GNTM-Kandidatin Jessica schnappt Mandy Catwalk-Job vor der Nase weg


Bisher waren die angehenden Topmodels von GNTM nie allein bei Castings. Immer war jemand von der Jury dabei, um hinterher Manöverkritik üben zu können oder einfach geistigen Beistand zu leisten. Dieses Mal waren die Mädchen allein. Außerdem konnten sie sich schon einmal darauf einstellen, wie es ist, zu fünft zu sein, denn Sara war bei ihrem Sony Ericsson Shoot und daher nicht beim Casting dabei.

Das Casting war für niemand Geringeren als Kevin Hall und der Meister war auch selbst anwesend. Es ging um einen wichtigen Job: eine Fashionshow von Kevin Hall. Gesucht wurde das 15. Gesicht in der Reihe, 14 Models standen schon fest. Na, den Job hat Mandy doch so gut wie in der Tasche! Dachte man. Doch manchmal kommt es anders und zweitens als man denkt.

Die Fünf stellten sich vor und es gab mal wieder eine zweite Runde. Sarina und Maria mussten gleich gehen, denn Maria war ihnen zu erwachsen, Sarina war ihnen nicht erwachsen genug. Und schon kullerten wieder die Tränen, denn Sarina sah ihre Felle davon schwimmen. Bisher ist sie die Einzige ohne Job geblieben und das Shooting war auch nicht so toll gelaufen, sie war schon öfter Wackelkandidatin gewesen – ob das ihr Schicksal endgültig besiegeln würde?

Gleich in der zweiten Runde waren Jessica und Mandy, Jessi wegen ihrer wirklich tollen Augen, Mandy, weil sie einfach toll läuft. Nachträglich in die zweite Runde kam Marie, weil Kevin Hall fand, dass sie Potenzial habe und fast amerikanisch wirke. Kevin Hall designt unter anderem Abendroben für die Stars, die diese dann zu so unwichtigen Anlässen wie der Oscar-Verleihung tragen. Also mussten die Mädchen in der zweiten Runde im Abendkleid von Kevin Hall laufen. Mandy trug ein tolles goldenes Kleid, knöchellang, Jessica ein sehr elegantes Kleid in dunklem Marineblau, das toll zu ihren Augen passte. Und Marie? Marie ein rosafarbenes Etwas mit einem Quetschgürtel und sah aus wie eine unglückliche Teewurst. In diesen Kleidern darf man einfach keinerler Unzulänglichkeiten in der Figur haben. Marie hat aber welche und flog daher auch raus. Blieb die Entscheidung zwischen Jessi und Mandy.

Es geschah das Unglaubliche: Jessica bekam den Catwalk-Job! Ausgerechnet Mandy konnte für einen Laufsteg-Job nicht überzeugen. Jessi konnte es selbst nicht ganz glauben und im Nachhinein ging das Geläster auch gleich los. In einem waren sich in dieser Woche alle GNTM-Kandidatinnen einig: Jessi ist diejenige, die nicht mehr will und gehen sollte, um anderen eine Chance zu lassen. Und dann gewinnt ausgerechnet sie gegen Mandy. Die sagte dazu nur, dass es sie natürlich ärgere, den Job nicht bekommen zu haben, sie ihn aber jemandem wie Sarina, die sich reinhängt und Ehrgeiz zeigt, mehr gegönnt hätte.

Doch es ist, wie es ist. Das Fazit der Woche bleibt: Alles geht, nichts ist unmöglich.

GNTM Challenge: Hoch hinaus für eine Uhr


In den Challenges mussten die sechs noch vorhandenen Kandidatinnen von GNTM ja schön des öfteren Mut und Kraft beweisen. Aber so etwas, wie in dieser Woche gabs wohl noch nie: Artistik am Heißluftballon. Also eigentlich war es ein Heliumballon, der an Seilen auf bis zu 20 Meter heraufgelassen wurde und an dem unten statt des Korbes eine Konstruktion hing, die einem daran hängenden Menschen artistische Einlagen ermöglichte. Ausgedacht hat sich dieses System Jochen Schweizer und eine seiner Mitarbeiterinnen führte vor, wie es geht.

Eigentlich ganz einfach: hautengen Catsuit an, befestigen lassen und quasi freischwebend nach oben gleiten, dabei ein paar Überschläge und Akrobat schön und einen möglichst guten Eindruck machen. Nun machte das die Assistentin offensichtlich nicht zum ersten Mal, unsere Mädchen aber schon. Jessica traute sich als Erste, im knallroten Catsuit mit knallrotem Lippenstift. Und kurz, bevor es losging, teilte Heidi mit: Es geht nicht nur um Spaß, hier werden Fotos gemacht. Na wie gut, dass der Druck damit weniger wurde. Jessi schlug sich gar nicht schlecht als Artistin, aber Peyman brüllte immer mit dem Megaphon: “Laaaangweilig!” Marie, ehemals Topfavoritin auf den Sieg, bewies einmal mehr, dass sie es mit Koordination nicht so hat. Sie sah eher aus wie ein nasser Sack und mühte sich ziemlich ab.

Maria liefert eine solide, aber nicht herausragende Leistung ab. Aber dafür, dass sie unter extremer Höhenangst leidet – Hut ab! Sarina, die ja eher für ihre Tollpatschigkeit bekannt ist, war überraschend gut. Wenn man sich daran erinnert, wie sie beim Fliegen in Hollywood rumgeeiert ist, war das eine Spitzenleistung am Ballon. Als Mandy oben war, dachten alle, es könnte nicht besser werden. Doch dann kam Sara als Letzte, die alle anderen gesehen hatte und sich massiv unter Druck setzte. Dabei war das gar nicht nötig, einen Überschlag nach dem anderen machte sie, als hätte sie es jahrelang geübt.

Damit gewann Sara die Challenge. Der Preis: eine schicke Uhr im Wert von 2600 Euro. Sara war happy und nun waren die Nörgler dran: Rolf und Peyman mussten auch rauf. Und stellten fest, dass sie es überhaupt nicht besser können und dass ihre Anweisungen von unten etwas hochnäsig gewesen waren. Hochmut kommt eben vor dem Fall…

Sara’s Shoot für Sony Ericsson: Polizist wollte sie mitnehmen!


Sony Ericsson suchte ein Gesicht für seine Doppel-Kampagne für ein neues Handy und Sara hat den Job bekommen. Doch die Freude darüber war nicht ungetrübt, denn mit ihrem Sieg blieb Sarina weiter ohne Job und war grenzenlos enttäuscht. Sie sah ihre Felle langsam aber sicher davon schwimmen, denn selbst mir ihren 16 Jahren war Sarina langsam klar, dass gute Fotos auf Dauer kein Model ausmachen. Und obwohl sie alle Kandidatinnen trösteten und ihr Mut zusprachen, dass sie bisher doch auch immer ohne Jobs weiter gekommen sei, saß da der Stachel. Den spürten auch die anderen Mädchen, doch es half nichts. Die Entscheidung war gefallen und so ging Sara zum Shooting.

Vor ihr lag ein volles Programm: An nur einem Tag mussten drei Motive für zwei Kampagnen geschossen werden. Doch Sara war wieder einmal sehr professionell. Das goutierte auch der Kunde und war begeistert. Gunter Thiel, Marketing Direktor bei Sony Ericsson, sagte, dass sie genau das gebracht habe, was man sich für diese Komapgne erhofft hatte. Er sei “sehr happy”.

Einen kleinen Schreckmoment gab es beim Shoot: Plötzlich kam ein Polizist auf einem Motorrad ans Set gefahren und wollte die Drehgenehmigung sehen. Diese gab es natürlich. Während jedoch nach ihr gesucht wurde, schaute der Cop sich um und fragte, was das denn sei. Ein TV-Shooting, hieß es. Dann sah er Sara und fragte, ob sie das Model wäre. Ja, hieß es. “Ich habe noch Platz auf meinem Bike hinter mir, ich würde sie gleich mitnehmen!”. Aber leider war das Shooting noch nicht vorbei, so dass Sara diese Gelegenheit ausschlagen musste. Leider? ;)

Für mich solls rote Rosen regnen…


Das war das Motto des dieswöchigen Shootings. Das Set war recht simpel: ein Rosenbett wie in “American Beauty”, nacktes Model rein, fertig. Nun sind aber nicht alle der sechs Kandidatinnen von GNTM ohne weiteres bereit, ihre volle Schönheit auch unverhüllt zu präsentieren. In der vergangenen Woche gab es ja schon beim Walk im Bikini einige, die sich nicht wirklich wohl in ihren Körpern fühlten. In dieser Woche war es ausgerechnet Jessica, die zickte. Sie, die wusste, dass sie seit Wochen auf der Kippe steht und immer wieder mitgeschleift wird, obwohl sie nicht den Eindruck macht, als wollte sie weiter kommen. Und selbst die Tatsache, dass der Fotograf Russel James war, den sie schon vom Unterwäsche-Shooting in New York kannte und Heidi Klum sich persönlich darum kümmerte, dass unter den Rosenblättern nichts hervorblitzt, was nicht sichtbar sein sollte, konnten sie davon abbringen. Ihr Freund fände das nicht gut und würde ihr Ärger machen.

Mal ehrlich, wenn Jessica Motzkus Germany’s Next Topmodel werden kann, braucht sie dann noch einen Mann, der ihr einen Großteil ihrer Arbeit, körperbetonte Aufträge nämlich, verleidet? Maria meinte dann auch nicht zu Unrecht, dass bisher in allen Staffeln Shootings dabei waren, in denen die Kandidatinnen leicht bekleidet waren und dass man sich das doch hätte vorher überlegen können. Mandy ging da noch einen Schritt weiter und meinte, wer das nicht wolle, der solle lieber gehen als diesen Platz zu blockieren und einem anderen damit die Chance zu verbauen.

Immerhin, Marie fand das Shooting toll. Aber Marie findet ja immer alles toll, was sie vorwärtsbringen könnte. Immerhin bekam sie Lob von Heidi, die ihr bestätigte, sie wäre dieses Mal nicht so lieb und nett wie sonst gewesen, sondern sehr sinnlich. Maria hatte hingegen keinen guten Tag und lieferte das schlechteste Shooting bisher ab. Sara bezeichnete Russel James als “süße Überraschung”. Sie sei zwar nicht perfekt, wisse aber ihr Kapital sehr gut einzusetzen. Auch Mandy lieferte eine fast schon gewohnt gut Leistung ab. Die Erwartungen an Sarina waren sehr hoch, doch das Ergebnis gar nicht so schlecht. Aber eben nicht so gut wie sonst. Zusammen mit den bisher fehlenden Job könnte das das Aus für das Küken der Staffel bedeuten.

Es wird ernst: Wer kommt ins Finale?


Nein, direkt ums Finale ging es in dieser Woche noch nicht, aber um die Wurst allemal. Noch sechs Kandidatinnen sind übrig bei Germany’s Next Topmodel und sie alle könnten in drei Wochen alle ihre Träume erfüllt sehen. Doch bis dahin ist es eben doch noch ein Stück Weg. Und der muss gegangen werden, ob sie nun wollen oder nicht. An dieser Stelle stellt sich die Frage: Will Jessica wirklich weiterkommen? Kann Sarina sich noch steigern? Wird Sara das nächste Topmodel? Ist Maria in ihrem Typ zu festgelegt, um gewinnen zu können? Reicht für Marie das “nette Mädchen von nebenan”, um ins Finale einzuziehen? Oder wird ganz Deutschland wie New York zu Mandy-Land?

Ihre erste Chance in dieser Woche hatten die Mädchen bei einem Casting für den Telefonhersteller Sony Ericsson. Er suchte ein Gesicht für gleich zwei Kampagnen. Das neue Handy hat eine besondere Funktion: es löst die Kamera erst aus, wenn das Motiv lächelt. Es ging also nicht nur um einen Job, sondern im Grunde genommen um zwei Jobs in einem Paket. Serh attraktiv für angehende Topmodels.

Und die übrig gebliebenen Sechs gaben sich mehr oder weniger Mühe. Sarina begann hier ihren Kampf, der sie die ganze Woche über begleitete. Mandy war souverän, fast schon ein wenig zu siegessicher. Diese Attitüde hatte auch Marie einmal, musste sie aber inzwischen ablegen, da sie längst nicht mehr zu den Topfavoritinnen gehört. Auch Jessica gab sich Mühe, auch wenn sie ihre Lustlosigkeit oder Selbstaufgabe nicht wirklich übertünchen konnte. Doch wenigstens hatte sie schon Jobs, was Sarina nicht von sich behaupten kann. Bei Sara hatte Heidi Bedenken. Farbige Models seien nicht so kommerziell wie weiße, meinte sie.

Der Kunde konnte sich an diesem Tag nicht entscheidung und vertagte die Verkündung der Siegerin. Über den aufregenden Shoot im Rosenbett vergaßen einige fast, dass da ja noch diese Chance offenstand. Doch dann kam sie. Und strafte Heidi ab. Sara bekam den Job und ist das Gesicht von Sony Ericsson in der neuen Kampagne. Damit ist sie dem Schritt unter die fünf Topfavoritinnen auf den Sieg bei GNTM um einiges näher gekommen.

Unser exklusiver Gastkommentar zu Episode 12 von der Beauty Queen of Germany, Nadine Trompka


Nadine Trompka ist Model und war 2005 die Beauty Queen of Germany. Bei uns kommentiert sie exklusiv bis zum Finale, was in den Folgen passiert.

Wieder einmal eine spannende Folge, diesmal auf Hawaii mit einem tollen Casting.

Bei dem Casting stach meiner Meinung nach Mandy heraus, die auch den Job erhielt, obwohl ich ihren Schrei nach dem Motto “Ich will den Job” eher erschreckend fand, aber zumindestens war sie die Einzige, die es verstanden hatte, dass es hierbei um Emotionen ging. Anders beispielsweise Jessica, deren wildes Lachen nicht von dem zurueckhaltenden Lachen zu unterscheiden war.
Schockiert hat mich Sara, die ich bis jetzt ziemlich professionell fand, aber wer sein Modelbook bei einem wichtigen Casting nicht mitbringt, nimmt schon einiges hierbei nicht allzu ernst, da das Book die Visitenkarte eines Models ist und das Casting jedes Mal ein wichtiger Bestandteil der Entscheidung der Jury ausmacht.
Enttäuscht war ich ebenfalls von Marie, die es scheinbar nicht schafft, endlich einmal aus sich rauszukommen und zu zeigen, dass sie noch andere Facetten hat als nur niedlich zu sein, was ich sehr schade finde.

Diesmal ging es bei dem Shooting darum, einmal nicht das typische Model zu sein, sondern ein Rockstar, wo die Mädchen zeigen konnten, wie gut sie improvisieren können und wie spontan sie auf Shootings reagieren, die ausserhalb der normalen Fashion-oder Beautyfotografie liegen.
Sarina überzeugte diesmal von sich und zeigte, dass sie als Einzige wirklich unbefangen an die Sache rangeht, wo andere sich die Situation kaputt gedacht haben und keinen großen Spaß an dem
Shoot hatten, wie beispielsweise Ira, die dies unter anderem auch den Sieg kostete. Wirklich umgehauen hat mich allerdings keins der Fotos, weshalb ich es auch sehr schwer fand herauszufinden, wer am Ende die Show verlassen muss.

Bei der Entscheidung ging es dann einmal wieder auf den Laufsteg, wo die Mädchen diesmal das Thema Hawaii bekamen, bedeutete Bikinis, Beachteint und lockere, frische Walks, aber keins der Mädchen genoss den Walk auf dem Catwalk wirklich und sie fühlten sich sichtlich unwohl in ihrem Körper und es hagelte massiv Kritik, zu Recht meiner Meinung nach, denn ein Model sollte bereit, es sich nicht anmerken zu lassen, wenn sie sich in einem knappen Outfit nicht wohl fühlt, sondern Selbstbewusstsein ausstrahlen… Ich bin auf jeden Fall auf die nächste Folge gespannt! ;)

Phillipp Plein: “Fühlst du dich eigentlich im Bikini wohl?”


Am Abend vor der Entscheidung gönnten sich die sieben übig gebliebenen Mädchen einen entspannten Kochabend in der Modelvilla. Dabei wurde wild spekuliert, wer denn diesmal wohl gehen würde. Es ist schon faszinierend, wie wenig selbstkritisch dabei einige waren. Kochen und Schlemmen scheint für einige von ihnen immer noch ein Hobby zu sein, wie man beim Livewalk sehen konnte. Denn diesmal war das Motto: Hawaii und Bikini. Und soviel kann verraten werden: Außer Mandy fühlte sich keine im Bikini wirklich wohl. Das mag daran gelegen haben, dass Philipp Plein diesmal der Jury bei der Entscheidung helfen durfte. Es mag aber auch daran gelegen haben, dass sie genau wissen, wo ihre Problemzönchen sitzen. Und sicher lag es daran, dass alle spüren, dass der Druck ins Unermessliche wächst.

Die Erste auf dem Laufsteg war Maria und sie hörte Kritik. Ihre Castings werden schlechter, sie kann die Kunden nicht von sich überzeugen. Dafür war sie beim Shooting als Rockstar überzeugend und authentisch und genau das rettete Maria in dieser Woche.

Sarina sagte vor ihrem Walk, dass sie fände, sie laufe jetzt viel besser. Gut, wenn man ihren Lauf mit dem ersten Casting vergleicht, liegen da Welten dazwischen und sie hat sich deutlich gesteigert. Doch noch immer wirkt sie tapsig, wie Philipp Plein sagte. Dafür war sie die Beste beim Shooting. Aber in Natura könne sie eben nicht überzeugen und keine Jobs einheimsen. Sie durfte ihr Foto mitnehmen, aber wenn sich nicht grundlegend etwas verbessert, wird die Luft für Sarina wohl sehr bald sehr dünn werden.

Marie wirkte sehr angestrengt, wie schon beim Shoot und das fiel auch der Jury auf. Sie war sich im Klaren darüber, dass die Woche mal wieder nicht so gut für sie gelaufen war und bekam das von Heidi auch bestätigt. Die sagte ihr nämlich, dass die anderen Mädchen sie inzwischen eingeholt, wenn nicht sogar überholt haben. Peyman fragte Marie, was sie tun würde, wenn sie kein Foto bekommen würde und Marie meinte, sie wäre dann wütend auf sich, nicht alles gegeben zu haben. “Zeig uns diese Wut!” war dann die Aufgabe und das Ergebnis? Große, zweifelnde Augen bei der Jury. Vor der Entscheidung konnte man Maries Worten entnehmen, dass sie das Foto haben wolle und es drängte sich der Eindruck eines verwöhnten kleinen Mädchens auf, das immer bekommen hat, was es haben will. Dementsprechend unehrlich klang ihr “Ich bin so froh, dass mir die Jury noch eine Chance gegeben hat!”, als sie mit dem Foto aus dem Raum kam. Es klang eher wie “Wusste ich doch, dass ich das Foto bekomme!”.

Sara, die ägyptische Schönheit, hat so ihre Problemzonen. Die hatte sie schon beim Casting und bisher auch nichts daran getan. Bei diesem Livewalk im Bikini sah man sie ihr wieder sehr deutlich an. Das Casting hatte sie vergeigt, weil sie ihr Modelbuch nicht dabei hatte, das Shooting war eher mau und die Challenge konnte sie auch nicht für sich entscheiden. Aber trotz allem ist sie eine der Kandidatinnen bei GNTM mit dem meisten Potenzial – wenn sie bereit ist, weiter an sich zu arbeiten und auch mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Und darum ist sie weiter.

Mandy und der Laufsteg – eine Liebe auf den ersten Blick und fürs Leben. Zumindest scheint es immer so, wenn man Mandy über den Catwalk schweben sieht. Sie wirkte selbstsicher im Bikini, machte ihre Posen souverän und nachdem sie den Riesenjob ergattert hatte, war eigentlich klar, dass sie sich keine Sorgen würde machen müssen. So kam es dann auch und Mandy bekam ihr Foto.

Jessica kann ihre innere Bremse nicht lösen. Man sieht ihr an, dass sie sich innerlich verweigert und schon aufgegeben hat. Auch in der letzten Woche war nicht ganz nachvollziehbar, warum die Jury sie weiter ließ, denn sie wirkte alles andere als glücklich darüber. In dieser Woche hatte sie den Job knapp verpasst, immerhin mit Ira die Challenge gewonnen, konnte sich aber dafür selbst den Titel “Schlechteste beim Shooting” zuschreiben. Jessica wirkte lustlos beim Lauf und Heidi sagte, es scheint, als sei niemand zuhause, wenn man in ihre Augen sehe. Sie laufe wie ein Zinnsoldat und wirke abwesend.

Ira zitterte bei ihrem Lauf wie Espenlaub. Und sie hatte Recht damit. Denn beim Shooting war ihr – ob absichtlich oder nicht – herausgerutscht, dass es ihr keinen Spaß mache. Bis auf die Challenge gab es keinerlei Höhepunkte in dieser Woche, die insgesamt “schwammig” war, wie Peyman sagte.

Gemeinsam mussten die beiden Freundinnen Ira und Jessica zur Entscheidung antreten und waren sich beide darüber im Klaren, dass es einmal soweit kommen musste. Warum sie das nicht motivieren konnte, besser sein zu wollen, ist unklar. Während Ira immer sehr erwachsen wirkt und so beim Kunden jugendliche Frische vermissen lässt, mögen die Kunden Jessi immer auf den ersten Blick, aber beim zweiten entscheiden sie sich für jemand anderen. Beide waren in dieser Woche schlecht und wussten das auch. Doch die Jury fand, Ira war schlechter. Und damit muss Jessica in der nächsten Woche allein weitermachen. Vielleicht ist das aber auch der Kick, der sie endlich dazu bringt, zu kämpfen.

Die anderen Mädchen zeigten sich erschüttert, denn Ira hatte die Gruppe immer zusammen gehalten und war ein wenig wie eine Mutter für die Kandidatinnen gewesen. Nun fehlt dieser Ruhepol und es wird sich zeigen müssen, wie die anderen ohne sie zurecht kommen.

High Fashion meets Heavy Metal – oder auch nicht


Eigentlich wäre das doch mal eine coole Sache für alle von uns: Man bekommt heiße Lederklamotten gestellt, wird professionell geschminkt und darf dann auf einer echten Bühne in einem echten Rockclub in L.A. mit einem echten Starfotografen wie Marc Baptiste und echten Rockstars wie Good Charlotte Fotos machen. Denkste. Unsere sieben Diven scheinen ein wenig die Bodenhaftung verloren zu haben. Nicht alle von ihnen, zugegeben, aber einige. Good Charlotte? Was solls. Marc Baptiste? Es gab auch schon Rankin, auch nur ein Fotograf von vielen. Bühne? Ja und? Steht ja keiner davor.

Was einige der Mädchen bei diesem Shooting ablieferten, grenzte an Arbeitsverweigerung. Ira gab offen zu, dass sie keinen Spaß hat. Eigentlich hätte sie auch gleich sagen können: “Ich würde eigentlich lieber wieder nach Deutschland fahren.” Jessica bekam wieder einmal nicht den Krampf aus dem Körper. Wie ein so hübsches Mädchen mit so viel Ausstrahlung so verklemmt sein kann, ist ein einziges Rätsel Genauso Marie. Das hübsche, nette Mädchen von nebenan, austauschbar und langweilig. so gab sie sich auch wieder beim Shooting. Rockstars sind aber weder nett noch langweilig noch austauschbar. Sie haben Charakter und Wiedererkennungswert. Marie wirkte super angestrengt, absolut unauthentisch und als sie sang, sagte Marc Baptiste, sie solle es besser lassen, es sei furchtbar. Recht hat er. Good Charlotte schätzten sie auch gleich richtig ein: “Sie singt wie jemand, der sehr introvertiert ist.” Das ist freundlich ausgedrückt, denn Marie, Jessica, Ira und Sara wirkten alle wie jemand, der den sprichwörtlichen Stock nicht aus dem Allerwertesten bekommt.

Im Gegensatz dazu Maria und Sarina. Die beiden gaben alles und das sah verdammt gut aus. Allerdings ist es gut, dass man den Gesang von Sarina auf den Fotos nicht hören kann. Auch Mandy versuchte wie beim Werbedreh zuvor, sich locker zu machen und in die Rolle fallen zu lassen. Das gelang ihr ziemlich gut. Vielleicht auch, weil sie sich mit einem “Satan!” darauf eingestimmt hatte.

Mal ehrlich, wenn von sieben Mädchen nur drei eine gute Leistung zu bringen bereit sind, muss man dann wirklich bis zum 21. Mai warten, um drei Finalistinnen zu finden?

Was Hang Lose und Good Charlotte miteinander zu tun haben


Nach dem aufregenden Tag der Challenge gab es für die sieben übrig gebliebenen Kandidatinnen von Germany’s Next Topmodel einen ungewöhnlichen Punkt auf der Tagesordnung: Nichtstun. In der Gruppe am Strand versammelt durften sie gemeinsam mit Peyman und Rolf den Sonnenuntergang genießen und einfachmal abhängen. “Hang lose” nennt das der Hawaiianer.

Doch bevor sie die Sonne genießen konnten, trieb Sarina alle in den Wahnsinn. “Das Kleid oder das?”, “Macht mich das dick?”, “Dieses Shirt oder dieses?”, “Damit seh ich fett aus!” und mehr davon mussten sich die Mädchen anhören. Marie sagte der Kamera, dass Sarina immer so sei. Sie wird einmal eine der Frauen werden, die vor einem überquellenden Kleiderschrank stehen und sagen: “Ich hab nichts anzuziehen!”.

Die kleine Verschnaufpause am Strand war auch dringend notwendig, auch wenn die Mädchen noch nicht ahnten, was auf sie zukommen würde. Direkt bei ihrer Rückkehr in die Modelvilla hörten sie Musik spielen und folgten den Geräuschen. Was sie sahen, war kaum zu glauben: Da saßen Benji und Joel von der Rockband Good Charlotte und sangen! Doch die Jungs waren nicht zu ihrem Vergnügen da, sie sollten den Mädchen ein Rockstar-Training verpassen. Denn im nächsten Shooting ging es genau darum: Be A Rockstar!

Damit keine der Kandidatinnen auf den Bildern aussieht wie gewollt und nicht gekonnt und vielleicht sogar die Gitarre noch falsch herum hält, durften sie sich an den Instrumenten austoben. Hierbei zeigte Sarina wieder einmal ihre Qualitäten beim “Abspacken”. An den Drums drehte sie so richtig auf und hatte sichtlich Spaß. Doch es gab auch andere Bilder. Sara, Marie und Ira sagten alle, dass sie keine Rockgöhren seien und das auch nicht sein könnten. So sah es dann auch aus. Ira wirkte an den Drums wie bestellt und nicht abgeholt, Marie entschied sich ausgerechnet für das langweiligste Instrument, die Akustikgitarre, und Sara gab die Sängerin, die Angst vor der eigenen Courage hat.

Der Kommentar von Good Charlotte? “Da muss über Nacht noch einiges passieren, sonst wird das nichts.”

Mandy’s MEXX-Dreh: “Sie hats gerissen!”


Während die anderen sechs Kandidatinnen zusammen auf der Suche nach ihrer starken Seite waren, musste Mandy ganz allein danach suchen. Da sie das Casting für MEXX für sich entscheiden konnte, war es einmal mehr an ihr, allein zu überzeugen. Bei den Jobs ist die Jury nicht dabei, kann keine Heidi Tipps zuflüstern.

Anfangs war Mandy nur müde, und dann sehr angespannt. Fast musste man befürchten, dass sie wieder in ihr altes Muster verfällt, mit dem Hintern einzureißen, was sie mit den Händen aufgebaut hat. Mandy riss, aber sich zusammen und alle um sie herum hin. Sie besitzt vor der Kamera eine Natürlichkeit, die wirklich selten ist. Sie flirtet mit dem Kasten, als wäre er Brad Pitt oder Zac Ephron.

Das erkannte auch der Kunde und bescheinigte Mandy: “Sie hats echt gerissen.” Sie sei sehr echt, sehr natürlich, ein gutes Talent. Und alle hätten sich auf den wilden Teil gefreut, nachdem Mandy im Casting im wahrsten Sinne des Wortes auf den Tisch gehauen hatte, und zwar genau vor die Global Marketing Managerin. “Ich will diesen Job haben!” waren ihre Worte und beim Dreh konnte sie beweisen, dass sie die Richtige dafür war. Die neue Kampagne geht übrigens weit über den klassischen Werbefilm hinaus. Auch für Print- und Onlinemedien wird es Spots und Fotos geben, Plakate und Aufsteller für Parfümerien. Egal, wie das Finale am 21. Mai ausgehen mag: Mandy kennt dann ebenso wie Marie jeder, denn beide sind dann Teil internationaler Kampagnen.

Was aus den kleinen Mädchen bei den Castings doch schon geworden ist. Wahnsinn!

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