Unser exklusiver Gastkommentar zu Episode 12 von der Beauty Queen of Germany, Nadine Trompka


Nadine Trompka ist Model und war 2005 die Beauty Queen of Germany. Bei uns kommentiert sie exklusiv bis zum Finale, was in den Folgen passiert.

Wieder einmal eine spannende Folge, diesmal auf Hawaii mit einem tollen Casting.

Bei dem Casting stach meiner Meinung nach Mandy heraus, die auch den Job erhielt, obwohl ich ihren Schrei nach dem Motto “Ich will den Job” eher erschreckend fand, aber zumindestens war sie die Einzige, die es verstanden hatte, dass es hierbei um Emotionen ging. Anders beispielsweise Jessica, deren wildes Lachen nicht von dem zurueckhaltenden Lachen zu unterscheiden war.
Schockiert hat mich Sara, die ich bis jetzt ziemlich professionell fand, aber wer sein Modelbook bei einem wichtigen Casting nicht mitbringt, nimmt schon einiges hierbei nicht allzu ernst, da das Book die Visitenkarte eines Models ist und das Casting jedes Mal ein wichtiger Bestandteil der Entscheidung der Jury ausmacht.
Enttäuscht war ich ebenfalls von Marie, die es scheinbar nicht schafft, endlich einmal aus sich rauszukommen und zu zeigen, dass sie noch andere Facetten hat als nur niedlich zu sein, was ich sehr schade finde.

Diesmal ging es bei dem Shooting darum, einmal nicht das typische Model zu sein, sondern ein Rockstar, wo die Mädchen zeigen konnten, wie gut sie improvisieren können und wie spontan sie auf Shootings reagieren, die ausserhalb der normalen Fashion-oder Beautyfotografie liegen.
Sarina überzeugte diesmal von sich und zeigte, dass sie als Einzige wirklich unbefangen an die Sache rangeht, wo andere sich die Situation kaputt gedacht haben und keinen großen Spaß an dem
Shoot hatten, wie beispielsweise Ira, die dies unter anderem auch den Sieg kostete. Wirklich umgehauen hat mich allerdings keins der Fotos, weshalb ich es auch sehr schwer fand herauszufinden, wer am Ende die Show verlassen muss.

Bei der Entscheidung ging es dann einmal wieder auf den Laufsteg, wo die Mädchen diesmal das Thema Hawaii bekamen, bedeutete Bikinis, Beachteint und lockere, frische Walks, aber keins der Mädchen genoss den Walk auf dem Catwalk wirklich und sie fühlten sich sichtlich unwohl in ihrem Körper und es hagelte massiv Kritik, zu Recht meiner Meinung nach, denn ein Model sollte bereit, es sich nicht anmerken zu lassen, wenn sie sich in einem knappen Outfit nicht wohl fühlt, sondern Selbstbewusstsein ausstrahlen… Ich bin auf jeden Fall auf die nächste Folge gespannt! ;)

Phillipp Plein: “Fühlst du dich eigentlich im Bikini wohl?”


Am Abend vor der Entscheidung gönnten sich die sieben übig gebliebenen Mädchen einen entspannten Kochabend in der Modelvilla. Dabei wurde wild spekuliert, wer denn diesmal wohl gehen würde. Es ist schon faszinierend, wie wenig selbstkritisch dabei einige waren. Kochen und Schlemmen scheint für einige von ihnen immer noch ein Hobby zu sein, wie man beim Livewalk sehen konnte. Denn diesmal war das Motto: Hawaii und Bikini. Und soviel kann verraten werden: Außer Mandy fühlte sich keine im Bikini wirklich wohl. Das mag daran gelegen haben, dass Philipp Plein diesmal der Jury bei der Entscheidung helfen durfte. Es mag aber auch daran gelegen haben, dass sie genau wissen, wo ihre Problemzönchen sitzen. Und sicher lag es daran, dass alle spüren, dass der Druck ins Unermessliche wächst.

Die Erste auf dem Laufsteg war Maria und sie hörte Kritik. Ihre Castings werden schlechter, sie kann die Kunden nicht von sich überzeugen. Dafür war sie beim Shooting als Rockstar überzeugend und authentisch und genau das rettete Maria in dieser Woche.

Sarina sagte vor ihrem Walk, dass sie fände, sie laufe jetzt viel besser. Gut, wenn man ihren Lauf mit dem ersten Casting vergleicht, liegen da Welten dazwischen und sie hat sich deutlich gesteigert. Doch noch immer wirkt sie tapsig, wie Philipp Plein sagte. Dafür war sie die Beste beim Shooting. Aber in Natura könne sie eben nicht überzeugen und keine Jobs einheimsen. Sie durfte ihr Foto mitnehmen, aber wenn sich nicht grundlegend etwas verbessert, wird die Luft für Sarina wohl sehr bald sehr dünn werden.

Marie wirkte sehr angestrengt, wie schon beim Shoot und das fiel auch der Jury auf. Sie war sich im Klaren darüber, dass die Woche mal wieder nicht so gut für sie gelaufen war und bekam das von Heidi auch bestätigt. Die sagte ihr nämlich, dass die anderen Mädchen sie inzwischen eingeholt, wenn nicht sogar überholt haben. Peyman fragte Marie, was sie tun würde, wenn sie kein Foto bekommen würde und Marie meinte, sie wäre dann wütend auf sich, nicht alles gegeben zu haben. “Zeig uns diese Wut!” war dann die Aufgabe und das Ergebnis? Große, zweifelnde Augen bei der Jury. Vor der Entscheidung konnte man Maries Worten entnehmen, dass sie das Foto haben wolle und es drängte sich der Eindruck eines verwöhnten kleinen Mädchens auf, das immer bekommen hat, was es haben will. Dementsprechend unehrlich klang ihr “Ich bin so froh, dass mir die Jury noch eine Chance gegeben hat!”, als sie mit dem Foto aus dem Raum kam. Es klang eher wie “Wusste ich doch, dass ich das Foto bekomme!”.

Sara, die ägyptische Schönheit, hat so ihre Problemzonen. Die hatte sie schon beim Casting und bisher auch nichts daran getan. Bei diesem Livewalk im Bikini sah man sie ihr wieder sehr deutlich an. Das Casting hatte sie vergeigt, weil sie ihr Modelbuch nicht dabei hatte, das Shooting war eher mau und die Challenge konnte sie auch nicht für sich entscheiden. Aber trotz allem ist sie eine der Kandidatinnen bei GNTM mit dem meisten Potenzial – wenn sie bereit ist, weiter an sich zu arbeiten und auch mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Und darum ist sie weiter.

Mandy und der Laufsteg – eine Liebe auf den ersten Blick und fürs Leben. Zumindest scheint es immer so, wenn man Mandy über den Catwalk schweben sieht. Sie wirkte selbstsicher im Bikini, machte ihre Posen souverän und nachdem sie den Riesenjob ergattert hatte, war eigentlich klar, dass sie sich keine Sorgen würde machen müssen. So kam es dann auch und Mandy bekam ihr Foto.

Jessica kann ihre innere Bremse nicht lösen. Man sieht ihr an, dass sie sich innerlich verweigert und schon aufgegeben hat. Auch in der letzten Woche war nicht ganz nachvollziehbar, warum die Jury sie weiter ließ, denn sie wirkte alles andere als glücklich darüber. In dieser Woche hatte sie den Job knapp verpasst, immerhin mit Ira die Challenge gewonnen, konnte sich aber dafür selbst den Titel “Schlechteste beim Shooting” zuschreiben. Jessica wirkte lustlos beim Lauf und Heidi sagte, es scheint, als sei niemand zuhause, wenn man in ihre Augen sehe. Sie laufe wie ein Zinnsoldat und wirke abwesend.

Ira zitterte bei ihrem Lauf wie Espenlaub. Und sie hatte Recht damit. Denn beim Shooting war ihr – ob absichtlich oder nicht – herausgerutscht, dass es ihr keinen Spaß mache. Bis auf die Challenge gab es keinerlei Höhepunkte in dieser Woche, die insgesamt “schwammig” war, wie Peyman sagte.

Gemeinsam mussten die beiden Freundinnen Ira und Jessica zur Entscheidung antreten und waren sich beide darüber im Klaren, dass es einmal soweit kommen musste. Warum sie das nicht motivieren konnte, besser sein zu wollen, ist unklar. Während Ira immer sehr erwachsen wirkt und so beim Kunden jugendliche Frische vermissen lässt, mögen die Kunden Jessi immer auf den ersten Blick, aber beim zweiten entscheiden sie sich für jemand anderen. Beide waren in dieser Woche schlecht und wussten das auch. Doch die Jury fand, Ira war schlechter. Und damit muss Jessica in der nächsten Woche allein weitermachen. Vielleicht ist das aber auch der Kick, der sie endlich dazu bringt, zu kämpfen.

Die anderen Mädchen zeigten sich erschüttert, denn Ira hatte die Gruppe immer zusammen gehalten und war ein wenig wie eine Mutter für die Kandidatinnen gewesen. Nun fehlt dieser Ruhepol und es wird sich zeigen müssen, wie die anderen ohne sie zurecht kommen.

High Fashion meets Heavy Metal – oder auch nicht


Eigentlich wäre das doch mal eine coole Sache für alle von uns: Man bekommt heiße Lederklamotten gestellt, wird professionell geschminkt und darf dann auf einer echten Bühne in einem echten Rockclub in L.A. mit einem echten Starfotografen wie Marc Baptiste und echten Rockstars wie Good Charlotte Fotos machen. Denkste. Unsere sieben Diven scheinen ein wenig die Bodenhaftung verloren zu haben. Nicht alle von ihnen, zugegeben, aber einige. Good Charlotte? Was solls. Marc Baptiste? Es gab auch schon Rankin, auch nur ein Fotograf von vielen. Bühne? Ja und? Steht ja keiner davor.

Was einige der Mädchen bei diesem Shooting ablieferten, grenzte an Arbeitsverweigerung. Ira gab offen zu, dass sie keinen Spaß hat. Eigentlich hätte sie auch gleich sagen können: “Ich würde eigentlich lieber wieder nach Deutschland fahren.” Jessica bekam wieder einmal nicht den Krampf aus dem Körper. Wie ein so hübsches Mädchen mit so viel Ausstrahlung so verklemmt sein kann, ist ein einziges Rätsel Genauso Marie. Das hübsche, nette Mädchen von nebenan, austauschbar und langweilig. so gab sie sich auch wieder beim Shooting. Rockstars sind aber weder nett noch langweilig noch austauschbar. Sie haben Charakter und Wiedererkennungswert. Marie wirkte super angestrengt, absolut unauthentisch und als sie sang, sagte Marc Baptiste, sie solle es besser lassen, es sei furchtbar. Recht hat er. Good Charlotte schätzten sie auch gleich richtig ein: “Sie singt wie jemand, der sehr introvertiert ist.” Das ist freundlich ausgedrückt, denn Marie, Jessica, Ira und Sara wirkten alle wie jemand, der den sprichwörtlichen Stock nicht aus dem Allerwertesten bekommt.

Im Gegensatz dazu Maria und Sarina. Die beiden gaben alles und das sah verdammt gut aus. Allerdings ist es gut, dass man den Gesang von Sarina auf den Fotos nicht hören kann. Auch Mandy versuchte wie beim Werbedreh zuvor, sich locker zu machen und in die Rolle fallen zu lassen. Das gelang ihr ziemlich gut. Vielleicht auch, weil sie sich mit einem “Satan!” darauf eingestimmt hatte.

Mal ehrlich, wenn von sieben Mädchen nur drei eine gute Leistung zu bringen bereit sind, muss man dann wirklich bis zum 21. Mai warten, um drei Finalistinnen zu finden?

Was Hang Lose und Good Charlotte miteinander zu tun haben


Nach dem aufregenden Tag der Challenge gab es für die sieben übrig gebliebenen Kandidatinnen von Germany’s Next Topmodel einen ungewöhnlichen Punkt auf der Tagesordnung: Nichtstun. In der Gruppe am Strand versammelt durften sie gemeinsam mit Peyman und Rolf den Sonnenuntergang genießen und einfachmal abhängen. “Hang lose” nennt das der Hawaiianer.

Doch bevor sie die Sonne genießen konnten, trieb Sarina alle in den Wahnsinn. “Das Kleid oder das?”, “Macht mich das dick?”, “Dieses Shirt oder dieses?”, “Damit seh ich fett aus!” und mehr davon mussten sich die Mädchen anhören. Marie sagte der Kamera, dass Sarina immer so sei. Sie wird einmal eine der Frauen werden, die vor einem überquellenden Kleiderschrank stehen und sagen: “Ich hab nichts anzuziehen!”.

Die kleine Verschnaufpause am Strand war auch dringend notwendig, auch wenn die Mädchen noch nicht ahnten, was auf sie zukommen würde. Direkt bei ihrer Rückkehr in die Modelvilla hörten sie Musik spielen und folgten den Geräuschen. Was sie sahen, war kaum zu glauben: Da saßen Benji und Joel von der Rockband Good Charlotte und sangen! Doch die Jungs waren nicht zu ihrem Vergnügen da, sie sollten den Mädchen ein Rockstar-Training verpassen. Denn im nächsten Shooting ging es genau darum: Be A Rockstar!

Damit keine der Kandidatinnen auf den Bildern aussieht wie gewollt und nicht gekonnt und vielleicht sogar die Gitarre noch falsch herum hält, durften sie sich an den Instrumenten austoben. Hierbei zeigte Sarina wieder einmal ihre Qualitäten beim “Abspacken”. An den Drums drehte sie so richtig auf und hatte sichtlich Spaß. Doch es gab auch andere Bilder. Sara, Marie und Ira sagten alle, dass sie keine Rockgöhren seien und das auch nicht sein könnten. So sah es dann auch aus. Ira wirkte an den Drums wie bestellt und nicht abgeholt, Marie entschied sich ausgerechnet für das langweiligste Instrument, die Akustikgitarre, und Sara gab die Sängerin, die Angst vor der eigenen Courage hat.

Der Kommentar von Good Charlotte? “Da muss über Nacht noch einiges passieren, sonst wird das nichts.”

GNTM-Challenge auf Hawaii: Wer ist hier eine starke Frau?


Sieben ist die Zahl der Märchen: die sieben Zwerge, die sieben Geißlein, die sieben Raben. Auch in der Bibel spielt die Sieben eine Rolle: die sieben Plagen beispielsweise oder die sieben Weltwunder. Und Germany’s Next Topmodel stand in dieser Woche auch unter dem Zeichen der Sieben. Sieben Kandidatinnen sind noch übrig. Und eine muss am Ende gehen.

Zu den Aufgaben, die die Jury-Entscheidung beeinflussen, gehören auch immer die Challenges. Auf Hawaii ließ man die Mädchen in der Natur frei und gab ihnen eine Kamera mit. Da Mandy bei ihrem Werbedreh für MEXX war, ging die Gruppenzahl auf. In Zweiergruppen sollten sie sich als starke Frauen erweisen und dabei gegenseitig fotografieren. Stark, nicht sexy oder tarzanlike. Während Maria und Sara am Strand blieben und nach einigen Tipps von Rolf und Peyman mehr aus sich herausholen konnten als nur Räkeln im Wasser, gingen Sarina und Marie in den Wald. Tief. Sehr tief. Um sie herum nur Urwald und üppiges Grün. Dort verwilderten sie zusehends, rissen sich die Strumpfhosen kaputt und malten sich Striche ins Gesicht. Sarina sprang mit Urschrei von einem umgekippten Baum und Marie…nun Marie versuchte zumindest, wild auszusehen. Das Problem war nur, dass es nicht um wilde Frauen, sondern um starke Frauen ging. Thema verfehlt, setzen, Sechs.

Das Thema nicht ganz verfehlt hatten als Einzige Jessica und Ira. Sie posierten an einer Felskante, an der auch immer wieder wegen des starken Windes Wellen brachen und die beiden mit Wasser bespritzten. Das fand wiederum die Kamera irgendwann nicht mehr so lustig und spielte nicht mehr mit. Glücklicherweise waren wenigstens die Fotos auf der Speicherkarte nicht verloren und so konnten Ira und Jessi die Challenge als Team für sich entscheiden. Ihr Gewinn war ein Trip aufs Meer, bei dem sie erst Buckelwale aus der Nähe sahen und dann mit wilden Delphinen schwimmen konnten. Ira fand es zu Recht “atemberaubend” und zog am Ende des Tages das Fazit: “Ich hab sogar einen Delphin scheißen sehen, da fühlt man sich wirklich mittendrin.” Wer wollte dem etwas hinzufügen?

GNTM-Kandidatinnen in Hawaii: Casting statt Hula Hula


Es hätte so schön sein können: Sieben Mädchen fahren an den Strand von Hawaii und machen sich ein paar schöne Tage. Aber denkste. Kaum angekommen und noch nicht einmal ausgepackt hieß es: wieder einpacken und ab zum Casting. Der Kunde war niemand geringeres als Mexx, der für seine neuen Düfte “very nice” und “very wild” eine umfassende Kampagne machen will. Und für diese Kampagne suchten sie ein Gesicht, das aus den Reihen der GNTM-Kandidatinnen stammen sollte. Eine gute Chance für die, die bisher noch keinen oder nur selten einen Job ergattern konnten.

Eine von denen, die noch nicht viele Jobs bekommen hat ist Sara. Und ausgerechnet sie vergaß in der Eile ihr Modelbuch. Erinnert ihr euch an den Beginn der Staffel? Da war so etwas schon einmal passiert. Und diejenige bekam ein dickes Donnerwetter zu hören. Sara brauchte kein Donnerwetter. Sie hätte gute Chancen auf den Job gehabt – wenn sie ihr Modelbuch dabei gehabt hätte. So aber ging sie leer aus. Direkt nach der ersten Runde waren schon Maria und Ira raus – wahrscheinlich, weil Maria mit ihrem Typ sehr festgelegt wirkt und Ira sehr erwachsen. Der Kunde suchte aber einen wandelbaren und jugendlichen Typ.

Charmant und provokant – diese beiden Seiten einer Frau mussten die übrigen Fünf zeigen. Danach blieben noch Zwei: Jessica und Mandy. Erstaunlich eigentlich, denn gerade Jessica hatte einige Probleme, einen Unterschied zwischen dem nicen und dem wilden Lächeln klar zu machen. Und sie stand sich einmal mehr selbst im Weg. Dass sie den Job nicht bekommen hat, sondern Mandy das Gesicht von XX by MEXX wird, hat sie sich selbst zuzuschreiben.

Nicht ganz umsonst beschloss Peyman den Tag mit den Worten: “Die Anzahl der Jobs ist ein Zeugnis.”

Die Entscheidung: “Das sah aus wie Skateboardfahren…”


Diese Woche war hart, sowohl körperlich als auch seelisch. Die acht verbliebenen Kandidatinnen mussten sich als Stilikonen präsentieren, Marie war Barbie, Maria mal eben in London und alle zusammen kehrten ihr Innerstes nach außen. Und dann auch noch das: In der Entscheidung saß ein weiteres Topmodel der Jury zur Seite. Karolina Kurkova, die neben Heidi Klum eines der Victoria’s Secret Girls ist und schon längst den Status hat, den die GNTM-Kandidatinnen noch erreichen wollen. Doch Karolina kennt wie jedes “echte” Model auch die Schattenseiten des Modellebens. Es läuft nämlich nicht immer alles so glatt und problemlos, wie es den Anschein hat. Da sind schon Models durch den Catwalk gebrochen, aus ihren Schuhen gestürzt, die Kleider haben sich verselbstständigt und mehr freigegeben als geplant war und viele andere lustige Pannen mehr. Mit einer solchen mussten die Mädchen beim Livewalk fertigwerden und mit nur einem Schuh über den Catwalk laufen.

Mandy stellte sich als Erste dieser Aufgabe und meisterte sie bravorös. Mit einem knöchellangen Traum in Blasslila schwebte sie über den Laufsteg, als würde sie immer mit nur einem Schuh laufen. Das wurde von der Jury honoriert und von Karolina gelobt. Mandy gab dann etwas verschämt zu, dass sie das zuhause geübt hätte, weil sie Karolinas Missgeschick bei der Victoria’s Secret Schau gesehen hatte. Der einzige echte Kritikpunkt in dieser Woche waren Mandys Haare, die sahen etwas plattgedrückt aus, ansonsten hat sie ein tolles Foto im Brigitte Bardot Style, das sie in ihrem Modelbook nun präsentieren kann. Bis dorthin musste sie allerdings zittern, denn Heidi teilte ihr mit, dass die Jury eine Entscheidung getroffen hätte und sie, Heidi, leider kein Foto für Mandy hätte. Bleich, aber gefasst begann sie daraufhin ihren Abschied, nur um dann zu hören, dass Peyman aber ein Foto für sie hat. Gemein!

Dann kam Sarina. Peyman sagte nach ihrem Lauf das, was viele vorher gedacht haben werden: “Ich hatte mich schon auf den einbeinigen Piraten eingestellt.” Denn die Kleine der Gruppe schaffte es mal wieder, alle zu überraschen. Mit nur einem Schuh konnte sie plötzlich viel besser laufen als vorher mit zweien und auch wenn ihre Marilyn-Fotos etwas angestrengt aussehen, sind sie doch für eine 16-Jährige sehr sinnlich. Außerdem war Sarina in dieser Woche viel ruhiger und konzentrierter, wirkte insgesamt gelassener, offenbar hat sie sich die Worte der Jury wirklich zu Herzen genommen. Und darum darf sie ihr Foto mit nach Hause nehmen.

Jessica wusste, dass dies nicht nur nicht ihr Tag, sondern insgesamt nicht ihre Woche gewesen war. Nach ihrem Walk sagte Karolina, die sie dort zum ersten Mal überhaupt gesehen hat, dass man Jessi ansehen würde, dass sie sich nicht wohl fühlt und nur will, dass das vorbei ist. Wobei offen blieb, ob sie damit die Entscheidung oder das Projekt meint. Insgesamt macht Jessica tatsächlich den Eindruck, als hätte sie sich aufgegeben. Doch die Jury hat es nicht und so wird sie wohl auch in der nächsten Woche noch einmal ran müssen. Über diese Entscheidung konnte sich Jessica allerdings nicht so richtig freuen.

Maria kam mit einem wunderschönen blauen Kleid, das super zu ihren roten Haaren passte. Nur ihr Livewalk wirkte ein wenig, als hätte sie Zappelwasser getrunken oder schlimmeres. Es fiel ihr auch selbst auf und im Nachhinein konnte sie es nicht erklären. Heidi bestätigte ihr, dass sie im Shooting als Stilikone super war, dass sie aber lernen muss, die Angst davor zu verlieren, sich selbst anzufassen. Aber sowohl Rankin als auch Kristian Schuller als auch die Jury waren zufrieden mit ihr und so ist sie eine Runde weiter auf dem Weg zum Finale.

Maries Lobsträhne scheint endgültig abgerissen zu sein. Obwohl sie den Barbie-Job bekommen und auch sehr professionell erledigt hatte, wurde sie wieder kritisiert. Ein Topmodel wird man nicht, wenn man aalglatt und ohne Fehler ist, wenn man alles perfekt macht. Ein Topmodel bleibt im Gedächtnis, weil es Ecken und Kanten hat, an die man sich erinnern kann. Die Kunden haben schon öfter gesagt, Marie sei austauschbar. Das muss sie nun ändern, wenn sie wirklich gewinnen will. Aber ein Foto bekam sie natürlich trotzdem.

Ira war in dieser Woche ein wenig auf Sparflamme und das wusste sie auch. Im Shooting sei, so Heidi, ein winziger Funken übergesprungen, aber für den Sieg braucht es einen Großbrand. Diesen sollte sie in der nächsten Woche entfachen, denn sonst wird die Luft, die Ira nach oben bis zum Optimum noch hat, sehr dünn.

Sara fiel in dieser Woche eigentlich nur positiv auf. Erst kam sie in die engere Wahl fürs Barbie-Shooting, dann machte sie sich bei der Challenge super, das Foto als Betty Page war einfach nur der Hammer (O-Ton Jury). Bei der Entscheidung jedoch ließ Heidi sie zappeln. In der vergangenen Woche hätte sie grundlos geweint, aber diese Woche gebe es Grund für Tränen, sagte sie. Und da glitzerte es auch schon in Saras Augen. “Freudentränen!”

Die Letzte beim Walk und Erste bei der Entscheidung war Larissa. Sie trug ein wunderschönes schwarzes Abendkleid, das ihr auch super stand, in dem sie sich aber sichtlich unwohl fühlte. Ihr Walk war eine reine Katastrophe, denn Larissa versuchte, nun besonders weiblich zu laufen und schoss dabei weit über das Ziel hinaus. “Das sah aus wie Skateboardfahren”, war Peymans Kommentar dazu. Auch beim Shooting hatte sich Larissa wieder schwierig angestellt und zusammengenommen mit all ihren Wehwehchen und Diventrips, den Zickereien und Extrawürsten der letzten Wochen war an dieser Stelle Schluss für sie. Austria’s next Topmodel wird nicht Germany’s next Topmodel. Aber Larissa wäre nicht Larissa, wenn sie nicht noch am Schluss einen draufsetzen würde: “Davon will ich aber eine Kopie!” Heidi: “Von dem Foto? Larissa, es gibt kein Foto heißt, es gibt kein Foto!”
Wieder draußen bei den anderen Mädchen machte sie bewusst auf cool, ließ sich nichts anmerken, aber mit der Bemerkung: “Jetzt sagt wenigstens, dass ihr mich vermissen werdet!” zerstörte sie diesen Eindruck ganz schnell wieder. Und mal ehrlich: Wer wird sie wirklich vermissen?

Nächste Woche geht es für die sieben Geißlein nach Hawaii. Mal sehen, was sie dort erwartet. Und wer bis dahin nicht genug von Heidi bekommen kann, sollte am Samstag um 14.35 Uhr Pro7 einschalten. Dann tritt sie in einer Gastrolle in der Kultcomedy “How I Met Your Mother” auf.

Die Stunde der Wahrheit


Was machen acht Mädchen abends, wenn sie eine ganze Villa für sich haben? Man könnte denken, sie lümmeln rum, schlürfen Prosecco und spielen mit den leeren Flaschen Flaschendrehen. Ganz so weit weg davon war die Idee von Jury-Mitglied Rolf nicht. Er wollte, dass die GNTM-Kandidatinnen sich ihrem Ich stellen und sich selbst vor einen Spiegel. Dafür sollten sie Fragen formulieren und sie auch selbst ehrlich beantworten. Ein Beispiel für eine solche Frage war: “Warum bin ich hier?”

Als Rolf die Aufgabe stellte, ahnte er wahrscheinlich nicht, welches Tränenmeer er damit auslösen würde. Den Anfang machte Maria. Sie beantwortete sich die Frage damit, dass sie sich selbst beweisen wolle, dass sie auch etwas kann. Dass sie nicht nur “die Tochter von” ist, sondern Maria. Dass sie stolz darauf ist, etwas besser zu können als andere.

Iras Beweggründe, zu GNTM zu gehen, waren offenbar ganz ähnliche. Auch sie fühlte sich vorher ein wenig wie das sprichwörtliche fünfte Rad am Wagen.

Auch Sara will besser sein und sicherer werden. “Wenn mir jemand sagt, dass ich nicht gut bin, dann glaub ich das.”

Marie gab einen Einblick in ihr Seelenleben und zumindest ansatzweise eine Antwort auf die Frage “Warum bin ich so unemotional?”. Sie verbrachte ihr Leben zu einem großen Teil damit, es allen Recht machen zu wollen und wurde dann bitter enttäuscht. Der Eindruck, den sie bei GNTM hinterlässt, ist der, dass sie es nun “nur” noch Menschen Recht machen will, die sie nach vorn bringen können. Warum auch nicht? Angela Merkel ist so Kanzlerin geworden.

Mandy stellte sich die Frage, warum sie nicht 100 Prozent geben kann, obwohl sie es möchte und beantwortete diese Frage sehr reflektiert. Man konnte ihr anmerken, dass sie schon oft darüber nachgedacht hat. Aber genau diese Gedankengänge sind es dann wieder, die eben die 100 Prozent verhindern. Sie steht sich selbst im Weg, weiß es und steht sich darum selbst wieder im Weg. Wenn sie es bis ins Finale bringen will, muss sie diesen Teufelskreis durchbrechen.

Larissa sagte nichts, was man nicht auch schon früher von ihr gehört hätte. Sie komme sehr hart rüber, könne aber auch ganz anders sein. Tief in ihrem Inneren sei sie ja lieb und nett, aber sie wurde schon zu oft enttäuscht und musste immer kämpfen. Stellt sich dem aufmerksamen Beobachter die Frage, ob sie nicht vielleicht allein dieser Meinung ist und sich so benimmt, weil sie denkt, dass sie so sein muss.

Rolf fand die Runde sehr aufschlussreich, auch wenn sie in Gruppentränentrocknen endete. Und Maria sagte, dass sie sich nun besser und auch besser verstanden fühlt. Bleibt zu hoffen, dass es hilft.

“Kinn runter!” – Stil hat man oder eben nicht


Mit den Barbiefotos hatte es ja nur für Marie geklappt, doch auch die anderen der acht Kandidatinnen sollten die Möglichkeit haben, glamouröse Fotos von sich zu bekommen. Darum war die Idee der Jury, die Acht zu Stilikonen zu machen. Jeweils zwei Mädchen traten an als Marilyn Monroe, Betty Page, Brigitte Bardot oder Sophia Loren. Alles sehr verschiedene Frauentypen, alle sehr sexy und auf ihre Weise unverwechselbar.

Das Shooting für die Marilyn-Bilder fand auf dem Dach eines Hochhauses statt. Mittels einer Windmaschine wurde der Rock des weißen Kleides in die Höhe geblasen und, man ahnt es schon, so das berühmteste Bild der Monroe nachgestellt. Die Szene auf dem U-Bahn-Schacht in New York aus dem Film “Das verflixte 7. Jahr”. Nun könnte man denken, dass das nicht so schwer sein kann. Wind kommt, Rock hoch, Hände in den Schritt und überrascht gucken. Doch Sarina hatte ganz große Koordinationsprobleme. Kristian Schuller, der Fotograf, der auch schon in vorangegangenen Staffeln Fotoshoots für GNTM gemacht hat, brüllte immer wieder “Kinn runter!” Höhepunkt des Shootings mit Sarina war übrigens: “Dein Schritt ist nicht beim Knie, sonder hier oben!” Ach Sarina…
Jessica wirkte als Marilyn aber auch nicht sehr entspannt. Im Gegenteil. Sie empfand den Mann an der Windmaschine, der unter ihr saß und bei jedem Windstoß freie Sicht auf ihre Wäsche hatte, als Zumutung. Heidis Kommentar: “Dann hat er ihr eben untern Rocke geguckt. Na und?” Und schließlich musste er ja irgendwo sitzen. Schade, dass die Fotos darunter gelitten haben.

Marie und Sara durften Betty Page, ein berühmtes Pin-Up-Girl der 50er Jahre, darstellen. Marie konnte mit dem Konstrukt Betty Page nichts anfangen, dafür aber mit Dita von Teese, die ja einen ähnlichen Stil hat. Fand zumindest Marie. Heidi musste ihr dann noch kurz die “Angst vorm eigenen Busen” nehmen und dann konnte es losgehen. Betty Page sah auch immer sehr künstlich aus, insofern hat Marie sie gut getroffen.
Sara hingegen hauchte der Kunstfigur Betty Page Leben und vor allem Sexappeal ein. Kristian Schuller und Heidi waren sich einig: “Besser als das Original.”

Eine der aufregendsten Frauen der Welt, Brigitte Bardot, sollten Mandy und Larissa geben. Ausgerechnet Larissa, für die Weiblichkeit ein Fremdwort ist und die sich in Jeans und Lederjacke immer wohler fühlen wird als im Abendkleid. Dementsprechend bereitete ihr das Posen auf der Couch auch arge Schwierigkeiten. Und auch, wenn sie sich selbst darüber ärgerte, musste sie wohl langsam erkennen, dass es nicht ausreicht, jede Woche Lippenbekenntnisse abzugeben, was man alles sein kann und dann die Beweise schuldig zu bleiben.
Mandy hingegen räkelte sich leicht und sexy auf der Couch, sie wirkte sicher und schien sich wohl zu fühlen. Sie zeigte alles, was Larissa vermissen ließ. Kristian fasste den Shoot passend zusammen: “Well done, Sweetheart!”

Zu guter Letzt posierten Maria und Ira als Sophia Loren, die auch heute noch, mit über 70 Jahren eine Sexbombe ist und eine Weiblichkeit und Sinnlichkeit ausstrahlt, wie es manche Frauen mit 20 Jahren nicht mal ansatzweise können. Diese Stilikone zu verkörpern ist eine große Ehre, jedoch auch eine große Aufgabe. Heidi stellte das Offensichtliche fest: Geschminkt und mit den passenden Kleidern sah Ira der jungen Loren zum Verwechseln ähnlich. Auch Maria gestand neidlos ein, dass Ira vom Typ her eher Sophia ist als sie selbst.
Doch Maria schlug sich auch nicht so schlecht. Während Ira etwas abwesend gewirkt hatte, war Maria wie immer unglaublich präsent und setzte auf die Wirkung ihrer Augen.

Jessica hatte vor ihrem Shoot gesagt, dass man Marilyn nicht imitieren könne. Kann man Stilikonen überhaupt imitieren? Die Entscheidung wird es zeigen.

Es ist offiziell: Ein schönes Gesicht reicht nicht für ein Topmodel


Bar Rafaeli, ein Name “wie Musik in meinen Ohren. Und Augen.” Sagte Peyman. Er scheint ein echter Fan der Freundin von Leonardo di Caprio zu sein. Das iraelische Topmodel war aber nicht wegen Peyman gekommen, sondern um die Jury bei ihrer Entscheidung zu unterstützen und den Kandidatinnen vorher ein paar Tipps zu geben, wie sie sich auf dem Laufsteg besser präsentieren können. Sie hatte nicht bei vielen etwas auszusetzen, konnte aber der einen oder anderen noch einen Rat auf den Weg geben. Sarina hätte ihr besser zugehört und nicht ständig an Leo gedacht, den Bar ihrer Meinung nach hätte mitbringen sollen.

Für den Livewalk standen Outfits bereit, die man am besten mit “schön bunt” beschreiben kann. Luftige Babydolls und Sommerkleidchen in knalligen Farben. Nur Ira hatte sich für ein knielanges Etuikleid in schwarz, weiß und grau entschieden.

Die Erste, die sich der Kritik stellen musste, war Maria. Sie bekam eine gute Ladung Lob ab. Sie könne gut zuhören und sei sehr professionell. Und jetzt könne sie gehen. Sie bräuchte sie Entscheidung nicht mehr abzuwarten. Maria war sichtlich geschockt, akzeptierte aber die Entscheidung und wollte sich gerade bei allen bedanken, als Heidi sie fragte: “Erinnerst du dich an Rankin? Und daran, was er gesagt hat?” Nach dem Shooting mit dem Starfotografen hatte dieser nämlich geäußert, dass er Maria buchen würde. Und genau das hatte er nun getan. Die Eile der Jury, Maria los zu werden, hatte ihre Ursache darin, dass Maria ihren Flieger nach London bekommen musste.

Jessica musste zum ersten Mal seit Wochen nicht wirklich um ihr Weiterkommen bangen. Sie hatte ihren ersten Job ergattert, war bei der Challenge die Erste, die auftrat und folgerichtig die Erste, die mit einem Foto den Raum verließ.

Mandy konnte zwar ihren New Yorker Erfolg nicht wiederholen, bekam aber dennoch von Peyman ein “BINGO” und von Heidi ein Foto.

Marie hörte nun bereits zum dritten Mal in Folge harte Kritik. Sie ist zu nett, zu brav, das Mädchen von nebenan. Trotzdem bekam sie ihr Foto und ihre DVD mit dem Spot.

Sara ist zwar auf dem Laufsteg eine der Besten, bei Kundenkontakt steht sie sich aber mit ihrem Perfektionismus häufig selbst im Weg. Daher traut sie sich oft nicht, aus sich heraus zu kommen und wirkt immer süß und nett und lieb. In den folgenden Wochen wird sie auch andere Facetten zeigen müssen, wenn sie eine Chance auf die Top 3 haben will.

Ira zeigte zwar beim Dreh nicht die “geschmeidigsten” Bewegungen, wie Heidi sagte, dafür versuchte sie dort aber auch nicht, beim Rocken immer noch an ihr Gesicht zu denken. So wirkte sie viel natürlicher und unverkrampfter als viele andere, bemerkte Bar Rafaeli. Die Jury war sich einig: Ira hat noch viel Luft nach oben – und das will sie sehen!

Was soll man über Larissa sagen in dieser Woche? Nachdem sie in der vergangenen Woche erstaunlich ruhig war, trat sie diese Woche zurück ins Rampenlicht. Hatte ihr die Challenge noch zugesagt, tat es der Dreh offenbar nicht mehr und sie war wieder leidend. Wie schon beim Cheerleading und beim Poledancing. Trotzdem wirkt sie bei den Livewalks immer sehr selbstsicher, aber selbst Bar, die sie zum ersten Mal erlebte, fiel auf, dass Larissa übertrieben wirkt. Auch der Vorwurf, dass sie sehr maskulin wirkt, ist nicht neu und kam in dieser Entscheidung nicht zum ersten Mal. Sie bekam ihr Foto trotzdem. Und wie es Larissas Art ist, plapperte sie wieder brav nach, was die jury ihr ans Herz gelegt hatte und behauptete sogar, dass in ihr eine Diva stecken würde. Wir werden sehen.

Katrina hatte schon beim Dreh den Eindruck gemacht, als wäre sie lieber woanders und das bemerkte auch Bar Rafaeli. Nach dem Livewalk stand sie mit verschränkten Armen vor der Jury und sah verloren und traurig aus. Und dementsprechend fiel auch die Kritik aus: Sie sei energielos, negativ, unbeholfen, ohne Anmut und lächelt nie. Peyman brachte es auf den Punkt: “Wir haben immer weniger das Gefühl, dass du es schaffen kannst.” Und der Zuschauer dürfte inzwischen immer mehr das Gefühl haben, dass Katrina es gar nicht schaffen will. Jedes Shooting ist zu hart, zu kalt, zu anstrengend. Irgendwas tut immer weh.

Sarina hätte wie gesagt Bar besser zuhören und zuschauen sollen, statt von Leonardo di Caprio zu träumen. Denn bei ihrem Livewalk zeigten sich wieder die gleichen alten Fehler wie schon am Anfang der Staffel. Es ist aber auch nicht so einfach, sich gleichzeitig auf den rechten und den linken Fuß zu konzentrieren und dann noch auf die Bewegung, die koordiniert werden muss. So lief sie wieder wie eine Bäuerin im feinen Stoff, die eben noch die Resi gemolken hat, über den Laufsteg. Zwar hänge sie sich immer bis 150 Prozent in die Aufgabe, aber sie höre nie genau zu. Klingt gemein? Frage Heidi: “Welches Produkt sollte mit dem Spot verkauft werden?” Sarina: “Die Gitarre?” Zur Erinnerung: es ging um die Unterwäsche.

Katrina und Sarina mussten gemeinsam zur Entscheidung antreten und es war von vornherein klar, dass mindestens eine von ihnen gehen würde müssen. Sie haben mehr gemeinsam, als ihnen lieb sein sollte: die fehlende positive Energie, die fehlende Zielstrebigkeit und die fehlenden Jobs, um nur einiges zu nennen. Doch die Jury war auch der Meinung, dass es Katrina darüber hinaus an Talent fehlt. Und das ist ein Ausschlusskriterium. Darum ist Katrinas Traum von der Karriere an dieser Stelle vorbei. Sie nahm es gefasst auf. Zwar kullerten ein paar Tränen, doch das war wohl mehr Erleichterung. Jedenfalls spielte sie erst einmal ein wenig abwesend mit ihren Haaren.

Und wieder geht die Woche mit einer verständlichen und einigen unverständlichen Entscheidungen zu Ende. Für Katrina ist es sicher die beste Entscheidung, nach Hause geschickt zu werden, sie wirkte nicht sehr glücklich, hing aber drin und kam nicht mehr aus der Sache raus. Aber auch Sarina scheint nicht mehr ganz so fröhlich und unbefangen wie am Anfang. Und Larissa? Wie gesagt, wir werden sehen.

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