Stress und Spaß, von L.A. nach Singapur – das Leben eines Topmodels

Wie packt man in eine Woche das komplette Abschreckungsprogramm für angehende Jungmodels? Heidi Klum weiß die Antwort.

Zuerst scheuche man sie von Los Angeles nach Singapur. Business Class natürlich, denn 27 Stunden sind schließlich kein Pappenstiel. Dann hole man sie mit einer Limosine ab und bringe sie in eine Suite im 66. Stock eines Luxushotels. Am nächsten Morgen scheuche man sie dann aus dem Bett direkt zu einem TV-Spot-Dreh mit Heidi Klum für McDonalds.

Nach einem anstrengenden Dreh schicke man sie direkt weiter zu einem Casting auf der Straße. Im wahrsten Sinne des Wortes: Ziel des Castings? Eine nicht ganz unbedeutende Modenschau am gleichen Abend mit 400 geladenen Gästen der Créme de la Créme der Modebranche. Natürlich unter den Augen von Rolf und Peyman. Heidi hatte sich nach dem anstrengenden Tag zurückgezogen. Aber sie will ja auch nicht Germany’s next Topmodel werden, sondern es nur finden.

Zwischen Dreh und Casting ist immer noch Zeit für eine kurze Ankündigung: die asiatische Elle will eines der Mädchen als Covergirl haben und am nächsten Tag ist das Shooting. Naja, ist ja morgen. Heute ist erstmal Modenschau, bei der die Mädchen alle laufen dürfen.

Und schon ist auch der Tag des Shootings und die drei dürfen sich in Einzelposen und Gruppenbildern unter der malayischen Sonne räkeln. Auch das dauert natürlich recht lange und danach soll ja keine Langeweile aufkommen. Und die Entscheidung, wer nun aufs Cover kommt, fällt ohnehin erst in ein paar Wochen.

Also weiter zum Pressetraining mit der Kommunikationschefin von Pro7 und mal trainieren, wie man denn auf Fragen in einem Interview antworten würde. Man weise die Trainerin an, die Mädchen so richtig aufs Glatteis zu führen und ihnen Geheimnisse zu entlocken. Als Lerneffekt präsentiere man ihnen die möglichen Schlagzeilen.

Das sitzt und das muss es auch, denn anschließend geht es zu einem echten Inteview. Und diesmal mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, nämlich auf Englisch. Stotterten die drei Finalistinnen von GNTM schon auf Deutsch einige Male herum, so wurde es auf Englisch erwartungsgemäß nicht besser.

So, genug Stress für ein paar Tage? Nichts gibts, Ruhe ist was für Rentner. Wenn man dann schon eine Stadtrundfahrt durch Singapur bekommt, kann man die Besichtigung der Hotspots ja auch gleich mit einem Fotoshooting verbinden. Und wer sich in dieser Zeit sicher fühlte, war auf dem Holzweg.

Denn dieses Stressprogramm kommt dem Alltag eines Topmodels sehr viel näher als alles, was die Kandidatinnen bisher erlebt haben. Ihre Stressresistenz wird ebenso ein Entscheidungskriterium für die Jury sein wie die bisherigen Leistungen.

Nun aber haben die Mädchen wirklich noch ein wenig Zeit zum Ausruhen bekommen, denn die Folgen waren ja aufgezeichnet und sie sind zuhause. Hier können sie sich im Kreise ihrer Lieben in Ruhe auf das Finale am Donnerstag vorbereiten und noch einmal Kraft tanken.

Damit übergebe ich an Nadine Trompka!

GNTM News geschrieben am Mai 19, 2009 


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