GNTM-Challenge auf Hawaii: Wer ist hier eine starke Frau?
Sieben ist die Zahl der Märchen: die sieben Zwerge, die sieben Geißlein, die sieben Raben. Auch in der Bibel spielt die Sieben eine Rolle: die sieben Plagen beispielsweise oder die sieben Weltwunder. Und Germany’s Next Topmodel stand in dieser Woche auch unter dem Zeichen der Sieben. Sieben Kandidatinnen sind noch übrig. Und eine muss am Ende gehen.
Zu den Aufgaben, die die Jury-Entscheidung beeinflussen, gehören auch immer die Challenges. Auf Hawaii ließ man die Mädchen in der Natur frei und gab ihnen eine Kamera mit. Da Mandy bei ihrem Werbedreh für MEXX war, ging die Gruppenzahl auf. In Zweiergruppen sollten sie sich als starke Frauen erweisen und dabei gegenseitig fotografieren. Stark, nicht sexy oder tarzanlike. Während Maria und Sara am Strand blieben und nach einigen Tipps von Rolf und Peyman mehr aus sich herausholen konnten als nur Räkeln im Wasser, gingen Sarina und Marie in den Wald. Tief. Sehr tief. Um sie herum nur Urwald und üppiges Grün. Dort verwilderten sie zusehends, rissen sich die Strumpfhosen kaputt und malten sich Striche ins Gesicht. Sarina sprang mit Urschrei von einem umgekippten Baum und Marie…nun Marie versuchte zumindest, wild auszusehen. Das Problem war nur, dass es nicht um wilde Frauen, sondern um starke Frauen ging. Thema verfehlt, setzen, Sechs.
Das Thema nicht ganz verfehlt hatten als Einzige Jessica und Ira. Sie posierten an einer Felskante, an der auch immer wieder wegen des starken Windes Wellen brachen und die beiden mit Wasser bespritzten. Das fand wiederum die Kamera irgendwann nicht mehr so lustig und spielte nicht mehr mit. Glücklicherweise waren wenigstens die Fotos auf der Speicherkarte nicht verloren und so konnten Ira und Jessi die Challenge als Team für sich entscheiden. Ihr Gewinn war ein Trip aufs Meer, bei dem sie erst Buckelwale aus der Nähe sahen und dann mit wilden Delphinen schwimmen konnten. Ira fand es zu Recht “atemberaubend” und zog am Ende des Tages das Fazit: “Ich hab sogar einen Delphin scheißen sehen, da fühlt man sich wirklich mittendrin.” Wer wollte dem etwas hinzufügen?
Unser exklusiver Gastkommentar zur Episode 11 von der Beauty Queen of Germany 2005, Nadine Trompka
Nadine Trompka ist Model und war 2005 die Beauty Queen of Germany. Bei uns kommentiert sie exklusiv bis zum Finale, was in den Folgen passiert.

Mein Augenmerk liegt natürlich hauptsächlich auf den Shootings und wie sich die Mädchen diesmal angestellt haben. Besonders schön fand ich das Shooting als Barbie, da ich ein ähnliches Shooting bereits gemacht habe. Ich fand Marie als Wahl sehr gut und finde, sie hat ihre Sache auch gut gemacht, da es wirklich harte Arbeit ist, als Puppe zu posieren, da dabei der gesamte Körper noch stärker angespannt ist als bei anderen Shootings.
Anders bei dem Ikonen-Shooting… Als ich sah, dass Larissa Probleme damit hatte, auf einem Sofa zu posen, habe ich mich schon gefragt, wie sie andere Shootings durchstehen möchte und finde deshalb die Entscheidung der Jury auch gerechtfertigt, dass diesmal Larissa die Show verlassen musste.
Besonders gut haben mir die Fotos von Marie und Sarah gefallen, die den Ikonen wirklich nahe kamen. Ich fand, dass die Beiden auf den Fotos wirklich Ausstrahlung besitzen und das Thema damit professionell umgesetzt haben.
Überhaupt nicht schön fand ich die Fotos der Marilyn Monroe, da man auf diesen Fotos gesehen hat, dass die Mädchen zu sehr damit beschäftigt waren auf ihr Kleid oder ähnliches zu achten als auf ihre Mimik. Wenn ich höre, dass die Mädchen Angst hatten, dass ihnen vielleicht jemand unter den Rock gucken könnte, zeugt dies nicht wirklich von Professionalität, sondern zeigt, wie unsicher einige Mädchen noch in dem Business sind. Dementsprechend haben die Fotos auch überhaupt nichts ausgesagt und sahen deswegen sehr gestellt aus, denn man sieht auf Fotos sehr genau, ob ein Model sich bei dem Thema wohl fühlt oder nicht.
Gut hat mir ebenso die Idee gefallen, die Mädchen mit nur einem High Heel auf den Catwalk bei der Entscheidung zu lassen, wo man gesehen hat, wer wirklich Biss hat und die Zähne zusammenbeißt, denn einen Schuh auf dem Catwalk zu verlieren, kann schon mal schnell passieren, da die Schuhe oftmals ein paar Nummer zu groß oder klein für das ein oder andere Model bei Modenschauen ausfallen. Mandy und Sara haben mir bei diesem Walk auf dem Catwalk besonders gut gefallen, da man ihnen kaum angesehen hat, dass sie nur einen Schuh tragen. So wie es eben sein soll!
Die Entscheidung: “Das sah aus wie Skateboardfahren…”
Diese Woche war hart, sowohl körperlich als auch seelisch. Die acht verbliebenen Kandidatinnen mussten sich als Stilikonen präsentieren, Marie war Barbie, Maria mal eben in London und alle zusammen kehrten ihr Innerstes nach außen. Und dann auch noch das: In der Entscheidung saß ein weiteres Topmodel der Jury zur Seite. Karolina Kurkova, die neben Heidi Klum eines der Victoria’s Secret Girls ist und schon längst den Status hat, den die GNTM-Kandidatinnen noch erreichen wollen. Doch Karolina kennt wie jedes “echte” Model auch die Schattenseiten des Modellebens. Es läuft nämlich nicht immer alles so glatt und problemlos, wie es den Anschein hat. Da sind schon Models durch den Catwalk gebrochen, aus ihren Schuhen gestürzt, die Kleider haben sich verselbstständigt und mehr freigegeben als geplant war und viele andere lustige Pannen mehr. Mit einer solchen mussten die Mädchen beim Livewalk fertigwerden und mit nur einem Schuh über den Catwalk laufen.
Mandy stellte sich als Erste dieser Aufgabe und meisterte sie bravorös. Mit einem knöchellangen Traum in Blasslila schwebte sie über den Laufsteg, als würde sie immer mit nur einem Schuh laufen. Das wurde von der Jury honoriert und von Karolina gelobt. Mandy gab dann etwas verschämt zu, dass sie das zuhause geübt hätte, weil sie Karolinas Missgeschick bei der Victoria’s Secret Schau gesehen hatte. Der einzige echte Kritikpunkt in dieser Woche waren Mandys Haare, die sahen etwas plattgedrückt aus, ansonsten hat sie ein tolles Foto im Brigitte Bardot Style, das sie in ihrem Modelbook nun präsentieren kann. Bis dorthin musste sie allerdings zittern, denn Heidi teilte ihr mit, dass die Jury eine Entscheidung getroffen hätte und sie, Heidi, leider kein Foto für Mandy hätte. Bleich, aber gefasst begann sie daraufhin ihren Abschied, nur um dann zu hören, dass Peyman aber ein Foto für sie hat. Gemein!
Dann kam Sarina. Peyman sagte nach ihrem Lauf das, was viele vorher gedacht haben werden: “Ich hatte mich schon auf den einbeinigen Piraten eingestellt.” Denn die Kleine der Gruppe schaffte es mal wieder, alle zu überraschen. Mit nur einem Schuh konnte sie plötzlich viel besser laufen als vorher mit zweien und auch wenn ihre Marilyn-Fotos etwas angestrengt aussehen, sind sie doch für eine 16-Jährige sehr sinnlich. Außerdem war Sarina in dieser Woche viel ruhiger und konzentrierter, wirkte insgesamt gelassener, offenbar hat sie sich die Worte der Jury wirklich zu Herzen genommen. Und darum darf sie ihr Foto mit nach Hause nehmen.
Jessica wusste, dass dies nicht nur nicht ihr Tag, sondern insgesamt nicht ihre Woche gewesen war. Nach ihrem Walk sagte Karolina, die sie dort zum ersten Mal überhaupt gesehen hat, dass man Jessi ansehen würde, dass sie sich nicht wohl fühlt und nur will, dass das vorbei ist. Wobei offen blieb, ob sie damit die Entscheidung oder das Projekt meint. Insgesamt macht Jessica tatsächlich den Eindruck, als hätte sie sich aufgegeben. Doch die Jury hat es nicht und so wird sie wohl auch in der nächsten Woche noch einmal ran müssen. Über diese Entscheidung konnte sich Jessica allerdings nicht so richtig freuen.
Maria kam mit einem wunderschönen blauen Kleid, das super zu ihren roten Haaren passte. Nur ihr Livewalk wirkte ein wenig, als hätte sie Zappelwasser getrunken oder schlimmeres. Es fiel ihr auch selbst auf und im Nachhinein konnte sie es nicht erklären. Heidi bestätigte ihr, dass sie im Shooting als Stilikone super war, dass sie aber lernen muss, die Angst davor zu verlieren, sich selbst anzufassen. Aber sowohl Rankin als auch Kristian Schuller als auch die Jury waren zufrieden mit ihr und so ist sie eine Runde weiter auf dem Weg zum Finale.
Maries Lobsträhne scheint endgültig abgerissen zu sein. Obwohl sie den Barbie-Job bekommen und auch sehr professionell erledigt hatte, wurde sie wieder kritisiert. Ein Topmodel wird man nicht, wenn man aalglatt und ohne Fehler ist, wenn man alles perfekt macht. Ein Topmodel bleibt im Gedächtnis, weil es Ecken und Kanten hat, an die man sich erinnern kann. Die Kunden haben schon öfter gesagt, Marie sei austauschbar. Das muss sie nun ändern, wenn sie wirklich gewinnen will. Aber ein Foto bekam sie natürlich trotzdem.
Ira war in dieser Woche ein wenig auf Sparflamme und das wusste sie auch. Im Shooting sei, so Heidi, ein winziger Funken übergesprungen, aber für den Sieg braucht es einen Großbrand. Diesen sollte sie in der nächsten Woche entfachen, denn sonst wird die Luft, die Ira nach oben bis zum Optimum noch hat, sehr dünn.
Sara fiel in dieser Woche eigentlich nur positiv auf. Erst kam sie in die engere Wahl fürs Barbie-Shooting, dann machte sie sich bei der Challenge super, das Foto als Betty Page war einfach nur der Hammer (O-Ton Jury). Bei der Entscheidung jedoch ließ Heidi sie zappeln. In der vergangenen Woche hätte sie grundlos geweint, aber diese Woche gebe es Grund für Tränen, sagte sie. Und da glitzerte es auch schon in Saras Augen. “Freudentränen!”
Die Letzte beim Walk und Erste bei der Entscheidung war Larissa. Sie trug ein wunderschönes schwarzes Abendkleid, das ihr auch super stand, in dem sie sich aber sichtlich unwohl fühlte. Ihr Walk war eine reine Katastrophe, denn Larissa versuchte, nun besonders weiblich zu laufen und schoss dabei weit über das Ziel hinaus. “Das sah aus wie Skateboardfahren”, war Peymans Kommentar dazu. Auch beim Shooting hatte sich Larissa wieder schwierig angestellt und zusammengenommen mit all ihren Wehwehchen und Diventrips, den Zickereien und Extrawürsten der letzten Wochen war an dieser Stelle Schluss für sie. Austria’s next Topmodel wird nicht Germany’s next Topmodel. Aber Larissa wäre nicht Larissa, wenn sie nicht noch am Schluss einen draufsetzen würde: “Davon will ich aber eine Kopie!” Heidi: “Von dem Foto? Larissa, es gibt kein Foto heißt, es gibt kein Foto!”
Wieder draußen bei den anderen Mädchen machte sie bewusst auf cool, ließ sich nichts anmerken, aber mit der Bemerkung: “Jetzt sagt wenigstens, dass ihr mich vermissen werdet!” zerstörte sie diesen Eindruck ganz schnell wieder. Und mal ehrlich: Wer wird sie wirklich vermissen?
Nächste Woche geht es für die sieben Geißlein nach Hawaii. Mal sehen, was sie dort erwartet. Und wer bis dahin nicht genug von Heidi bekommen kann, sollte am Samstag um 14.35 Uhr Pro7 einschalten. Dann tritt sie in einer Gastrolle in der Kultcomedy “How I Met Your Mother” auf.
Die Stunde der Wahrheit
Was machen acht Mädchen abends, wenn sie eine ganze Villa für sich haben? Man könnte denken, sie lümmeln rum, schlürfen Prosecco und spielen mit den leeren Flaschen Flaschendrehen. Ganz so weit weg davon war die Idee von Jury-Mitglied Rolf nicht. Er wollte, dass die GNTM-Kandidatinnen sich ihrem Ich stellen und sich selbst vor einen Spiegel. Dafür sollten sie Fragen formulieren und sie auch selbst ehrlich beantworten. Ein Beispiel für eine solche Frage war: “Warum bin ich hier?”
Als Rolf die Aufgabe stellte, ahnte er wahrscheinlich nicht, welches Tränenmeer er damit auslösen würde. Den Anfang machte Maria. Sie beantwortete sich die Frage damit, dass sie sich selbst beweisen wolle, dass sie auch etwas kann. Dass sie nicht nur “die Tochter von” ist, sondern Maria. Dass sie stolz darauf ist, etwas besser zu können als andere.
Iras Beweggründe, zu GNTM zu gehen, waren offenbar ganz ähnliche. Auch sie fühlte sich vorher ein wenig wie das sprichwörtliche fünfte Rad am Wagen.
Auch Sara will besser sein und sicherer werden. “Wenn mir jemand sagt, dass ich nicht gut bin, dann glaub ich das.”
Marie gab einen Einblick in ihr Seelenleben und zumindest ansatzweise eine Antwort auf die Frage “Warum bin ich so unemotional?”. Sie verbrachte ihr Leben zu einem großen Teil damit, es allen Recht machen zu wollen und wurde dann bitter enttäuscht. Der Eindruck, den sie bei GNTM hinterlässt, ist der, dass sie es nun “nur” noch Menschen Recht machen will, die sie nach vorn bringen können. Warum auch nicht? Angela Merkel ist so Kanzlerin geworden.
Mandy stellte sich die Frage, warum sie nicht 100 Prozent geben kann, obwohl sie es möchte und beantwortete diese Frage sehr reflektiert. Man konnte ihr anmerken, dass sie schon oft darüber nachgedacht hat. Aber genau diese Gedankengänge sind es dann wieder, die eben die 100 Prozent verhindern. Sie steht sich selbst im Weg, weiß es und steht sich darum selbst wieder im Weg. Wenn sie es bis ins Finale bringen will, muss sie diesen Teufelskreis durchbrechen.
Larissa sagte nichts, was man nicht auch schon früher von ihr gehört hätte. Sie komme sehr hart rüber, könne aber auch ganz anders sein. Tief in ihrem Inneren sei sie ja lieb und nett, aber sie wurde schon zu oft enttäuscht und musste immer kämpfen. Stellt sich dem aufmerksamen Beobachter die Frage, ob sie nicht vielleicht allein dieser Meinung ist und sich so benimmt, weil sie denkt, dass sie so sein muss.
Rolf fand die Runde sehr aufschlussreich, auch wenn sie in Gruppentränentrocknen endete. Und Maria sagte, dass sie sich nun besser und auch besser verstanden fühlt. Bleibt zu hoffen, dass es hilft.
“Kinn runter!” – Stil hat man oder eben nicht
Mit den Barbiefotos hatte es ja nur für Marie geklappt, doch auch die anderen der acht Kandidatinnen sollten die Möglichkeit haben, glamouröse Fotos von sich zu bekommen. Darum war die Idee der Jury, die Acht zu Stilikonen zu machen. Jeweils zwei Mädchen traten an als Marilyn Monroe, Betty Page, Brigitte Bardot oder Sophia Loren. Alles sehr verschiedene Frauentypen, alle sehr sexy und auf ihre Weise unverwechselbar.
Das Shooting für die Marilyn-Bilder fand auf dem Dach eines Hochhauses statt. Mittels einer Windmaschine wurde der Rock des weißen Kleides in die Höhe geblasen und, man ahnt es schon, so das berühmteste Bild der Monroe nachgestellt. Die Szene auf dem U-Bahn-Schacht in New York aus dem Film “Das verflixte 7. Jahr”. Nun könnte man denken, dass das nicht so schwer sein kann. Wind kommt, Rock hoch, Hände in den Schritt und überrascht gucken. Doch Sarina hatte ganz große Koordinationsprobleme. Kristian Schuller, der Fotograf, der auch schon in vorangegangenen Staffeln Fotoshoots für GNTM gemacht hat, brüllte immer wieder “Kinn runter!” Höhepunkt des Shootings mit Sarina war übrigens: “Dein Schritt ist nicht beim Knie, sonder hier oben!” Ach Sarina…
Jessica wirkte als Marilyn aber auch nicht sehr entspannt. Im Gegenteil. Sie empfand den Mann an der Windmaschine, der unter ihr saß und bei jedem Windstoß freie Sicht auf ihre Wäsche hatte, als Zumutung. Heidis Kommentar: “Dann hat er ihr eben untern Rocke geguckt. Na und?” Und schließlich musste er ja irgendwo sitzen. Schade, dass die Fotos darunter gelitten haben.
Marie und Sara durften Betty Page, ein berühmtes Pin-Up-Girl der 50er Jahre, darstellen. Marie konnte mit dem Konstrukt Betty Page nichts anfangen, dafür aber mit Dita von Teese, die ja einen ähnlichen Stil hat. Fand zumindest Marie. Heidi musste ihr dann noch kurz die “Angst vorm eigenen Busen” nehmen und dann konnte es losgehen. Betty Page sah auch immer sehr künstlich aus, insofern hat Marie sie gut getroffen.
Sara hingegen hauchte der Kunstfigur Betty Page Leben und vor allem Sexappeal ein. Kristian Schuller und Heidi waren sich einig: “Besser als das Original.”
Eine der aufregendsten Frauen der Welt, Brigitte Bardot, sollten Mandy und Larissa geben. Ausgerechnet Larissa, für die Weiblichkeit ein Fremdwort ist und die sich in Jeans und Lederjacke immer wohler fühlen wird als im Abendkleid. Dementsprechend bereitete ihr das Posen auf der Couch auch arge Schwierigkeiten. Und auch, wenn sie sich selbst darüber ärgerte, musste sie wohl langsam erkennen, dass es nicht ausreicht, jede Woche Lippenbekenntnisse abzugeben, was man alles sein kann und dann die Beweise schuldig zu bleiben.
Mandy hingegen räkelte sich leicht und sexy auf der Couch, sie wirkte sicher und schien sich wohl zu fühlen. Sie zeigte alles, was Larissa vermissen ließ. Kristian fasste den Shoot passend zusammen: “Well done, Sweetheart!”
Zu guter Letzt posierten Maria und Ira als Sophia Loren, die auch heute noch, mit über 70 Jahren eine Sexbombe ist und eine Weiblichkeit und Sinnlichkeit ausstrahlt, wie es manche Frauen mit 20 Jahren nicht mal ansatzweise können. Diese Stilikone zu verkörpern ist eine große Ehre, jedoch auch eine große Aufgabe. Heidi stellte das Offensichtliche fest: Geschminkt und mit den passenden Kleidern sah Ira der jungen Loren zum Verwechseln ähnlich. Auch Maria gestand neidlos ein, dass Ira vom Typ her eher Sophia ist als sie selbst.
Doch Maria schlug sich auch nicht so schlecht. Während Ira etwas abwesend gewirkt hatte, war Maria wie immer unglaublich präsent und setzte auf die Wirkung ihrer Augen.
Jessica hatte vor ihrem Shoot gesagt, dass man Marilyn nicht imitieren könne. Kann man Stilikonen überhaupt imitieren? Die Entscheidung wird es zeigen.
Maria: “Ich bin Teil eines Kunstwerks. Cool!”
Während die anderen GNTM-Kandidatinnen Spaß hatten, war Maria in London. Denn Rankin, der weltberühmte Fotograf, hatte sein Versprechen wahr gemacht und Maria gebucht. Als Covergirl für die Look. Einer seiner Gründe war ihr sehr professionelles Verhalten beim Regenshooting in Los Angeles, ein anderer die Tatsache, dass Maria einfach ein starker Typ ist. “Sie soll sehen, dass harte Arbeit sich auszahlt und man dafür etwas bekommt.”
In drei verschiedenen Sets posierte Maria. Einmal zwischen bunten Scheiben, einmal als Bildausschnitt in Close-Ups und zuletzt wurde sie mit Farbe verziert. Und Rankin ist kein leichter Fotograf. In seinem Kopf ist das fertige Bild schon vorhanden und er arbeitet so lange, bis das reale Foto genauso aussieht. Doch genau das wusste Maria sehr zu schätzen und fand es auch nicht anstrengend. Einige der anderen Mädchen hätten hier sicherlich wieder etwas zum Maulen gefunden, Maria schien unermüdlich. “Ich sehe ihn mehr als Künstler und ich bin eben Teil seines Kunstwerkes. Cool!” Der Starfotograf Rankin honorierte die gute Arbeit und war sehr glücklich mit dem Ergebnis.
Weiter so Maria! Dann gehts bis ins Finale!
Topmodels mit fetten Pickeln und schiefen Zähnen
Das Leben einer Kandidatin von Germany’s Next Topmodel ist wahrlich kein Zuckerschlecken und bei weitem nicht immer zum Lachen. Darum versucht die Jury immer wieder, Phasen einzubauen, die die Stimmung der Mädchen ein wenig auflockern können. In dieser Woche verbanden sie dies mit einer Challenge, die Jury-Mitglied Rolf eindrucksvoll einleitete. Verziert mit zwei wirklich hässlichen Pickeln auf der Wange und richtig großen Zähnen erzählte er den Mädchen, worum es geht. Auch sie sollten sich solche Attribute zulegen und dann vor der Jury auftreten, als kämen sie zu einem Casting. Die nennen wir es einmal Unzulänglichkeiten sollten sie ignorieren beziehungsweise einen Vorteil daraus bauen können. Jessica fand dann noch die dicke Nase von Peyman zum Lachen, diese war aber leider seine echte. Und dass Peyman schlecht über sich selbst lachen kann, hat er ja in der vergangenen Woche schon bewiesen…
Eigentlich schlugen sich alle Mädchen ganz gut, egal, ob sie sich nun für die Zähne, eine falsche Nase oder für den Pickel entschieden hatten. Zwei der Kandidatinnen stachen jedoch besonders heraus: Sara und Sarina. Sara kam mit wirklich großen, gelben und schiefen Zähnen herein und antwortete auf die Frage, ob sie denn mit sich zufrieden sei: “Schon. Ich werde oft darauf angesprochen, dass ich Charakterzähne habe!” Chapeau! Sarina allerdings konnte dies noch toppen. Sie sah aus wie Miss Piggy und benahm sich wie ein Modelprofi. “In meiner Familie haben alle das Glück, so eine schöne Nase zu haben.” Das brachte ihr den Sieg der Challenge und damit ein Videotelefonat mit ihrer Familie, die sie nun schon seit knapp zwei Monaten nicht mehr gesehen hat. Sarina konnte es nicht fassen: “Ich hab gewonnen? Ich hab doch gar nichts gemacht?” Doch besonders Peyman sah das anders: “Vor allem hat sie sich auf eine ganz neue Art präsentiert: sehr gelassen, ruhig und konzentriert. Alles Attribute, die wir bisher nicht von ihr kannten.”
Einmal Barbie sein: Der Traum aller Mädchen
Welches Mädchen träumt nicht davon, einmal wie ihr Idol auszusehen? Für viele Mädchen ist ein solches Idol Barbie. Und darum stand die gesamte Woche in Los Angeles unter dem Motto “Idole und Stilikonen”. Ob man Barbie nun unbedingt als Stilikone bezeichnen mag, sei jedem selbst überlassen, aber immerhin bevölkert sie seit 50 Jahren unzählige Kinderzimmer weltweit und steht auch heute noch auf allen Wunschzetteln. Barbie ist einfach Kult. Und weil das so ist, ließ es sich Philipp Plein nicht nehmen, anlässlich des 50. Geburtstages eigens ein Kleid für sie zu kreieren.
Genau dieses Kleid sollte eines der acht übrig gebliebenen Mädchen bei Germany’s Next Topmodel tragen dürfen. Aber nicht einfach so. Sie sollte in diesem Dress fünf verschiedene Ausgaben der Vogue zieren. Hier trifft definitiv Kult auf Kult.
Doch vor jedem Foto steht immer ein Casting, bei dem es gilt, den Kunden von sich zu überzeugen. Und so stellten sich die Mädchen wieder einmal vor und zeigten brav ihre Bücher, zählten ihre Vorzüge auf. Inzwischen sollte hier eigentlich etwas Routine zu erwarten sein, doch manche der GNTM-Kandidatinnen stehen sich offenbar immer wieder selbst im Weg. Drei der Mädchen sollten in die Vorrunde kommen, um Testshoots im Bikini zu machen. Diese waren Marie, Sara und Mandy. Weil Larissa mit ihrer rockigen Masche punkten konnte, rückte sie nach.
Gewonnen hat: Marie. Mal wieder. Saras Kommentar dazu: “Als Freundin freut es mich natürlich total für sie, aber als Model und Konkurrentin ärgert es mich schon.”
Das Shooting meisterte Marie gewohnt professionell. Es ist fast schon beängstigend, wie wenig man ihr ansehen kann, ob sie etwas mag oder nicht, denn ihr Lächeln ist wie eingebrannt. Zwar fand sie das Kleid bezaubernd und die teuren Diamanten toll und lächelte brav obwohl ihr von der schwierigen Pose schon die Beine eingeschlafen waren, aber ihre Worte sind ebenso emotionslos wie ihr Lächeln. Ob das ein Hindernis auf dem Weg zum Sieg sein könnte?
Exklusiv und nur bei uns: Nadine Trompka kommentiert GNTM
Nadine Trompka war 2005 die “Beauty Queen of Germany” und arbeitet bis heute als Model. Wir haben die Gelegenheit genutzt und sie als exklusive Kommentatorin für uns gewinnen können. Und ihr auch gleich mal ein paar Fragen gestellt. Nadine wird für uns bis zum Finale jede Folge kommentieren und auch Fachfragen beantworten können. Also: ran an die Tasten und fleißig kommentiert und gefragt!

GNTM-News: Nadine, du warst Beauty Queen of Germany. Was bedeutet das genau?
Nadine Trompka: Die Beauty-Queen of Germany ist gleichzusetzen mit der Miss Germany, die jedes Jahr gewählt wird, nur, dass es sich hierbei um verschiedene Organisationen handelt, die jedes Jahr eine entsprechende Misswahl durchfuhren. Dabei durchläuft man verschiedene Stationen bis hin zur Beauty-Queen of Germany Wahl. Es beginnt dabei auf Städtebene über
Landesebene bis hin zur Endwahl, der Beauty-Queen of Germany Wahl. Ich bin dabei als Miss Bremen an den Start gegangen und habe auch zuvor schon einige Wahlen gewonnen, so z. B. die Miss Kiel, bis ich dann 2004/2005 zur Beauty-Queen of Germany gewählt wurde und mehrfach in TV und Print zu sehen war.
GNTM-News: Heute arbeitest du als Model – wo liegt dein Schwerpunkt?
Nadine Trompka: Mein Schwerpunkt als Model liegt in der Beauty- und Fashionfotografie sowie im Werbebereich, hin und wieder arbeite ich auch im Catwalkbereich. Allerdings macht es mir mehr Spaß, an Shootings teilzunehmen, weil ich das viel facettenreicher finde und es einem Model mehr Möglichkeiten gibt, sich immer wieder in anderen Rollen zu präsentieren und zu zeigen, wie wandelbar man ist. Zum anderen finde ich den Werbebereich sehr interessant und habe bereits im Bereich Printmedien gearbeitet und möchte in naher Zukunft im TV-Bereich weiter Fuß fassen, wo ich momentan sogar an einem Schauspieldemoband arbeite, um mich auch in den Bereich Fernsehwerbung und Schauspiel zu entwickeln.
GNTM-News: Woher könnte man dich kennen?
Nadine Trompka: Der ein oder andere, der das Modelbusiness verfolgt, wird mich sicher aus dem Fernsehen kennen oder man wird sich auf der einen oder anderen Party begegnet sein. So gab es seit 2004 vermehrt Fernsehberichte über mich beziehungsweise solche, in denen ich mitgewirkt habe, zu sehen und ich modelte unter anderem für “Marie Jo”, die Zeitschrift “SIXTEEN”, den Herrenausstatter “Staben” und vieles mehr. Zum anderen war ich oft in Zeitschriften sowie Tageszeitungen zu sehen, wo über mich und meine Karriere berichtet wurde, ein kleiner Ausschnitt davon ist bereits auf meiner Homepage zu sehen.
GNTM-News: Du schaust GNTM regelmäßig – hast du eine Favoritin und wenn ja, warum gerade sie?
Nadine Trompka: Ja, ich schaue GNTM regelmäßig, allerdings habe ich noch keine Favoritin in dieser Staffel, dafür bin ich umso gespannter, wie sich die Mädchen weiter entwickeln und vielleicht steht dann ja auch bald meine Favoritin fest. Ich bin auf jeden Fall auf die neue Episode gespannt.
GNTM-News: Es gab ja Gerüchte um Marie Nasemann. Was denkst du über die Behauptung, dass Marie schon im vergangenen Jahr als Siegerin feststand?
Nadine Trompka: Ich habe die Gerüchte darum, dass bereits Domains von Heidis Patentante auf Maries Namen gebucht wurden, auch gehört und finde es ziemlich merkwürdig. Durch meine Erfahrungen in der Modelwelt habe ich oft mitbekommen, dass Mädchen Misswahlen gewonnen haben oder für Fotoshootings gebucht wurden, weil sie gute Kontakte hatten und Vitamin B in dieser Branche nicht zu unterschätzen ist. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass an diesen Gerüchten etwas dran ist, denn so etwas gibt es bei Contesten leider häufig. Wir werden sehen, inwiefern sich dieses Gerücht bestätigt. (lacht)
GNTM-News: Wie gefällt dir das Konzept von GNTM und was könnte man verbessern?
Nadine Trompka: Mir gefällt das Konzept GNTM, weil es zeigt, dass das Leben als Model nicht so süß ist, wie die meisten denken, denn in vielen Köpfen herrscht noch das Klischee, dass man als Model einen sehr einfachen Job hat und für viel Geld wenig tun muss. Ich denke, GNTM zeigt, dass dies nicht der Fall ist, wenn man sich einmal das ein oder andere Mädchen bei GNTM ansieht, das fix und fertig nach einem Shooting ist. Zum anderen sieht man einmal, dass das Leben als Model auch Höhen und Tiefen hat und nicht jedes Go See oder Casting ein Erfolg ist und man als Model auch oft Testshoots macht, um sein Book auf den neusten Stand zu bringen, wofür man kein Honorar bekommt. Zum anderen hoffe ich auch, dass durch diese Show einigen Mädchen gezeigt wird, dass nicht jeder das Zeug zum Model hat und man außer einem guten Aussehen eine gute Ausstrahlung, starke Nerven und eine gute Portion Ehrgeiz mitbringen muss.
GNTM-News: Wie realistisch schätzt du die Chancen ein, dass die Siegerin wirklich ein Topmodel wird?
Nadine Trompka: Ich denke, dass die Gewinnerin eine gute Chance hat ein Topmodel zu werden, wenn sie es versteht dieses Sprungbrett optimal zu nutzen und sich nicht auf dem Ruhm des Momentes ausruht, denn nur wer im Modelbusiness jeden Tag aufs Neue wieder 120% bringt, kann sich dort wirklich einen Namen machen und bleibt auch nach der nächsten Staffel von GNTM noch in den Köpfen der Menschen.
GNTM-News: Wie siehst du die Zickereien, die zwischen den Mädchen ablaufen?
Nadine Trompka: Ich finde es schade, dass manche Mädchen nichts besseres zu tun haben, als sich gegenseitig anzuzicken. Sie sollten ihre Kraft lieber dafür nutzen, die Castings und Fotoshootings gut zu absolvieren und sich von Mal zu Mal weiter zu entwickeln. Ich persönlich habe bei meinen Shoots und Auftritten auch oft Mädchen dabei gehabt die fast ihre ganze Kraft darin gesteckt haben, über andere herzuziehen oder jemanden schlecht zu machen. Dass diese Mädchen aber nur sich selbst schaden und andere in der Zeit wichtige Kontakte knüpfen oder an sich selbst arbeiten, merken viele leider erst zu spät.
GNTM-News: Kannst du bisher alle Entscheidungen der Jury nachvollziehen?
GNTM-News: Ich finde die Entscheidungen der Jury im Großen und Ganzen schon nachvollziehbar, allerdings ist es bei GNTM nicht anders als bei anderen Castingsshows, die wir momentan im Fernsehen verfolgen können, dass immer der eine oder andere Teilnehmer noch dabei ist, weil die Zuschauerzahlen natürlich besser sind, wenn jemand dabei ist, der die Meinungen der Zuschauer spaltet. Im wahren Modelleben würde es nicht toleriert werden, wenn ein Model dauernd wegen kleiner Wehwehchen ausfällt, denn das Modelbusiness ist ein hartes Geschäft, wo es auch mal heißt, die Zähne zusammenzubeißen. Somit kann ich es nicht nachvollziehen, wie es bei Larissa immer wieder durchgelassen wird, dass sie sich vor Dingen drücken kann, wo außerhalb der Show, also bei wahren Castings oder Fotoshootings auch keiner Rücksicht nehmen würde.
GNTM-News: Frage an den Profi: Warum tun sich die Mädchen so schwer beim Laufen auf dem Catwalk?
Nadine Trompka: Das frage ich mich allerdings auch… (lacht) Ich habe bei den ersten Staffeln von GNTM noch gedach, das wäre nun ein schlechter PR-Gag, aber es scheint wirklich wahr zu sein, dass das eine oder andere Mädchen dort wirklich denkt, es wird ein Topmodel, wenn es vorher noch nie auf High Heels stand. Es mag ja sein, dass es dem einen oder anderen nicht angeboren ist, auf Stöckelschuhen zu laufen, aber dann heißt es üben, üben, üben. Wenn ich sehe, wie manche Mädchen auf dem Catwalk laufen, frage ich mich ernsthaft, ob das der richtige Job ist und ob diese Mädchen sich ernsthaft darüber Gedanken gemacht haben, was ihr Job als Model ist und dazu gehört nun auch das Laufen mit High Heels auf dem Catwalk. Mir persönlich liegt es glücklicherweise, auf High Heels zu laufen und ich finde es nicht schwer über den Catwalk zu laufen, im Gegenteil, ich habe wirklich Spaß daran und das sieht man dann auch!
GNTM-News: Was können wir in der Zeit bis zum Finale von dir erwarten?
Nadine Trompka: Ich werde GNTM weiter mit Aufmerksamkeit verfolgen und eine Zusammenfassung der Sendung mit meinen Highlights und No Gos verfassen, an denen ich euch teilhaben lasse.
Es ist offiziell: Ein schönes Gesicht reicht nicht für ein Topmodel
Bar Rafaeli, ein Name “wie Musik in meinen Ohren. Und Augen.” Sagte Peyman. Er scheint ein echter Fan der Freundin von Leonardo di Caprio zu sein. Das iraelische Topmodel war aber nicht wegen Peyman gekommen, sondern um die Jury bei ihrer Entscheidung zu unterstützen und den Kandidatinnen vorher ein paar Tipps zu geben, wie sie sich auf dem Laufsteg besser präsentieren können. Sie hatte nicht bei vielen etwas auszusetzen, konnte aber der einen oder anderen noch einen Rat auf den Weg geben. Sarina hätte ihr besser zugehört und nicht ständig an Leo gedacht, den Bar ihrer Meinung nach hätte mitbringen sollen.
Für den Livewalk standen Outfits bereit, die man am besten mit “schön bunt” beschreiben kann. Luftige Babydolls und Sommerkleidchen in knalligen Farben. Nur Ira hatte sich für ein knielanges Etuikleid in schwarz, weiß und grau entschieden.
Die Erste, die sich der Kritik stellen musste, war Maria. Sie bekam eine gute Ladung Lob ab. Sie könne gut zuhören und sei sehr professionell. Und jetzt könne sie gehen. Sie bräuchte sie Entscheidung nicht mehr abzuwarten. Maria war sichtlich geschockt, akzeptierte aber die Entscheidung und wollte sich gerade bei allen bedanken, als Heidi sie fragte: “Erinnerst du dich an Rankin? Und daran, was er gesagt hat?” Nach dem Shooting mit dem Starfotografen hatte dieser nämlich geäußert, dass er Maria buchen würde. Und genau das hatte er nun getan. Die Eile der Jury, Maria los zu werden, hatte ihre Ursache darin, dass Maria ihren Flieger nach London bekommen musste.
Jessica musste zum ersten Mal seit Wochen nicht wirklich um ihr Weiterkommen bangen. Sie hatte ihren ersten Job ergattert, war bei der Challenge die Erste, die auftrat und folgerichtig die Erste, die mit einem Foto den Raum verließ.
Mandy konnte zwar ihren New Yorker Erfolg nicht wiederholen, bekam aber dennoch von Peyman ein “BINGO” und von Heidi ein Foto.
Marie hörte nun bereits zum dritten Mal in Folge harte Kritik. Sie ist zu nett, zu brav, das Mädchen von nebenan. Trotzdem bekam sie ihr Foto und ihre DVD mit dem Spot.
Sara ist zwar auf dem Laufsteg eine der Besten, bei Kundenkontakt steht sie sich aber mit ihrem Perfektionismus häufig selbst im Weg. Daher traut sie sich oft nicht, aus sich heraus zu kommen und wirkt immer süß und nett und lieb. In den folgenden Wochen wird sie auch andere Facetten zeigen müssen, wenn sie eine Chance auf die Top 3 haben will.
Ira zeigte zwar beim Dreh nicht die “geschmeidigsten” Bewegungen, wie Heidi sagte, dafür versuchte sie dort aber auch nicht, beim Rocken immer noch an ihr Gesicht zu denken. So wirkte sie viel natürlicher und unverkrampfter als viele andere, bemerkte Bar Rafaeli. Die Jury war sich einig: Ira hat noch viel Luft nach oben – und das will sie sehen!
Was soll man über Larissa sagen in dieser Woche? Nachdem sie in der vergangenen Woche erstaunlich ruhig war, trat sie diese Woche zurück ins Rampenlicht. Hatte ihr die Challenge noch zugesagt, tat es der Dreh offenbar nicht mehr und sie war wieder leidend. Wie schon beim Cheerleading und beim Poledancing. Trotzdem wirkt sie bei den Livewalks immer sehr selbstsicher, aber selbst Bar, die sie zum ersten Mal erlebte, fiel auf, dass Larissa übertrieben wirkt. Auch der Vorwurf, dass sie sehr maskulin wirkt, ist nicht neu und kam in dieser Entscheidung nicht zum ersten Mal. Sie bekam ihr Foto trotzdem. Und wie es Larissas Art ist, plapperte sie wieder brav nach, was die jury ihr ans Herz gelegt hatte und behauptete sogar, dass in ihr eine Diva stecken würde. Wir werden sehen.
Katrina hatte schon beim Dreh den Eindruck gemacht, als wäre sie lieber woanders und das bemerkte auch Bar Rafaeli. Nach dem Livewalk stand sie mit verschränkten Armen vor der Jury und sah verloren und traurig aus. Und dementsprechend fiel auch die Kritik aus: Sie sei energielos, negativ, unbeholfen, ohne Anmut und lächelt nie. Peyman brachte es auf den Punkt: “Wir haben immer weniger das Gefühl, dass du es schaffen kannst.” Und der Zuschauer dürfte inzwischen immer mehr das Gefühl haben, dass Katrina es gar nicht schaffen will. Jedes Shooting ist zu hart, zu kalt, zu anstrengend. Irgendwas tut immer weh.
Sarina hätte wie gesagt Bar besser zuhören und zuschauen sollen, statt von Leonardo di Caprio zu träumen. Denn bei ihrem Livewalk zeigten sich wieder die gleichen alten Fehler wie schon am Anfang der Staffel. Es ist aber auch nicht so einfach, sich gleichzeitig auf den rechten und den linken Fuß zu konzentrieren und dann noch auf die Bewegung, die koordiniert werden muss. So lief sie wieder wie eine Bäuerin im feinen Stoff, die eben noch die Resi gemolken hat, über den Laufsteg. Zwar hänge sie sich immer bis 150 Prozent in die Aufgabe, aber sie höre nie genau zu. Klingt gemein? Frage Heidi: “Welches Produkt sollte mit dem Spot verkauft werden?” Sarina: “Die Gitarre?” Zur Erinnerung: es ging um die Unterwäsche.
Katrina und Sarina mussten gemeinsam zur Entscheidung antreten und es war von vornherein klar, dass mindestens eine von ihnen gehen würde müssen. Sie haben mehr gemeinsam, als ihnen lieb sein sollte: die fehlende positive Energie, die fehlende Zielstrebigkeit und die fehlenden Jobs, um nur einiges zu nennen. Doch die Jury war auch der Meinung, dass es Katrina darüber hinaus an Talent fehlt. Und das ist ein Ausschlusskriterium. Darum ist Katrinas Traum von der Karriere an dieser Stelle vorbei. Sie nahm es gefasst auf. Zwar kullerten ein paar Tränen, doch das war wohl mehr Erleichterung. Jedenfalls spielte sie erst einmal ein wenig abwesend mit ihren Haaren.
Und wieder geht die Woche mit einer verständlichen und einigen unverständlichen Entscheidungen zu Ende. Für Katrina ist es sicher die beste Entscheidung, nach Hause geschickt zu werden, sie wirkte nicht sehr glücklich, hing aber drin und kam nicht mehr aus der Sache raus. Aber auch Sarina scheint nicht mehr ganz so fröhlich und unbefangen wie am Anfang. Und Larissa? Wie gesagt, wir werden sehen.
