Die Entscheidung: So viele Tränen gab es noch nie
Es war wieder einmal eine anstrengende und aufregende Woche bei Germany’s Next Topmodel und die Kandidatinnen haben alles gegeben. Doch für den abschließenden Livewalk mussten sie noch einmal zeigen, was sie drauf hatten: Die Jury wollte sie in 14 Zentimeter hohen Highheels sehen.
Schon vorher jammerten einige wegen der zu engen und zu hohen Schuhe, aber alle traten tapfer an. Alle? Nicht ganz. Mandy lag mit einer dicken Erkältung krank im Bett. Als erste durfte Maria auf den Catwalk. Die Kandidatin, die so ziemlich die krasseste Verwandlung durchgemacht hat. Aber die 14 Zentimeter waren für sie ein unüberwindbares Hindernis. Mehrfach knickte sie um und der Lauf war eine Katastrophe. Heidis Kommentar: “Wie der Storch im Salat.” Statt eines Fotos bekam sie eine Absage. Schon fast an der Tür angekommen, rief Heidi sie zurück. Und überreichte ihr ein Paar Highheels. Maria ist weiter.
Sarina wurde ein tolles Gesicht beim Laufen bescheinigt. Doch ihre Kindlichkeit wurde erneut kritisiert. Larissa meinte im Interview, dass Sarina reifen müsse und das mit dem Alter käme. Interessante Äußerungen einer Gleichaltrigen… Trotzdem ist Sarina auch in der nächsten Runde dabei.
Larissas Lauf war wie immer selbst- und siegesbewusst. Doch dann musste sie harte Kritik einstecken. Peyman sagte ihr, dass er eine Leistungssteigerung erwartet hätte, ihre Entwicklung jedoch stehen geblieben wäre und eher abwärts zeige. Bei der Entscheidung sagte Heidi: “Du sagst immer, dass du nur eines der anderen Mädchen bist. Das stimmt. Du bist nicht besser.” Und nach einer langen Pause: “Aber auch nicht schlechter.” Auch Larissa bekommt noch einmal die Gelegenheit, sich zu beweisen.
Jessica kam zwar recht sicher auf den Schuhen herein, doch ihr Outfit gefiel der Jury überhaupt nicht. Wieder einmal wurden ihre Englischkenntnisse bemängelt. Daraufhin rechnete sie bei der Entscheidung mit dem Schlimmsten. Und schien Recht zu behalten. Denn Heidi sagte zu ihr: “Dein Traum von der Karriere ist wohl vorbei. Von der Karriere als Friseurin und Make-up-Artistin.” Jessica kann also weiter ihr Englisch trainieren.
Tamara fand Heidi “unheimlich hübsch, aber unheimlich langweilig”. Als sie nach dem Walk weinend im Backstage saß und alle sie trösteten, gab ihr Larissa den Rat, die Kritik zu nutzen und nicht persönlich zu nehmen. Es kamen Gegenstimmen auf und Larissa tickte aus. Niemand würde sie integrieren wollen und keiner nehme sie ernst. Die Entscheidung fiel für Tamara aber trotzdem gut aus. Sie bekommt ihre allerletzte Chance, aus sich heraus zu kommen und ihr Können unter Beweis zu stellen.
Marie rockte die Highheels und zeigte, wie man auf solchen Schuhen läuft. Den Lohn bekam sie direkt nach dem Walk: ein Foto, noch lange vor der Entscheidung.
Ira musste sich anhören, dass sie ein leeres Gesicht habe, aber positiv fiel für sie aus, dass sie bei der Challenge in der Mall für Ordnung gesorgt hatte. Die Entscheidung der Jury fiel zwar gegen sie, aber da sie den Kunden überzeugen konnte, ist sie eine Runde weiter.
Bei Stefanie war die Entscheidung trotz ihres lauen Auftritts bei der Challenge klar. Sie bleibt Kandidatin.
Auch Aline ist eine Runde weiter. Sara bangte nach dem Walk auch, und vor allem, nachdem Heidi ihr sagte, dass dies nicht “Deutschlands nächster Wackeldackel” sei. Doch als ein solcher sei sie doch zu schade und daher ist auch Sara in der nächsten Runde. Mandy bekam ihr Okay für die nächste Runde von Peyman zusammen mit ihrem Foto persönlich ans Krankenbett gebracht.
Dana erhielt schon beim Livewalk einen Abwasch. Sie hätte sich nicht weiter entwickelt seit dem Casting und sie wirke immer okay. “Wenn du läufst, ist das immer ‘okay, dann lauf ich jetzt eben’”, sagte Heidi ihr. Das Fotoshooting war okay, doch es käme nichts Neues hinzu. Und darum ist Danas Weg hier zu Ende.
Suche Model – biete Job
Nach dem sehr anstrengenden Tag in der Shoppingmall bekamen die 13 Kandidatinnen von Germany’s Next Topmodel keine Ruhe gegönnt. Es ging direkt weiter, und diesmal ging es wieder um einen echten Job. Und zwar für das renommierte Label GilBret.
Schnell trennte sich hier die Spreu vom Weizen. Während Larissa erneut vor Selbstbewusstsein strotzte und den Job schon sicher wähnte, wirkte Katrina sehr nervös und schüchtern. Nach der ersten Vorauswahl stand fest, dass Dana, Tamara, Mandy, Sarina und Aline nicht weiter kommen würden.
Der Rest durfte zum zweiten Teil des Castings antreten: In Bikini und Mantel. Larissa legte sofort los, Jessica verstand wieder einmal den Fotografen nicht und Marie war sich sicher, dass es in so einem Casting Selbstwertgefühl braucht. Nachdem der Kunde ihr gesagt hatte, dass sie ein guter Typ für die Kampagne wäre, war sie sehr siegessicher. Offenbar sind die Erfolge der letzten Zeit ihr ein wenig zu Kopf gestiegen. Das vermutete im Interview auch Jessica.
Doch das Ergebnis gab Marie Recht, neben Stefanie und Ira war sie eine der drei Gewinnerinnen. Das Shooting selbst fand in einem Skigebiet statt, dass nur anderthalb Stunden von Las Vegas entfernt ist. In Bikini und Mantel posierten die drei Gewinnerinnen im Schnee. Aber sie machten ihre Sache gut und es kamen sehr schöne Fotos dabei heraus.
Shoppingtour mit Hindernissen
Nach dem Brautmoden-Shooting mit Elvis ließ es sich Heidi nicht nehmen, einen Brautstrauß zu werfen. Gefangen hat ihn Sara – ein gutes Omen für den Rest der Woche?
Das Shooting war anstrengend und so hatte Heidi eine Überraschung für die Mädchen: einen ganzen Tag nur fürs Shoppen! Als die Kandidatinnen jedoch in der Mall ankamen, war diese noch geschlossen. Nun galt es, ein Alternativprogramm zu ersinnen: das stand natürlich längst fest.
Die neue Challenge: Die 13 Mädchen sollten innerhalb einer Stunde eine komplette Modenschau mit zwei Durchgängen erstellen und organisieren. Von den Klamotten, einmal sportlich, einmal glamourös, über das Make-up und die Reihenfolge bis hin zur Choreographie der Läufe. Es gab einen Catwalk mit Hebebühne – ein toller Effekt. Der Siegerin winkte ein Einkaufsgutschein für die Mall in Höhe von 1000 Dollar.
Wie nicht anders zu erwarten kam es hinter den Kulissen zum großen Geschnatter und die Mädchen flatterten umher wie die aufgescheuchten Hühner. Währenddessen verrann die Zeit und schon begann Larissa wieder einmal zu stänkern. Das könne man alles so nicht machen und keiner würde das so organisieren. Aber konstruktive Ideen brachte auch sie nicht. Die einzige, die Ruhe und Struktur in das Chaos bringen konnte, war Ira. Sie nahm als Älteste die Fäden in die Hand und danach ging es zügig vorwärts.
Die Mädchen schafften es tatsächlich, innerhalb einer Stunde eine komplette Show auf die Beine zu stellen und als Stefanie als erste mit der Hebebühne nach oben gefahren wurde, standen schon zahlreiche Neugierige in der Mall, um sich das Spektakel anzuschauen. Leider war Steffis erster Durchgang eher mau.
Larissa und Sarina fielen auf – negativ. Beiden wurde von Heidi bescheinigt, dass sie aussähen, als seien sie vom Bauernhof direkt noch mit den Gummistiefeln an den Füßen auf den Catwalk gekommen. Dabei hatte Larissa im Vorfeld noch damit herumgetönt, dass sie sich informiert hätte und man auf den wichtigen Schauen der Welt eben so laufen würde.
In der zweiten Runde boten Dana und Aline Gelegenheit zur wehmütigen Erinnerung an Gina-Lisa aus der letzten Staffel und ihren blanken Hintern in Barcelona. Die beiden trugen sehr kurze Kleider, die ebenfalls lieber weiter oben gesessen hätten als dort, wo sie sein sollten.
In der Entscheidung bekam Marie wieder ein dickes Lob und Sara gesagt, dass sie gewonnen hätte, wenn sie nicht so mit dem Kopf gewackelt hätte. Sarina und Larissa wurden vor der Gruppe zu den Schlechtesten gekürt. Siegerin dieser Challenge war Mandy, die zusammen mit Tamara den gesamten Gutschein plus 1,43 Dollar vershoppte.
Die Ja-Sagerinnen
Wie angekündigt gings am nächsten Morgen zum Brautmodenshooting. Und wer könnte in Las Vegas wohl der Bräuigam sein? Richtig. Elvis! Oder zumindest eins der zahllosen Elvisdoubles, die in Vegas an jeder Ecke stehen.
Die Kleider waren alles Unikate, handgefertigt und jedes im Wert von rund 15.000 Dollar. Daher bekamen die Mädchen noch von Heidi auf den Weg, sorgsam mit den schönen Brautmoden umzugehen.
Marie erledigte den Job erwartungsgemäß souverän. Innerhalb weniger Sekunden war das Bild im Kasten. Das Kleid war aber auch wie für sie geschneidert und musste nirgends geändert werden. Sara und Stefanie hingegen wirkten beide etwas schüchtern und steif.jessica vermutete, dass die beiden ein wenig zuviel Angst davor gehabt hätten, die Kleider kaputt zu machen.
Ira hatte echte Probleme beim Shoot, weil ihr Kleid viel zu eng und sehr schwer war. Es war mit einer Corsage ausgestattet, die Ira im wahrsten Sinne des Wortes die Luft zum Atmen nahm. Zwischenzeitlich war ihr richtig schlecht und sie konnte sich wirklich kaum bewegen. Aber sie hielt durch. Und damit machte sie Punkte bei Heidi.
Larissa wurde gefragt, ob sie denn ihre Schuhe nicht an hätte. Doch, hätte sie, warum denn, wollte die Österreicherin wissen. Und siehe da – es hing ein Schuh in ihrem Kleid, den sie aus der Garderobe mitgeschleift hatte. Bei Dana kamen leider wieder nur die gleichen Posen wie immer, ihr Leistung war “okay”. Sarina dagegen tanzte mit Elvis und kam damit gut an.
in großes Problem für viele Mädchen war die Anweisung, den Elvis küssen zu müssen. Heidi konnte die Aufregung nicht nachvollziehen. Aber einige, wie Stefanie beispielsweise stellten sich hier echt zickig an.
Zickereien in der Wüste von Nevada
Nach Laufstegtraining, Sightseeing, Kakerlaken-Fotoshooting und Go-See gab es ein Fotoshooting in Zweiergruppen in der Wüste von Nevada. Die Jury hatte sich für die Bilder eine Story ausgedacht, die von den Kandidatinnen umgesetzt werden musste und von Fotograf Mat McCabe festgehalten wurde.
Die Story: Zwei Mädchen sind mit dem Auto auf dem Weg nach Las Vegas und bleiben in der Wüste liegen. Das Auto brennt, die Mädchen streiten. Es ging um Emotionen, um Kreativität und um Spontanität. Und genau dort haperte es bei einigen. Heidi fand viele der Mädchen einfach langweilig und uninteressant, sie kamen nciht aus sich heraus.
Dana und Tamara beispielsweise stellten sich nach Danas Einschätzung “beide ziemlich blöd an”. Trotzdem gab es eine zweite Chance für Tamara. Einen weiteren Durchlauf, diesmal mit Sara. Daphne und Sarina kamen überhaupt nicht vorwärts. Daraufhin forderte Heidi die Beiden auf, sie anzuschreien. Während Sarina nur auf die Gelegenheit gewartet zu haben schien, fiel es Daphne sichtbar schwer. Tessa und Larissa hingegen machten den EIndruck, als hätten sie sich gesucht und gefunden. Doch die neuen Freundinnen sollten schon bald auf eine Probe gestellt werden.
Das erste echte Casting
Weil Arbeit nur das halbe Leben ist, gönnte die Jury von GNTM den Kandidatinnen eine Sightseeing-Tour durch L. A.. Während Larissa die Berge fehlten, fand Marie es einfach nur toll. Doch die Verschnaufpause war kurz. Denn für acht der 17 Mädchen stand das erste echte Casting an, für Single. Der Job beinhaltete ein Fotoshooting für ein Poster in einer Boutique des Labels in Hollywood und ein Bild im Lookbook der Marke. Von den Mädchen, die beim Laufstegtraining gut abgeschnitten hatten, durften acht zum Casting bei Single antreten: Stefanie, Daphne, Dana, Johanna, Katharina, Maria, Marie und Larissa.
Galina, die Chefin des Labels, traf persönlich die Auswahl. Die Mädchen durften sich ein Outfit aussuchen, in dem sie dann ein echte Go-See absolvieren mussten. Der Druck stieg merklich an. Das bemerkte auch Daphne. Marie hatte ein Kleid gewählt, dass sie an die Outfits von Eva Longoria erinnerte und versucht, sich in die Rolle der Gabby aus den Desperate Housewives hineinzufühlen. Offenbar mit Erfolg, denn sie wird das Fotoshooting für Single machen und hat damit ihren ersten Modeljob ergattert.
Eisprinzessinnen und heiße Wildkatzen
Ein eiskaltes Fotoshooting in der Eisbar und ausgerechnet Sommerkind Sara ist die erste. Doch sie poste souverän, wie “auf dem eigenen Sofa”, so die Jury. Dana kam als Zweite vor die Linse von Philippe. Auch ihr sah man trotz nackter Haut auf purem Eis kaum an, wie sehr sie fror. Das lobte auch Heidi, die selbst mit Fellmütze und dicker Winterjacke dem Shooting folgte.
Ira war die Nächste, ihr fiel es schon schwerer, sich bei Kälte und Zurufen der Jury und des Fotografen zu konzentrieren. Nach ihr musste Marina auf die Eisbank. Sie räkelte sich sexy wie kaum eine andere und ihr Kommentar zum Schlusspfiff: “Schon vorbei? Wie blöd!”
Und dann betrat Tessa die Arena. Wie immer hochenergetisch, hundertprozentig von sich überzeugt, fing sie sofort an zu posen und wie eine Wildkatze am Eis zu kratzen. Peyman hierzu: “Wie ein Tiger, der aus dem Käfig gelassen wird.” Tessa war denn auch der Überzeugung, dass sie immer punktet, weil sie sich vorher keine Gedanken macht, sondern einfach loslegt. Die anderen seien einfach zu unspontan.
Olivia fiel negativ auf. Sie hatte sich ein sehr knappes Oberteil ausgesucht, was dann auch zu ihrer großen Belustigung prompt platzte. Peyman fand das weniger lustig, denn wenn ein ganzes Fototeam warten müsse, weil die Klamotten nicht in Ordnung sind, wäre das ein Albtraum. Marie hingegen gab sich schön und professionell wie eine Hollywood-Diva.
Der Lohn des eiskalten Shootings war eine große Fashionshow für Castro für alle 30 Mädchen!