Phillipp Plein: „Fühlst du dich eigentlich im Bikini wohl?“

Am Abend vor der Entscheidung gönnten sich die sieben übig gebliebenen Mädchen einen entspannten Kochabend in der Modelvilla. Dabei wurde wild spekuliert, wer denn diesmal wohl gehen würde. Es ist schon faszinierend, wie wenig selbstkritisch dabei einige waren. Kochen und Schlemmen scheint für einige von ihnen immer noch ein Hobby zu sein, wie man beim Livewalk sehen konnte. Denn diesmal war das Motto: Hawaii und Bikini. Und soviel kann verraten werden: Außer Mandy fühlte sich keine im Bikini wirklich wohl. Das mag daran gelegen haben, dass Philipp Plein diesmal der Jury bei der Entscheidung helfen durfte. Es mag aber auch daran gelegen haben, dass sie genau wissen, wo ihre Problemzönchen sitzen. Und sicher lag es daran, dass alle spüren, dass der Druck ins Unermessliche wächst.

Die Erste auf dem Laufsteg war Maria und sie hörte Kritik. Ihre Castings werden schlechter, sie kann die Kunden nicht von sich überzeugen. Dafür war sie beim Shooting als Rockstar überzeugend und authentisch und genau das rettete Maria in dieser Woche.

Sarina sagte vor ihrem Walk, dass sie fände, sie laufe jetzt viel besser. Gut, wenn man ihren Lauf mit dem ersten Casting vergleicht, liegen da Welten dazwischen und sie hat sich deutlich gesteigert. Doch noch immer wirkt sie tapsig, wie Philipp Plein sagte. Dafür war sie die Beste beim Shooting. Aber in Natura könne sie eben nicht überzeugen und keine Jobs einheimsen. Sie durfte ihr Foto mitnehmen, aber wenn sich nicht grundlegend etwas verbessert, wird die Luft für Sarina wohl sehr bald sehr dünn werden.

Marie wirkte sehr angestrengt, wie schon beim Shoot und das fiel auch der Jury auf. Sie war sich im Klaren darüber, dass die Woche mal wieder nicht so gut für sie gelaufen war und bekam das von Heidi auch bestätigt. Die sagte ihr nämlich, dass die anderen Mädchen sie inzwischen eingeholt, wenn nicht sogar überholt haben. Peyman fragte Marie, was sie tun würde, wenn sie kein Foto bekommen würde und Marie meinte, sie wäre dann wütend auf sich, nicht alles gegeben zu haben. „Zeig uns diese Wut!“ war dann die Aufgabe und das Ergebnis? Große, zweifelnde Augen bei der Jury. Vor der Entscheidung konnte man Maries Worten entnehmen, dass sie das Foto haben wolle und es drängte sich der Eindruck eines verwöhnten kleinen Mädchens auf, das immer bekommen hat, was es haben will. Dementsprechend unehrlich klang ihr „Ich bin so froh, dass mir die Jury noch eine Chance gegeben hat!“, als sie mit dem Foto aus dem Raum kam. Es klang eher wie „Wusste ich doch, dass ich das Foto bekomme!“.

Sara, die ägyptische Schönheit, hat so ihre Problemzonen. Die hatte sie schon beim Casting und bisher auch nichts daran getan. Bei diesem Livewalk im Bikini sah man sie ihr wieder sehr deutlich an. Das Casting hatte sie vergeigt, weil sie ihr Modelbuch nicht dabei hatte, das Shooting war eher mau und die Challenge konnte sie auch nicht für sich entscheiden. Aber trotz allem ist sie eine der Kandidatinnen bei GNTM mit dem meisten Potenzial – wenn sie bereit ist, weiter an sich zu arbeiten und auch mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Und darum ist sie weiter.

Mandy und der Laufsteg – eine Liebe auf den ersten Blick und fürs Leben. Zumindest scheint es immer so, wenn man Mandy über den Catwalk schweben sieht. Sie wirkte selbstsicher im Bikini, machte ihre Posen souverän und nachdem sie den Riesenjob ergattert hatte, war eigentlich klar, dass sie sich keine Sorgen würde machen müssen. So kam es dann auch und Mandy bekam ihr Foto.

Jessica kann ihre innere Bremse nicht lösen. Man sieht ihr an, dass sie sich innerlich verweigert und schon aufgegeben hat. Auch in der letzten Woche war nicht ganz nachvollziehbar, warum die Jury sie weiter ließ, denn sie wirkte alles andere als glücklich darüber. In dieser Woche hatte sie den Job knapp verpasst, immerhin mit Ira die Challenge gewonnen, konnte sich aber dafür selbst den Titel „Schlechteste beim Shooting“ zuschreiben. Jessica wirkte lustlos beim Lauf und Heidi sagte, es scheint, als sei niemand zuhause, wenn man in ihre Augen sehe. Sie laufe wie ein Zinnsoldat und wirke abwesend.

Ira zitterte bei ihrem Lauf wie Espenlaub. Und sie hatte Recht damit. Denn beim Shooting war ihr – ob absichtlich oder nicht – herausgerutscht, dass es ihr keinen Spaß mache. Bis auf die Challenge gab es keinerlei Höhepunkte in dieser Woche, die insgesamt „schwammig“ war, wie Peyman sagte.

Gemeinsam mussten die beiden Freundinnen Ira und Jessica zur Entscheidung antreten und waren sich beide darüber im Klaren, dass es einmal soweit kommen musste. Warum sie das nicht motivieren konnte, besser sein zu wollen, ist unklar. Während Ira immer sehr erwachsen wirkt und so beim Kunden jugendliche Frische vermissen lässt, mögen die Kunden Jessi immer auf den ersten Blick, aber beim zweiten entscheiden sie sich für jemand anderen. Beide waren in dieser Woche schlecht und wussten das auch. Doch die Jury fand, Ira war schlechter. Und damit muss Jessica in der nächsten Woche allein weitermachen. Vielleicht ist das aber auch der Kick, der sie endlich dazu bringt, zu kämpfen.

Die anderen Mädchen zeigten sich erschüttert, denn Ira hatte die Gruppe immer zusammen gehalten und war ein wenig wie eine Mutter für die Kandidatinnen gewesen. Nun fehlt dieser Ruhepol und es wird sich zeigen müssen, wie die anderen ohne sie zurecht kommen.