihre Aufgabe für drei Minuten waren Tierimitationen. Die Zuschauer sollten ihr Tiere zurufen und sie sollte sie verkörpern. Blöd nur, wenn das Englisch nicht ausreicht, um einen “Cheetah” als Geparden zu erkennen. Cool aber, wenn man wie Katrina die Idee hat, den Zurufer auf die Bühne zu holen, damit er zeigt, was ein Cheetah ist!
Und dann kam Sarina und spackte ab. Anders hätte man das, was sie dort auf der Bühne ablieferte, nicht nennen können. Sie begann mit etwas, das wohl Jonglieren sein sollte um dann wie von der Tarantel gestochen über die Bühne zu hopsen, Räder zu schlagen und die Hüften kreisen zu lassen. Ein wenig schlich sich der Eindruck ein, dass sie viel aufgestaute Energie ablassen musste.
Marie spielte ein Mädchen, das ihrem Freund am Telefon gesteht, dass sie ihn auf einer Party nach ein paar Bier zuviel betrogen hat. Als er auflegt, fängt sie an zu singen. Eigentlich ist L. A. ja eher für Filme berühmt und nicht für Musicals, aber Disney verwischt diese Grenzen auch ständig, warum dann nicht auch Marie?
Mandy kam mit ihrem Freund Harry auf die Bühne: Ein Totenschädel mit Hut. Und sie schlug sich mit ihrem Stand-up-Comedy-Act recht wacker. Jedoch nicht so gut wie Larissa. Ausgerechnet Larissa, die einzige, die sich angeblich überhaupt nicht vorbereitet hatte, brachte das Publikum zum “Abspacken”. Die Menge tobte und schlug sich auf die Schenkel. Ob es jetzt ihre Schauspielerei war oder ihr grottenschlechtes Englisch – es reichte für den Sieg der Challenge. Diese Entscheidung traf das Publikum mit seinem Applaus. Als Belohnung durfte sich Larissa eine Lederjacke des Labels “Jared by Knights” aussuchen – dass die Belohnungen so zufällig oft genau den Charakteren der Gewinnerinnen entsprechen…
GNTM 2009: Ist Peyman humorlos?
Die neue Woche startete voll durch. Kaum waren die Erlebnisse der New York FashionWeek einigermaßen verdaut und die neun verbliebenen GNTM-Kandidatinnen zurück in ihrer Villa in L.A., ging es auch schon los. Zu einem Casting. So weit nicht überraschend, schließlich wird ein solcher Tagesablauf ihre Zukunft sein. Doch diesmal ging es nicht einfach um ein schnödes Shooting, sondern um eine Kampagne. Und zwar die Sommerkampagne von C&A.
Aufgabe war: Sommer, Sonne, Sonnenschein und Improvisationsfähigkeit. Letzteres verlangt vor allem Kreativität und den Mut, aus sich herausgehen zu können. Eine Fähigkeit, für die einige Mädchen nicht besonders berühmt sind. Zum Beispiel Katrina oder Marie.
Entgegen den Erwartungen schlug sich Katrina aber nach Meinung der Kundenjury super, auch, wenn ihre schauspielerischen Fähigkeiten eher übersichtlich waren. Jessica begann bei diesem Casting mit ihrem neuen Programm: “Hier bin ich!” Nach Wochen erfolgloser Castings und zum Teil harscher Kritik versuchte sie es mal mit Eigeninitiative und Selbstbewusstsein, statt hinterher immer auf die anderen zu zeigen. Und Jessi war gut, sie war kreativ und sie wirkte sicher. Die Chefeinkäuferin Susanna Walz verriet ihr dann noch, dass die Marke, um die es in der Kampagne gehen würde, “Jessica” heißt. Ob das ein Omen ist?
Mandy sollte Shoppen gehen in ihrer Szene, wirkte aber eher wie eine gelangweilte Hausfrau beim Frustshopping. Und dann kam Ira. Sie sollte, wie einige andere vor ihr schon, spielen, dass sie auf einen Star trifft. Sie wählte Peyman, und zwar den echten Peyman. “Du wirkst im Fernsehen irgendwie sympathischer. Und größer.” Peyman konnte das gar nicht lustig finden und wies Ira zurecht: “Es geht hier um den Kundenwunsch und das gehört bestimmt nicht dazu.” Hätte der Kunde ihr nicht die zweite Chance eingeräumt – Peyman hätte sie ihr wohl nicht gegeben. Er gab die beleidigte Leberwurst und schmollte. Stellt sich die Frage, ob er einfach humorlos ist und nicht über sich selbst lachen kann oder ob er schon länger ein Problem mit Ira hat.
Alle anderen waren nicht wirklich herausragend, weder im positiven noch im negativen Sinne. Außer Marie vielleicht, die in den vergangenen Wochen nach dem sicher geglaubten Monopol für Jobs jeder Art nun auf einmal ins Mittelmaß zurückfällt. “Du bist ein sehr hübsches Mädchen und das weißt du auch”, sagte Susanna Walz zu ihr. Und dass Marie zwar immer lächeln würde, aber eben auch, wenn ihr Dinge gesagt werden, die nicht gut sind. Der Name “Jessica” erwies sich übrigens in der Tat als gutes Omen und Jessicas neuer Weg scheint ein guter zu sein. Zumindest bekam sie dank ihrer Leistung ihren ersten Job. Glückwunsch, Jessie, weiter so!
New York: Die Stadt der Entscheidung
New York, FashionWeek 2009. Zehn Mädchen aus Deutschland sind in die große Stadt gekommen, um die Modewelt das Fürchten zu lehren. Zehn Mädchen? Am Ende der Woche waren es nur noch neun. Doch bevor die Entscheidung fiel, hagelte es mal wieder Kritik.
Beim dieswöchigen Livewalk sollten die GNTM-Kandidatinnen in die Rolle eines Vamps schlüpfen und sich der Jury mit starkem Make-Up und wildem Haar präsentieren. Präsentieren, nicht reinlatschen oder den Laufsteg langschlendern. Außer Sara gelang es keiner, den Vamp überzeugend zu spielen. Hinge die Entscheidung nur am Livewalk, wäre die Staffel wohl längst vorbei.
Doch es hängt eben an der ganzen Woche, und nach dieser Woche hatte eine nichts zu befürchten: Mandy. Sie ist die Überraschung der Staffel. Bisher war sie ja eher ruhig und fiel mehr durch das Chaos auf, das sie überall hinterlässt. Jetzt machte sie aber einen gewaltigen Satz nach vorn und bekam bei zwei Castings zwei Jobs. Die anderen Mädchen hatten sie wohl bisher nicht auf dem Plan, doch nun sollten sie besser umdenken.
Sarina, der süße Tollpatsch, bekam auch ihr Foto mit in die nächste Runde. Denn immer dann, wenn einem das kindische Getue und ihr ewiger Welpenblick auf die Nerven geht, überrascht sie mit tollen Posen beim Shooting. Nur das Laufen muss sie noch üben…
Auch, wenn Sara beim Livewalk unbestritten die Beste war und auch bei Charlotte Sparre einen Superjob erledigte, musste sie Kritik wegen ihres sehr unprofessionellen Verhaltens beim Pole Dance Training einstecken. Doch sie ist weiter.
Marie bekam zum zweiten Mal in Folge Kritik zu hören. Weder beim Shooting noch auf dem Catwalk konnte sie überzeugen. So wurde die Luft diese Woche für sie etwas dünn, aber sie ist weiter.
Larissa kam überraschend ohne jeglichen ausgestrahlten Kommentar der Jury weiter.
Maria konnte in dieser Woche die Erwartungen der Jury nicht erfüllen und bangte um ihr Weiterkommen. Doch der Bonus aus den vergangenen Wochen war größer als die aktuelle Enttäuschung und Maria ist weiter.
Selbst Jessica, die fest davon ausgegangen war, dass dies ihre letzte Woche bei GNTM sein würde und die auch den Eindruck machte, als sei ihr das ganz recht, bekam ihr Foto von Heidi. Peyman warnte sie jedoch davor, sich im Mittelmaß einzurichten.
Ira, die Challengegewinnerin, legte zwar ein tolles Shooting hin, konnte aber wieder einmal keinen Kunden von sich überzeugen. Trotzdem setzt die Jury weiterhin Vertrauen in sie.
Katrina, das ewige Sorgenkind. Seit Wochen zickt sie rum, bricht Shootings ab, gibt die Diva. Sie wirkt oft gelangweilt und ihr Gesicht sieht auf Fotos immer gleich aus: hübsch, aber langweilig. Sie bekam zwar ihr Foto und damit das Ticket für die nächste Runde, doch wie lange wird das noch gut gehen?
Eine weitere ewige Wackelkandidatin ist Stefanie. Immer wieder bekam sie Komplimente für ihren tollen Körper. Doch diesmal sagte ihr Heidi auch, dass sie immer versuchen würde, Steffi auf Bildern ins Gesicht zu schauen, jedoch immer an ihren Beinen hängenbleiben würde. Weil die aufregender sind als ihr Ausdruck. An diesem Punkt hakt es seit Wochen bei Steffi und es entwickelt sich nichts. Darum entschied die Jury, Steffi nicht weiterkommen zu lassen.
Diese nahm ihren Rausschmiss überraschend gelassen. Eigentlich wirkte sie, als würde sie es gar nicht realisieren. Dazu passend ihr Schluss-Statement: “Ich bekomm doch immer Lob für meine Figur, warum schmeißen die mich dann raus?”. Man könnte jetzt gehässig werden. Werden wir aber nicht.
Stange, Stange an der Wand, wer ist die Sexieste im Modelland?
Nochmal zur Erinnerung, die GNTM-Kandidatinnen befanden sich in dieser Woche in New York. New York ist hip, ist fit, ist immer in und angesagt. Die angesagte New Yorkerin hält sich fit. Aber Joggen im Central Park war gestern. Das kann ja jeder. Nein, in einem Land, das die Treppen abgeschafft hat, um den Stepper als Sportgerät einzuführen, in dem jeder Schritt mit dem Auto abgefahren wird, um dann auf Laufbändern zu laufen, in so einem Land entsteht jeden Tag irgendwo ein neuer Fitnesstrend. Wie das Pole Dancing. Klingt toll, ist aber nichts anderes, als das laszive Räkeln an der Art von Stange, die man sonst eher in zwielichtigen Etablissements wie Stripclubs findet. Inzwischen kann jede Hausfrau in Amerika zur Stangentänzerin werden, denn das ist der neuste Schrei der Fitnessszene.
Und darum sollten die Kandiatinnen von GNTM 2009 auch mal an die Stange. Natürlich unter professioneller Anleitung der aktuellen US-Meisterin – ja, es gibt sogar Meisterschaften im Räkeln. Und wie es so ist: wenn keiner offiziell eine Challenge ankündigt, wird sie nicht ernst genommen. Manche Mädchen fanden es gar billig, sich so präsentieren zu sollen. Denn Heidi teilte ihnen mit, dass im nächsten Fotoshoot diese Stange eine entscheidende Rolle spielen würde. Sara nahm es gleich gar nicht ernst und lachte sich kaputt, Katrina hatte mal wieder keine Lust und wie immer was zu meckern. Marie hing wie ein nasser Sack an der Stange. Wahrscheinlich hatte sie hier schon im Schulsport ihre Defizite. Larissa hatte ausnahmsweise mal nichts zu mokieren und war auch sonst in dieser Woche sehr zurückhaltend. Was sie wohl im Schilde führt? Will sie etwa gewinnen?
Doch die meisten hatten ihren Spaß – im positiven Sinne – und gaben sich Mühe. Als alles fast schon vorbei war, verkündete Heidi, dass dies die Challenge der Woche ist und ein Gewinn lockt. Da war Sara dann etwas kleinlauter und bereute ihr Verhalten. Pech gehabt, denn so gewann Ira die Challenge und durfte mit Heidi auf eine Fashionshow gehen. Vorher machten sich die beiden zusammen fertig – wie Freundinnen am Samstag abend vor dem Ausgehen. Nur mit dem Unterschied, dass sie hier ein Heer von Stylisten um sich hatten. Wenn Ira es jetzt noch schafft, ein paar Jobs an Land zu ziehen, kann sie sich an diese Form der Vorbereitung wohl gewöhnen.
Überraschende Entscheidung bei GNTM 2009
Nach einer anstrengenden Woche und in Erwartung einer neuen Entscheidung nutzten die GNTM-Kandidatinnen den letzten Abend in Miami zur Erholung. Ein wenig Abhängen am Strand, ein wenig Sightseeing und die Gewinnerinnen der Challenge, Ira und Sara gingen mit den Cheerleadern der Miami Dolphins lecker essen.
Doch die Entscheidung ließ sich nicht aufhalten und vor sie hat Heidi Klum den Livewalk gesetzt. Dieses Mal mussten die Mädchen in knappen, sportlichen Outfits auftreten. Besondere Schwierigkeit am Ende des Laufstegs: eine rotierende Scheibe, auf der die Mädchen posen mussten UND das Gleichgewicht halten.
Als erste durfte sich Stefanie dieser Herausforderung stellen. Sie wirkte sehr wackelig und musste auch in dieser Woche harte Kritik einstecken. Peyman begrüßte sie mit den Worten: “Stefanie. Die ewige Zweite.” Rolf fand sie zu mittelmäßig und sagte ihr, dass ihre Schönheit allein nicht ausreichen wird. Bei der Entscheidung fand sie selbst ihr Foto nicht schön, das sie dann aber doch mitnehmen durfte.
Sarina hatte auch hier wieder Probleme mit ihrer Körperbeherrschung. Sie fiel fast von der Drehscheibe. Petra Winter, Stellvertretende Chefredakteurin der deutschen Cosmopolitan, meinte hinterher, dass Sarina den Eindruck machte, sie würde das alles nicht ernst nehmen. Sie würde sich zu sehr auf ihren Welpencharme verlassen. Auch Heidi sagte ihr, dass sie sich endlich besser unter Kontrolle bringen muss. Und obwohl sie dies als großes Problem bezeichnete, bekam Sarina ihr Foto mit nach Hause. Denn Probleme sind dafür da, um gelöst zu werden.
Maria war neben Sara die Einzige, die auf der Drehscheibe sicher stand. Und poste. Peymans Kommentar: “Finale, ohoh!” Nach diesem Urteil und ihrem Shooting für Apollo war ihr Weiterkommen keine Überraschung.
Peymans Kommentar zu Jessica fiel nicht so positiv aus. “Wenn du lächelst, geht die Sonne auf, aber bei Castings bist du eher eine Sonnenfinsternis.” Doch die Jury möchte sie weiter leuchten sehen. Es ist ihr zu wünschen, dass sie nicht an ihren mangelnden Englischkenntnissen scheitert.
Marie musste auch diese Woche wieder Kritik ertragen, denn beim Casting für Apollo konnte sie nicht überzeugen. Sie wirkte verspannt, vor allem im Gesicht um den Mund herum. Die Entscheidung leitete Heidi ein mit der Äußerung, dass Marie in dieser Woche farblos gewirkt habe und die Jury Angst hätte, sie wäre am Ende ihrer Entwicklung angekommen. In der nächsten Woche müsse sie mehr zeigen.
Larissa bekam wieder Kritik. Peyman meinte, die Überschrift für die vergangene Woche mit Larissa sei “Im Sog der Tiefe” und sorgte sich, ob sie über das Tief nach dem Cheerleadertraining hinweg sein. Rolf merkte erneut an, dass sie sehr unnatürlich und verbissen wirkt und doch einfach ihr Leben, das einer 16-Jährigen leben soll.
Katrina bekam die Frage gestellt: “Warum bist du hier?” Auch diesmal wurde wieder ihre fehlende Motivation und Emotion bemängelt. Zusammen mit Larissa musste sie sich der Entscheidung stellen. Und obwohl beide Mädchen Wackelkandidatinnen sind, sind sie eine Runde weiter. Zur Begründung bei Katrina sagte Heidi, dass sie zum ersten Mal den Willen bei ihr gesehen hätte.
Sara und Mandy sind ebenfalls weiter, genauso wie Ira. Beim Durchzählen dürfte nun dem geneigten Leser auffallen, dass etwas nicht stimmen kann. Denn alle Mädchen, die am Anfang der Folge dabei waren, sind es auch noch am Ende. Und das ist auch so gewollt. Die Jury entschied sich in dieser Woche, alle Kandidatinnen mit zu nehmen.
Was das wohl für die kommende Woche bedeutet?
GNTM-Challenge: Tanzen für Delphine
Die dieswöchige Challenge war für einige der Kandatinnen von GNTM eine echte Herausforderung: Aufgabe war es dieses Mal, zusammen mit den Original Cheerleadern der Miami Dolphins American Football Mannschaft eine Choreographie einzustudieren. Das klingt machbar und so machten sich auch alle – außer Larissa, die ja leidend war – mit mehr oder weniger Eifer an die Sache.
Hier zeigte sich wieder einmal schön, wer sich gut unter Kontrolle hat, wer Rhythmusgefühl im Blut hat und wer es überhaupt nicht drauf hat. Und wie immer, wenn es um Körperbeherrschung geht, war Sarina eine optische Katastrophe. Sie war unkoordiniert und fiel damit auf. Negativ.
Im Gegensatz dazu war Iras Fazit: “Wenn es mit dem Modeln nicht klappt, werde ich Cheerleader bei den Miami Dolphins!” Nach dem Training und als sie dachten, sie hätten das Schlimmste hinter sich, bekamen die Mädchen die frohe Botschaft von der Jury: Sie sollten am nächsten Abend in der Roadshow der Miami Dolphins auftreten. Doch nicht etwa zusammen mit den Profis, hinter denen man sich unter Umständen ja noch verstecken könnte. Nein. Sie sollten ein eigenes Team sein und als solches die Show rocken. In Anbetracht der Trainingsergebnisse hielt sich die Begeisterung eher in Grenzen.
Doch es kam noch schlimmer. Kurz nach der Rückkehr ins Hotel kam die Nachricht, dass ein Brillenhersteller auf der Suche nach einem Gesicht für seine nächste Kampagne sei und dass er eine aus den Reihen der GNTM-Kandidatinnen wählen wolle. Allerdings wollte er nur aus acht Mädchen aussuchen, nicht unter den noch vorhandenen zehn. Das bedeutete zum Einen, dass die Mädchen zwei auswählen mussten, die zuhause bleiben sollten und zum anderen, dass es am Tag des Auftritts in der Roadshow kaum Gelegenheit zum Üben geben würde.
Dementsprechend litten alle unter massivem Lampenfieber. Außer Larissa. Die litt auch unter schlimmen Schmerzen. Allerdings hatte sie “nur für das Team” Schmerztabletten genommen und trat heldenhaft trotzdem auf. Und hatte dann gleich wieder Grund zum Jammern, weil sich doch tatsächlich keines der Mädchen bei ihr dafür bedankte.
Der Auftritt war erwartungsgemäß eher zum Abgewöhnen. Nur wenige hatten die Choreographie halbwegs drauf, die anderen stolperten mehr oder weniger unkoordiniert über die Bühne und alle waren froh, als es vorbei war. Das Urteil der Mädchen über ihr Debüt als Tanzgruppe war sehr selbstkritisch: von “übel” und “grottenschlecht” bis hin zu “katastrophal” und “echt peinlich” reichten die Einschätzungen.
Trotz allem gab es zwei, die aus der Masse herausstachen: Ira und Sara, die dann auch die Challenge für sich entschieden. Sie durften mit den Cheerleadern in ein angesagtes Restaurant in Miami essen gehen. Die Jury erwähnt Larissa positiv, denn sie hätte sich ja trotz Krankheit auf die Bühne gequält. Für den Sieg reichte dies offenbar jedoch nicht.
GNTM-Kandidatinnen: Bad Vibrations in Miami
Diese Woche von Germany’s next Topmodel war weniger geprägt von Überraschungen als vielmehr von Zickereien. Schon kurz nach der Ankunft im Hotel in Miami kam es zum ersten Eklat. Larissa warf jessica vor, sie wäre nicht ganz normal, woraufhin diese wutschnaubend die Hotellobby verließ. Das müsse sie sich nun von jemandem wie Larissa wirklich nicht sagen lassen.
Am Tag drauf war Larissa dann krank und jammerte einmal mehr, was das Zeug hielt. Langsam entsteht der Eindruck, sie kann überhaupt nur austeilen oder jammern. Sie hatte Bauchweh und Kopfweh und überhaupt tat ihr alles weh. Die anderen GNTM-Kandidatinnen kümmerte das herzlich wenig, sie fragten noch nicht einmal nach. Das wiederum war dann für Larissa wieder ein Grund zum Jammern. Einzig Jury-Mitglied Rolf nahm ihr das leidende Lamm ab und fuhr mit ihr in die Apotheke. Sarina meinte noch, sie fände es gemein, dass immer alle auf Larissa rumhackten.
Kurz nach dem Cheerleadertraining kam die nächste Zerreißprobe auf die Mädchen zu: Ein Vogue Eyewear suchte Models für ein Shooting für Sonnenbrillen. Eine tolle Nachricht, doch Vogue wollte nicht alle zehn, sondern nur acht der Mädchen. Und sie sollten untereinander ausmachen, welche acht zum Casting fahren dürfen und wer zuhause bleiben musste. Nicht wirklich überraschend traf es Larissa mit fünf Stimmen und Mandy.
Die kleine Österreicherin meinte dann dazu, dass es doch sehr persönliche Entscheidungen gewesen wären. Daraufhin eskalierte die Situation erneut. Larissa teilte aus und die Mädchen schossen zurück. “Je mehr ihr mich runterdrückt, umso stärker werde ich und desto weniger werdet ihr mich los!”, so Larissa. Ebenso schoss sie gegen Marie und Mandy, gegen Jessica und Ira.
Am Ende weinte Sarina, weil ihr der Streit sehr nahe ging und sie dem Druck nicht standhielt. Larissa tröstete sie: “Ich bin hart, mach dir keine Sorgen.” Als Peyman kam, um die Entscheidung zu hören, weinte Sarina immer noch, doch die Frage nach dem Warum beantwortete ihm keiner ehrlich. Ihm fiel aber dennoch auf, dass es zwischen den Mädchen “knistert”. Auch die “Mobbereien” gegen Larissa waren ihm ebenso wie Rolf aufgefallen. Es könnte aber auch daran liegen, dass niemand von der Jury in der Nähe ist, wenn Larissa verbal um sich schlägt.
Das Casting für Vogue Eyewear in Zusammenarbeit mit Apollo Optik, eine Kampagne, die schon mit Giselle Bündchen besetzt war, konnte übrigens Maria für sich entscheiden. Mit einem todesmutigen Shooting mit lebendem Alligator gewann sie die Herzen der Kundenjury und wird das neue Gesicht für Vogue im kommenden Sommer.
GNTM 2009: Es kann nur ein Topmodel geben
Das Ende der Woche bedeutet für die Kandidatinnen bei Germany’s Next Topmodel auch immer, dass eine Entscheidung fallen wird und mindestens eine gehen muss. Darum ist der Livewalk vor der Jury auch immer sehr gefürchtet, denn hier kann das Zünglein der Waage in die eine oder auch in die andere Richtung ausschlagen. Jedes Mädchen weiß, dass jeder Livewalk ihr letzter sein könnte.
Vor diesem hagelte es erst einmal Kritik für alle Kandidatinnen. Der Kunde beim Yogurette-Casting hätte das Gefühl gehabt, die Mädchen würden es nicht ernst nehmen. Einigen würde die richtige Einstellung für den Job als Topmodel fehlen. Aline, Tamara und Stefanie wurden hier namentlich erwähnt. Beim Walk in Unterwäsche hatten sie alle noch einmal die Chance, zu zeigen, was sie draufhaben.
Maria war die erste und konnte sich gleich ein neuerliches Lob von Rankin abholen: Er würde sie buchen. Ihr Foto fand sie selbst “saugeil”. Und sie durfte es behalten.
Larissa bekam wieder die volle Breitseite der Jurykritik ab. Peyman sagte zu ihr: “Hör endlich auf zu laufen wie Chuck Norris auf dem Weg zum Standesamt!” Auch Rolf meinte, sie hätte beim Casting für Yogurette wie ein Bulldozer gewirkt. Rankin fand sie sehr stark und maskulin und auch Heidi gab ihr für die nächste Runde den Tipp, etwas weiblicher zu werden. Das einzige Foto, auf dem sie weiblich wirkte, durfte Larissa für ihr Buch mitnehmen.
Sara bekam durchweg positives Feedback, für das Casting ebenso wie für die beiden Shootings und den Lauf. Ihr supersexy Foto kann auch sie mit nach Hause nehmen.
Jessica hatte beim Shooting am Pool wieder einmal mit ihrem fehlenden Englisch Probleme, das es aber Fotos für die deutsche Cosmopolitan waren, gab es hier genügend helfende Übersetzer. Auch sie bleibt eine Kandidatin bei GNTM 2009.
Sarina löste wie immer verschiedene Reaktionen aus. Rankin fand sie in seinem Shoot sehr sexy, Heidi findet sie süß und die beiden Männer der Jury wirkten langsam genervt. Trotzdem schaffte sie es in die nächste Runde.
Marie bekam nach diesem Lauf zum ersten Mal nicht nur Lob, sondern musste auch Kritik einstecken. Sie sei kein Laufstegwunder und müsse hier noch an sich arbeiten. Dass sie den Job für Yogurette bekommen hat, wäre eine gute Leistung gewesen, aber das Shooting und der Walk waren eher mittelprächtig. Aber Marie ist weiter.
Katrina konnte beim Shooting mit Rankin ebenfalls nicht überzeugen, Heidi nannte es sogar “miserabel”. Obwohl sie die ganze Zeit gezittert hatte, gab es doch ein schönes Bild von ihr. Und das durfte sie mitnehmen.
Mandy stolperte mehr in die nächste Runde, als dass sie schwebte. “Und dabei wollte ich dir gerade sagen, dass du die Beste auf dem Laufsteg bist”, lachte Heidi. Auf dem Laufsteg die Beste, aber beim Shooting nicht – das reichte trotz allem für ein Foto für das Modelbuch.
Nachdem sie den Walk einzeln absolviert hatten und jeder harsche Kritik zu hören bekam, mussten Aline, Tamara und Stefanie gemeinsam zur Entscheidung antreten. Stefanie musste schon beim Walk erfahren, dass die Jury der Meinung ist, sie habe die falsche Einstellung zum Job und würde sich keine Mühe geben. Rankin sagte ihr wörtlich, dass sie mit ihrer Arbeitseinstellung kein Model werden würde. Aline bekam trotz der gewonnenen Challenge gesagt, dass sie zwar die Bremse gelöst hätte, aber nicht losgefahren sei. Tamara wusste nach der Entscheidung in der letzten Woche bereits, dass dieses Shooting ihre letzte Chance gewesen ist. Und sie hat sie nicht genutzt. Heidi sagte Tamara und Aline, dass zwar beide toll aussehen und wunderschön sind, dass aber der Ausdruck noch immer fehlt. Und darum ist ihr Weg an dieser Stelle vorbei. Steffi bekam die letzte Chance, in der nächsten Runde noch einmal richtig Gas zu geben und es allen zu beweisen.
Ob Stefanie es schaffen wird? Wann knallt es mit Larissa und den anderen Mädchen? Und wer wird Germany’s next Topmodel?
GNTM 2009: Vom Regen in die Traufe
Bevor am Abend in der Topmodelvilla Langeweile aufkommen konnte, kam Heidi vorbei und brachte gute Nachrichten mit: Es ging auf eine Vernissage. Aber nicht von irgendwem. Veranstalter war Rankin, einer der gefragtesten Fotografen dieses Planten. Er hatte schon alles vor der Linse, was Rang und Namen hat, sogar die Quenn hat er fotografiert. Die Stars stehen bei ihm Schlange. Um in der High Society nicht negativ aufzufallen, hatte Heidi auch Kleider dabei. Die GNTM-Kandidatinnen stürzten sich sofort ins Vergnügen und auf die Klamotten. Schminktipps gabs ebenfalls umsonst von der Modelmutter und sie legte sogar selbst Hand an einige Gesichter.
Auf der Vernissage hatten die Mädchen dann auch Gelegenheit, den Künstler persönlich kennenzulernen. Und hier bekamen sie die nächste Überraschung: Am nächsten Tag sollte ein Fotoshooting mit Rankin stattfinden! Alle angehenden Topmodels sollten vor seiner Linse posieren dürfen. Die Freude war riesig, nach einem Blick auf die ausgestellten Fotos bekamen eine jedoch Zweifel, wieviel sie für die Bilder würden anziehen dürfen.
Für das Shooting in Downtown Los Angeles wurden einige Straßen abgesperrt, was Sara unglaublich beeindruckte. Heidi erzählte, dass sie das selbe Shooting vor einigen Monaten selbst gemacht hätte und daher wisse, was die Mädchen erwartet. Es war Nacht, es war kühl und zu allem Überfluss sollten es Regenbilder werden, und zwar in Unterwäsche. Gar nicht so einfach, bei Kälte und Nässe sexy auszusehen!
Ira durfte als Erste und obwohl sie fror, machte sie ihre Sache sehr gut und konnte sich ein Lob von Heidi und Rankin abholen. Steffi zickte ein wenig und auch ihre Bilder waren alles andere als überzeugend. Saras Bilder hingegen wirkten, als wären sie an einem lauen Sommerabend im warmen Sommerregen gemacht worden. Unser kleiner Tollpatsch Sarina bekam ein dickes Lob von Rankin, er fand sie sehr gut. Sein Urteil über Marie entsprach dagegen überhaupt nicht den Erwartungen: “Aus der wird nie ein Topmodel, glaub ich nicht.” Aline wirkte einmal mehr nicht ganz bei der Sache, auch fehlte ihr wieder der rechte Elan.
Highlight des Shoots, der erst um zwei Uhr morgens beendet war, war Marie. Rankin nannte sie den Typ Model, den Helmut Newton fotografiert hätte und bescheinigte ihr, dass sie etwas sehr Starkes an sich hätte. Über dieses Kompliment konnte sie sich wirklich freuen. Heidis Fazit vom Tag war, dass viele sie überrascht hätten, viele positiv und andere sehr negativ. Außerdem fand sie das Shooting sehr aufschlussreich.
Was das wohl zu bedeuten hat?