Exklusiv und nur bei uns: Nadine Trompka kommentiert GNTM
Nadine Trompka war 2005 die “Beauty Queen of Germany” und arbeitet bis heute als Model. Wir haben die Gelegenheit genutzt und sie als exklusive Kommentatorin für uns gewinnen können. Und ihr auch gleich mal ein paar Fragen gestellt. Nadine wird für uns bis zum Finale jede Folge kommentieren und auch Fachfragen beantworten können. Also: ran an die Tasten und fleißig kommentiert und gefragt!

GNTM-News: Nadine, du warst Beauty Queen of Germany. Was bedeutet das genau?
Nadine Trompka: Die Beauty-Queen of Germany ist gleichzusetzen mit der Miss Germany, die jedes Jahr gewählt wird, nur, dass es sich hierbei um verschiedene Organisationen handelt, die jedes Jahr eine entsprechende Misswahl durchfuhren. Dabei durchläuft man verschiedene Stationen bis hin zur Beauty-Queen of Germany Wahl. Es beginnt dabei auf Städtebene über
Landesebene bis hin zur Endwahl, der Beauty-Queen of Germany Wahl. Ich bin dabei als Miss Bremen an den Start gegangen und habe auch zuvor schon einige Wahlen gewonnen, so z. B. die Miss Kiel, bis ich dann 2004/2005 zur Beauty-Queen of Germany gewählt wurde und mehrfach in TV und Print zu sehen war.
GNTM-News: Heute arbeitest du als Model – wo liegt dein Schwerpunkt?
Nadine Trompka: Mein Schwerpunkt als Model liegt in der Beauty- und Fashionfotografie sowie im Werbebereich, hin und wieder arbeite ich auch im Catwalkbereich. Allerdings macht es mir mehr Spaß, an Shootings teilzunehmen, weil ich das viel facettenreicher finde und es einem Model mehr Möglichkeiten gibt, sich immer wieder in anderen Rollen zu präsentieren und zu zeigen, wie wandelbar man ist. Zum anderen finde ich den Werbebereich sehr interessant und habe bereits im Bereich Printmedien gearbeitet und möchte in naher Zukunft im TV-Bereich weiter Fuß fassen, wo ich momentan sogar an einem Schauspieldemoband arbeite, um mich auch in den Bereich Fernsehwerbung und Schauspiel zu entwickeln.
GNTM-News: Woher könnte man dich kennen?
Nadine Trompka: Der ein oder andere, der das Modelbusiness verfolgt, wird mich sicher aus dem Fernsehen kennen oder man wird sich auf der einen oder anderen Party begegnet sein. So gab es seit 2004 vermehrt Fernsehberichte über mich beziehungsweise solche, in denen ich mitgewirkt habe, zu sehen und ich modelte unter anderem für “Marie Jo”, die Zeitschrift “SIXTEEN”, den Herrenausstatter “Staben” und vieles mehr. Zum anderen war ich oft in Zeitschriften sowie Tageszeitungen zu sehen, wo über mich und meine Karriere berichtet wurde, ein kleiner Ausschnitt davon ist bereits auf meiner Homepage zu sehen.
GNTM-News: Du schaust GNTM regelmäßig – hast du eine Favoritin und wenn ja, warum gerade sie?
Nadine Trompka: Ja, ich schaue GNTM regelmäßig, allerdings habe ich noch keine Favoritin in dieser Staffel, dafür bin ich umso gespannter, wie sich die Mädchen weiter entwickeln und vielleicht steht dann ja auch bald meine Favoritin fest. Ich bin auf jeden Fall auf die neue Episode gespannt.
GNTM-News: Es gab ja Gerüchte um Marie Nasemann. Was denkst du über die Behauptung, dass Marie schon im vergangenen Jahr als Siegerin feststand?
Nadine Trompka: Ich habe die Gerüchte darum, dass bereits Domains von Heidis Patentante auf Maries Namen gebucht wurden, auch gehört und finde es ziemlich merkwürdig. Durch meine Erfahrungen in der Modelwelt habe ich oft mitbekommen, dass Mädchen Misswahlen gewonnen haben oder für Fotoshootings gebucht wurden, weil sie gute Kontakte hatten und Vitamin B in dieser Branche nicht zu unterschätzen ist. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass an diesen Gerüchten etwas dran ist, denn so etwas gibt es bei Contesten leider häufig. Wir werden sehen, inwiefern sich dieses Gerücht bestätigt. (lacht)
GNTM-News: Wie gefällt dir das Konzept von GNTM und was könnte man verbessern?
Nadine Trompka: Mir gefällt das Konzept GNTM, weil es zeigt, dass das Leben als Model nicht so süß ist, wie die meisten denken, denn in vielen Köpfen herrscht noch das Klischee, dass man als Model einen sehr einfachen Job hat und für viel Geld wenig tun muss. Ich denke, GNTM zeigt, dass dies nicht der Fall ist, wenn man sich einmal das ein oder andere Mädchen bei GNTM ansieht, das fix und fertig nach einem Shooting ist. Zum anderen sieht man einmal, dass das Leben als Model auch Höhen und Tiefen hat und nicht jedes Go See oder Casting ein Erfolg ist und man als Model auch oft Testshoots macht, um sein Book auf den neusten Stand zu bringen, wofür man kein Honorar bekommt. Zum anderen hoffe ich auch, dass durch diese Show einigen Mädchen gezeigt wird, dass nicht jeder das Zeug zum Model hat und man außer einem guten Aussehen eine gute Ausstrahlung, starke Nerven und eine gute Portion Ehrgeiz mitbringen muss.
GNTM-News: Wie realistisch schätzt du die Chancen ein, dass die Siegerin wirklich ein Topmodel wird?
Nadine Trompka: Ich denke, dass die Gewinnerin eine gute Chance hat ein Topmodel zu werden, wenn sie es versteht dieses Sprungbrett optimal zu nutzen und sich nicht auf dem Ruhm des Momentes ausruht, denn nur wer im Modelbusiness jeden Tag aufs Neue wieder 120% bringt, kann sich dort wirklich einen Namen machen und bleibt auch nach der nächsten Staffel von GNTM noch in den Köpfen der Menschen.
GNTM-News: Wie siehst du die Zickereien, die zwischen den Mädchen ablaufen?
Nadine Trompka: Ich finde es schade, dass manche Mädchen nichts besseres zu tun haben, als sich gegenseitig anzuzicken. Sie sollten ihre Kraft lieber dafür nutzen, die Castings und Fotoshootings gut zu absolvieren und sich von Mal zu Mal weiter zu entwickeln. Ich persönlich habe bei meinen Shoots und Auftritten auch oft Mädchen dabei gehabt die fast ihre ganze Kraft darin gesteckt haben, über andere herzuziehen oder jemanden schlecht zu machen. Dass diese Mädchen aber nur sich selbst schaden und andere in der Zeit wichtige Kontakte knüpfen oder an sich selbst arbeiten, merken viele leider erst zu spät.
GNTM-News: Kannst du bisher alle Entscheidungen der Jury nachvollziehen?
GNTM-News: Ich finde die Entscheidungen der Jury im Großen und Ganzen schon nachvollziehbar, allerdings ist es bei GNTM nicht anders als bei anderen Castingsshows, die wir momentan im Fernsehen verfolgen können, dass immer der eine oder andere Teilnehmer noch dabei ist, weil die Zuschauerzahlen natürlich besser sind, wenn jemand dabei ist, der die Meinungen der Zuschauer spaltet. Im wahren Modelleben würde es nicht toleriert werden, wenn ein Model dauernd wegen kleiner Wehwehchen ausfällt, denn das Modelbusiness ist ein hartes Geschäft, wo es auch mal heißt, die Zähne zusammenzubeißen. Somit kann ich es nicht nachvollziehen, wie es bei Larissa immer wieder durchgelassen wird, dass sie sich vor Dingen drücken kann, wo außerhalb der Show, also bei wahren Castings oder Fotoshootings auch keiner Rücksicht nehmen würde.
GNTM-News: Frage an den Profi: Warum tun sich die Mädchen so schwer beim Laufen auf dem Catwalk?
Nadine Trompka: Das frage ich mich allerdings auch… (lacht) Ich habe bei den ersten Staffeln von GNTM noch gedach, das wäre nun ein schlechter PR-Gag, aber es scheint wirklich wahr zu sein, dass das eine oder andere Mädchen dort wirklich denkt, es wird ein Topmodel, wenn es vorher noch nie auf High Heels stand. Es mag ja sein, dass es dem einen oder anderen nicht angeboren ist, auf Stöckelschuhen zu laufen, aber dann heißt es üben, üben, üben. Wenn ich sehe, wie manche Mädchen auf dem Catwalk laufen, frage ich mich ernsthaft, ob das der richtige Job ist und ob diese Mädchen sich ernsthaft darüber Gedanken gemacht haben, was ihr Job als Model ist und dazu gehört nun auch das Laufen mit High Heels auf dem Catwalk. Mir persönlich liegt es glücklicherweise, auf High Heels zu laufen und ich finde es nicht schwer über den Catwalk zu laufen, im Gegenteil, ich habe wirklich Spaß daran und das sieht man dann auch!
GNTM-News: Was können wir in der Zeit bis zum Finale von dir erwarten?
Nadine Trompka: Ich werde GNTM weiter mit Aufmerksamkeit verfolgen und eine Zusammenfassung der Sendung mit meinen Highlights und No Gos verfassen, an denen ich euch teilhaben lasse.
Es ist offiziell: Ein schönes Gesicht reicht nicht für ein Topmodel
Bar Rafaeli, ein Name “wie Musik in meinen Ohren. Und Augen.” Sagte Peyman. Er scheint ein echter Fan der Freundin von Leonardo di Caprio zu sein. Das iraelische Topmodel war aber nicht wegen Peyman gekommen, sondern um die Jury bei ihrer Entscheidung zu unterstützen und den Kandidatinnen vorher ein paar Tipps zu geben, wie sie sich auf dem Laufsteg besser präsentieren können. Sie hatte nicht bei vielen etwas auszusetzen, konnte aber der einen oder anderen noch einen Rat auf den Weg geben. Sarina hätte ihr besser zugehört und nicht ständig an Leo gedacht, den Bar ihrer Meinung nach hätte mitbringen sollen.
Für den Livewalk standen Outfits bereit, die man am besten mit “schön bunt” beschreiben kann. Luftige Babydolls und Sommerkleidchen in knalligen Farben. Nur Ira hatte sich für ein knielanges Etuikleid in schwarz, weiß und grau entschieden.
Die Erste, die sich der Kritik stellen musste, war Maria. Sie bekam eine gute Ladung Lob ab. Sie könne gut zuhören und sei sehr professionell. Und jetzt könne sie gehen. Sie bräuchte sie Entscheidung nicht mehr abzuwarten. Maria war sichtlich geschockt, akzeptierte aber die Entscheidung und wollte sich gerade bei allen bedanken, als Heidi sie fragte: “Erinnerst du dich an Rankin? Und daran, was er gesagt hat?” Nach dem Shooting mit dem Starfotografen hatte dieser nämlich geäußert, dass er Maria buchen würde. Und genau das hatte er nun getan. Die Eile der Jury, Maria los zu werden, hatte ihre Ursache darin, dass Maria ihren Flieger nach London bekommen musste.
Jessica musste zum ersten Mal seit Wochen nicht wirklich um ihr Weiterkommen bangen. Sie hatte ihren ersten Job ergattert, war bei der Challenge die Erste, die auftrat und folgerichtig die Erste, die mit einem Foto den Raum verließ.
Mandy konnte zwar ihren New Yorker Erfolg nicht wiederholen, bekam aber dennoch von Peyman ein “BINGO” und von Heidi ein Foto.
Marie hörte nun bereits zum dritten Mal in Folge harte Kritik. Sie ist zu nett, zu brav, das Mädchen von nebenan. Trotzdem bekam sie ihr Foto und ihre DVD mit dem Spot.
Sara ist zwar auf dem Laufsteg eine der Besten, bei Kundenkontakt steht sie sich aber mit ihrem Perfektionismus häufig selbst im Weg. Daher traut sie sich oft nicht, aus sich heraus zu kommen und wirkt immer süß und nett und lieb. In den folgenden Wochen wird sie auch andere Facetten zeigen müssen, wenn sie eine Chance auf die Top 3 haben will.
Ira zeigte zwar beim Dreh nicht die “geschmeidigsten” Bewegungen, wie Heidi sagte, dafür versuchte sie dort aber auch nicht, beim Rocken immer noch an ihr Gesicht zu denken. So wirkte sie viel natürlicher und unverkrampfter als viele andere, bemerkte Bar Rafaeli. Die Jury war sich einig: Ira hat noch viel Luft nach oben – und das will sie sehen!
Was soll man über Larissa sagen in dieser Woche? Nachdem sie in der vergangenen Woche erstaunlich ruhig war, trat sie diese Woche zurück ins Rampenlicht. Hatte ihr die Challenge noch zugesagt, tat es der Dreh offenbar nicht mehr und sie war wieder leidend. Wie schon beim Cheerleading und beim Poledancing. Trotzdem wirkt sie bei den Livewalks immer sehr selbstsicher, aber selbst Bar, die sie zum ersten Mal erlebte, fiel auf, dass Larissa übertrieben wirkt. Auch der Vorwurf, dass sie sehr maskulin wirkt, ist nicht neu und kam in dieser Entscheidung nicht zum ersten Mal. Sie bekam ihr Foto trotzdem. Und wie es Larissas Art ist, plapperte sie wieder brav nach, was die jury ihr ans Herz gelegt hatte und behauptete sogar, dass in ihr eine Diva stecken würde. Wir werden sehen.
Katrina hatte schon beim Dreh den Eindruck gemacht, als wäre sie lieber woanders und das bemerkte auch Bar Rafaeli. Nach dem Livewalk stand sie mit verschränkten Armen vor der Jury und sah verloren und traurig aus. Und dementsprechend fiel auch die Kritik aus: Sie sei energielos, negativ, unbeholfen, ohne Anmut und lächelt nie. Peyman brachte es auf den Punkt: “Wir haben immer weniger das Gefühl, dass du es schaffen kannst.” Und der Zuschauer dürfte inzwischen immer mehr das Gefühl haben, dass Katrina es gar nicht schaffen will. Jedes Shooting ist zu hart, zu kalt, zu anstrengend. Irgendwas tut immer weh.
Sarina hätte wie gesagt Bar besser zuhören und zuschauen sollen, statt von Leonardo di Caprio zu träumen. Denn bei ihrem Livewalk zeigten sich wieder die gleichen alten Fehler wie schon am Anfang der Staffel. Es ist aber auch nicht so einfach, sich gleichzeitig auf den rechten und den linken Fuß zu konzentrieren und dann noch auf die Bewegung, die koordiniert werden muss. So lief sie wieder wie eine Bäuerin im feinen Stoff, die eben noch die Resi gemolken hat, über den Laufsteg. Zwar hänge sie sich immer bis 150 Prozent in die Aufgabe, aber sie höre nie genau zu. Klingt gemein? Frage Heidi: “Welches Produkt sollte mit dem Spot verkauft werden?” Sarina: “Die Gitarre?” Zur Erinnerung: es ging um die Unterwäsche.
Katrina und Sarina mussten gemeinsam zur Entscheidung antreten und es war von vornherein klar, dass mindestens eine von ihnen gehen würde müssen. Sie haben mehr gemeinsam, als ihnen lieb sein sollte: die fehlende positive Energie, die fehlende Zielstrebigkeit und die fehlenden Jobs, um nur einiges zu nennen. Doch die Jury war auch der Meinung, dass es Katrina darüber hinaus an Talent fehlt. Und das ist ein Ausschlusskriterium. Darum ist Katrinas Traum von der Karriere an dieser Stelle vorbei. Sie nahm es gefasst auf. Zwar kullerten ein paar Tränen, doch das war wohl mehr Erleichterung. Jedenfalls spielte sie erst einmal ein wenig abwesend mit ihren Haaren.
Und wieder geht die Woche mit einer verständlichen und einigen unverständlichen Entscheidungen zu Ende. Für Katrina ist es sicher die beste Entscheidung, nach Hause geschickt zu werden, sie wirkte nicht sehr glücklich, hing aber drin und kam nicht mehr aus der Sache raus. Aber auch Sarina scheint nicht mehr ganz so fröhlich und unbefangen wie am Anfang. Und Larissa? Wie gesagt, wir werden sehen.
Rock it like Heidi!
Erinnert ihr euch noch an den Werbespot, den Heidi Klum vor einiger Zeit für ein Musik-Konsolen-Spiel gedreht hat? Und erinnert ihr euch noch an das Regenshooting, das die Mädchen vor einigen Wochen machen mussten, weil Heidi das auch schon mal gemacht hat? Man könnte den Eindruck bekommen, dass GNTM 2009 die Ideen ausgegangen sind, weil sie alte Shoots von Heidi aufwärmen müssen, um die Kandidatinnen zu beschäftigen.
In dieser Woche wurden nicht einfach Fotos gemacht, sondern ein TV-Spot gedreht. Story: siehe Heidi-Spot. Produkt: Unterwäsche. Utensil: E-Gitarre (siehe auch Heidi-Spot). Um den Mädchen zu zeigen, was sie erwartet, durften sie dann zusammen mit Heidi den besagten Spot schauen und gleich selbst mal üben. Und da wurde gerockt, was das Zeug und die Knie hielten. Letztere waren am Ende zum Teil blutig, doch Katrina nahm ihre mit Humor. “Ein echter Rockstar braucht auch ein paar Schrammen!”
Einen Abend und eine Nacht lang hatten die Mädchen Zeit, sich auf den Dreh vorzubereiten und die nutzten sie sehr unterschiedlich. Die einen lümmelten im Pool, die andern nahmen sich gegenseitig mit Videokameras auf und rockten sich die Seele aus dem Leib. Doch nicht alle Mädchen hatten soviel Zeit. Jessica kam erst recht spät von ihrem Shooting zur C&A-Kampgane zurück. Und sie hatte an diesem Tag schon viel erlebt: Vom Walk of Fame in Hollywood bis zum Muscle Beach in Venice wurde sie fotografiert, gefilmt und musste mit Bodyguards kämpfen. Die Anstrengung lohnte sich aber, denn die Chefeinkäuferin von C&A, Susanna Walz, fand, dass Jessie “genau die richtige Wahl” für die Kampagne war.
Wenigstens mussten die übrig gebliebenen Neun am nächsten Morgen nicht weit bis zum Drehort – denn gedreht wurde in der Villa. Und das mit Regisseur Andreas Kayales, der schon zahlreiche TV-Spots auf dem Kerbholz hat. Er gab eigentlich sehr klare Anweisungen mit einem sehr klaren Storyboard: Vom Regal aufs Sofa springen, rocken, 180 Grad-Drehung, rocken, runter von der Couch, Hemd aus, rocken, auf dem Rücken auf der Couch rocken, Moneyshot-Pose. Jede Kandidatin hatte drei Chancen. Ganz einfach.
Für einige war dies jedoch schon zu schwer. Oder nicht zu schaffen. Larissa war beispielsweise mal wieder leidend, wie immer, wenn etwas herausfordernd ist. Sie war wohl am Tag vorher gestürzt und hatte sich wehgetan. Daher ließ sie als einzige den Sprung aus und bekam wieder ihre Extrawurst. Maria wurde als “kranke Nebelkrähe” bezeichnet, Marie war auch keine überzeugende Rockerin. Sara war wie immer ihre ärgste Kritikerin und Mandy konnte an ihre Erfolgswelle der letzten Woche nicht anknüpfen. Jessica hingegen kam ihrem Motto “Hier bin ich” weiter nach, während Sarina übers Ziel hinaus und vom Sofa herunterschoss. Wackelkandidatin Katrina wirkte einmal mehr gelangweilt, unentspannt und gequält.
Der Dreh zeigte die Charaktere und Facetten der Kandidatinnen sehr gut und ließ die Entscheidung der Jury erahnen. Noch besser, wenn man die Staffel bisher verfolgt hatte. Obwohl es ja auch hier bereits Überraschungen gab: Marie mit ihrem Abwärtstrend, Mandy mit ihrem Aufschwung und jetzt Jessie. Es gibt aber auch Konstanten und die sind in den vergangenen Entscheidungen oft leer ausgegangen und ohne Foto nach Hause gefahren.
Germany’s Next Topmodel 2009: Was bedeutet “abspacken”?
Die “Abwrackprämie” ist in aller Munde, aber wenn es eine “Abspackprämie” gäbe, würde sie Sarina gebühren. Sie schuf das Wort der Woche: abspacken. Ist nun jemand, der abspackt, ein Spacko? Oder was bedeutet “abspacken”? Die Antwort ist relativ simpel: In Sarinas Welt ist es das Wort für “ausflippen” oder “abrocken”.
Doch wie kam es zu dieser Wortschöpfung, die sich dann durch die gesamte Woche zog wie ein roter Faden? Die neun Kandidatinnen von GNTM bekamen jeweils drei Minuten im “Groundlings Theatre” in Los Angeles. Was klingt wie ein Untergrundtheater für Trolle und Hobbits ist eine Starschmiede erster Güte. Schon Colin Farrell und Ben Stiller standen hier auf der Bühne und die berühmten drei Minuten Bühnenzeit sind so gut wie unbezahlbar. Die Neun bekamen die Chance, ihre Zeit mit Dingen zu füllen, die sie für sehenswert halten. Es geht hier um Improvisation und Spiel mit dem Publikum, interaktives Theater ebenso wie klassische Vorführakte oder Tanz.
Soweit, so gut. Jetzt war aber das Problem, dass die Mädchen das nicht als Geschenk bekamen, sondern als Challenge. Ihre Aufgabe war, das Publikum so gut wie eben möglich zu unterhalten, sich ein eigenes Programm auszudenken und dieses in Eigenregie auf die Bretter zu bringen, die die Welt bedeuten. Durch das Programm führen sollte ein Host, das ist in Amerika so. Nicht einfach ein Moderator, betonte Peyman, denn das könne ja jeder, sondern eine Entertainerin. Und dafür erkor er ausgerechnet Ira. Diejenige, die er beim Casting noch aussortieren wollte, weil sie ihn durch die Blume kritisiert hatte.
Im Gegensatz zu Peyman zeigte Ira jedoch Professionalität (wie auch beim Casting schon) und erledigte diesen Job mit links und das super. Das Programm war sogar recht abwechslungsreich. Der Reigen wurde von Jessica eröffnet, die zuerst eine flotte HipHop-Sohle auf Parkett legte und dann einen männlichen Zuschauer mit ihren Bauchtanzkünsten becircte. Zwei komplett verschiedene Stile und ein Kostümwechsel in drei Minuten – Respekt! Maria und Sara tanzten ebenfalls, in sehr verschiedenen, aber heißen Outfits.
Katrina hatte wie immer was zu meckern und zu maulen. Ihre Aufgabe für drei Minuten waren Tierimitationen. Die Zuschauer sollten ihr Tiere zurufen und sie sollte sie verkörpern. Blöd nur, wenn das Englisch nicht ausreicht, um einen “Cheetah” als Geparden zu erkennen. Cool aber, wenn man wie Katrina die Idee hat, den Zurufer auf die Bühne zu holen, damit er zeigt, was ein Cheetah ist!
Und dann kam Sarina und spackte ab. Anders hätte man das, was sie dort auf der Bühne ablieferte, nicht nennen können. Sie begann mit etwas, das wohl Jonglieren sein sollte um dann wie von der Tarantel gestochen über die Bühne zu hopsen, Räder zu schlagen und die Hüften kreisen zu lassen. Ein wenig schlich sich der Eindruck ein, dass sie viel aufgestaute Energie ablassen musste.
Marie spielte ein Mädchen, das ihrem Freund am Telefon gesteht, dass sie ihn auf einer Party nach ein paar Bier zuviel betrogen hat. Als er auflegt, fängt sie an zu singen. Eigentlich ist L. A. ja eher für Filme berühmt und nicht für Musicals, aber Disney verwischt diese Grenzen auch ständig, warum dann nicht auch Marie?
Mandy kam mit ihrem Freund Harry auf die Bühne: Ein Totenschädel mit Hut. Und sie schlug sich mit ihrem Stand-up-Comedy-Act recht wacker. Jedoch nicht so gut wie Larissa. Ausgerechnet Larissa, die einzige, die sich angeblich überhaupt nicht vorbereitet hatte, brachte das Publikum zum “Abspacken”. Die Menge tobte und schlug sich auf die Schenkel. Ob es jetzt ihre Schauspielerei war oder ihr grottenschlechtes Englisch – es reichte für den Sieg der Challenge. Diese Entscheidung traf das Publikum mit seinem Applaus. Als Belohnung durfte sich Larissa eine Lederjacke des Labels “Jared by Knights” aussuchen – dass die Belohnungen so zufällig oft genau den Charakteren der Gewinnerinnen entsprechen…
GNTM 2009: Ist Peyman humorlos?
Die neue Woche startete voll durch. Kaum waren die Erlebnisse der New York FashionWeek einigermaßen verdaut und die neun verbliebenen GNTM-Kandidatinnen zurück in ihrer Villa in L.A., ging es auch schon los. Zu einem Casting. So weit nicht überraschend, schließlich wird ein solcher Tagesablauf ihre Zukunft sein. Doch diesmal ging es nicht einfach um ein schnödes Shooting, sondern um eine Kampagne. Und zwar die Sommerkampagne von C&A.
Aufgabe war: Sommer, Sonne, Sonnenschein und Improvisationsfähigkeit. Letzteres verlangt vor allem Kreativität und den Mut, aus sich herausgehen zu können. Eine Fähigkeit, für die einige Mädchen nicht besonders berühmt sind. Zum Beispiel Katrina oder Marie.
Entgegen den Erwartungen schlug sich Katrina aber nach Meinung der Kundenjury super, auch, wenn ihre schauspielerischen Fähigkeiten eher übersichtlich waren. Jessica begann bei diesem Casting mit ihrem neuen Programm: “Hier bin ich!” Nach Wochen erfolgloser Castings und zum Teil harscher Kritik versuchte sie es mal mit Eigeninitiative und Selbstbewusstsein, statt hinterher immer auf die anderen zu zeigen. Und Jessi war gut, sie war kreativ und sie wirkte sicher. Die Chefeinkäuferin Susanna Walz verriet ihr dann noch, dass die Marke, um die es in der Kampagne gehen würde, “Jessica” heißt. Ob das ein Omen ist?
Mandy sollte Shoppen gehen in ihrer Szene, wirkte aber eher wie eine gelangweilte Hausfrau beim Frustshopping. Und dann kam Ira. Sie sollte, wie einige andere vor ihr schon, spielen, dass sie auf einen Star trifft. Sie wählte Peyman, und zwar den echten Peyman. “Du wirkst im Fernsehen irgendwie sympathischer. Und größer.” Peyman konnte das gar nicht lustig finden und wies Ira zurecht: “Es geht hier um den Kundenwunsch und das gehört bestimmt nicht dazu.” Hätte der Kunde ihr nicht die zweite Chance eingeräumt – Peyman hätte sie ihr wohl nicht gegeben. Er gab die beleidigte Leberwurst und schmollte. Stellt sich die Frage, ob er einfach humorlos ist und nicht über sich selbst lachen kann oder ob er schon länger ein Problem mit Ira hat.
Alle anderen waren nicht wirklich herausragend, weder im positiven noch im negativen Sinne. Außer Marie vielleicht, die in den vergangenen Wochen nach dem sicher geglaubten Monopol für Jobs jeder Art nun auf einmal ins Mittelmaß zurückfällt. “Du bist ein sehr hübsches Mädchen und das weißt du auch”, sagte Susanna Walz zu ihr. Und dass Marie zwar immer lächeln würde, aber eben auch, wenn ihr Dinge gesagt werden, die nicht gut sind. Der Name “Jessica” erwies sich übrigens in der Tat als gutes Omen und Jessicas neuer Weg scheint ein guter zu sein. Zumindest bekam sie dank ihrer Leistung ihren ersten Job. Glückwunsch, Jessie, weiter so!
New York: Die Stadt der Entscheidung
New York, FashionWeek 2009. Zehn Mädchen aus Deutschland sind in die große Stadt gekommen, um die Modewelt das Fürchten zu lehren. Zehn Mädchen? Am Ende der Woche waren es nur noch neun. Doch bevor die Entscheidung fiel, hagelte es mal wieder Kritik.
Beim dieswöchigen Livewalk sollten die GNTM-Kandidatinnen in die Rolle eines Vamps schlüpfen und sich der Jury mit starkem Make-Up und wildem Haar präsentieren. Präsentieren, nicht reinlatschen oder den Laufsteg langschlendern. Außer Sara gelang es keiner, den Vamp überzeugend zu spielen. Hinge die Entscheidung nur am Livewalk, wäre die Staffel wohl längst vorbei.
Doch es hängt eben an der ganzen Woche, und nach dieser Woche hatte eine nichts zu befürchten: Mandy. Sie ist die Überraschung der Staffel. Bisher war sie ja eher ruhig und fiel mehr durch das Chaos auf, das sie überall hinterlässt. Jetzt machte sie aber einen gewaltigen Satz nach vorn und bekam bei zwei Castings zwei Jobs. Die anderen Mädchen hatten sie wohl bisher nicht auf dem Plan, doch nun sollten sie besser umdenken.
Sarina, der süße Tollpatsch, bekam auch ihr Foto mit in die nächste Runde. Denn immer dann, wenn einem das kindische Getue und ihr ewiger Welpenblick auf die Nerven geht, überrascht sie mit tollen Posen beim Shooting. Nur das Laufen muss sie noch üben…
Auch, wenn Sara beim Livewalk unbestritten die Beste war und auch bei Charlotte Sparre einen Superjob erledigte, musste sie Kritik wegen ihres sehr unprofessionellen Verhaltens beim Pole Dance Training einstecken. Doch sie ist weiter.
Marie bekam zum zweiten Mal in Folge Kritik zu hören. Weder beim Shooting noch auf dem Catwalk konnte sie überzeugen. So wurde die Luft diese Woche für sie etwas dünn, aber sie ist weiter.
Larissa kam überraschend ohne jeglichen ausgestrahlten Kommentar der Jury weiter.
Maria konnte in dieser Woche die Erwartungen der Jury nicht erfüllen und bangte um ihr Weiterkommen. Doch der Bonus aus den vergangenen Wochen war größer als die aktuelle Enttäuschung und Maria ist weiter.
Selbst Jessica, die fest davon ausgegangen war, dass dies ihre letzte Woche bei GNTM sein würde und die auch den Eindruck machte, als sei ihr das ganz recht, bekam ihr Foto von Heidi. Peyman warnte sie jedoch davor, sich im Mittelmaß einzurichten.
Ira, die Challengegewinnerin, legte zwar ein tolles Shooting hin, konnte aber wieder einmal keinen Kunden von sich überzeugen. Trotzdem setzt die Jury weiterhin Vertrauen in sie.
Katrina, das ewige Sorgenkind. Seit Wochen zickt sie rum, bricht Shootings ab, gibt die Diva. Sie wirkt oft gelangweilt und ihr Gesicht sieht auf Fotos immer gleich aus: hübsch, aber langweilig. Sie bekam zwar ihr Foto und damit das Ticket für die nächste Runde, doch wie lange wird das noch gut gehen?
Eine weitere ewige Wackelkandidatin ist Stefanie. Immer wieder bekam sie Komplimente für ihren tollen Körper. Doch diesmal sagte ihr Heidi auch, dass sie immer versuchen würde, Steffi auf Bildern ins Gesicht zu schauen, jedoch immer an ihren Beinen hängenbleiben würde. Weil die aufregender sind als ihr Ausdruck. An diesem Punkt hakt es seit Wochen bei Steffi und es entwickelt sich nichts. Darum entschied die Jury, Steffi nicht weiterkommen zu lassen.
Diese nahm ihren Rausschmiss überraschend gelassen. Eigentlich wirkte sie, als würde sie es gar nicht realisieren. Dazu passend ihr Schluss-Statement: “Ich bekomm doch immer Lob für meine Figur, warum schmeißen die mich dann raus?”. Man könnte jetzt gehässig werden. Werden wir aber nicht.
Wie wirkt man sexy, wenn man kopfüber mit blauen Oberschenkeln an einer Stange hängt?
Ein Riesenloft mitten in New York, mit Blick auf Manhattan und die Skyline. Ein Fotograf mit Weltruf – Walter Chin. Und mitten im Loft, vor dem Panoramefenster: die Stange des Schreckens. Die ganze Nacht über hatten die Kandidatinnen von GNTM 2009 geprobt, trainiert und geübt, wie man an der Stange möglichst sexy, aber nicht billig wirkt, während sich die Oberschenkel langsam zu riesigen blauen Flecken entwickeln.
Und es lohnte sich. Marie war diesmal ein etwas trockenerer Sack an der Stange, Katrina war zwar nicht begeistert, aber gab sich zumindest Mühe. Auch Sara hatte einen Sinneswandel hinter sich und fand es jetzt gar nicht mehr so schlimm, an der Stange zu posieren. Insgesamt hinterließen die Mädchen hier einen recht ordentlichen Eindruck, auch wenn einige wie Steffi, Katrina oder Jessica wieder mit ihrem Ausdruck zu kämpfen hatten. Denn der ist immer der gleiche.
Doch die Mädchen sind ja nicht allein zum Räkeln nach New York gekommen, sondern hauptsächlich, um Jobs auf der New York FashionWeek zu ergattern. Mandy hatte ja schon einmal Glück gehabt und durfte für Miss Sixty laufen. Diesmal lud Charlotte Sparre zum Casting und sie gab den Mädchen nicht nur Anweisungen, sondern auch Hinweise.
Und wie immer bei solchen Gelegenheiten gibt es Menschen, die Hinweise umsetzen und welche die es nicht tun. Das wäre nicht weiter tragisch, wenn nicht an der Umsetzung ein Laufstegjob hängen würde. Die beiden, die es am besten umsetzten, waren Mandy und Sara. Alle anderen gingen leer aus. Und auch wenn man den Nervenzusammenbruch von Jessica verstehen kann, die mal wieder keinen Job oder Challengegewinn verbuchen konnte in dieser Woche, so muss man sich doch fragen, warum sie ihre Zeit lieber mit Lästern verbringt als mit Üben.
So saßen denn alle bei der Modenschau von Charlotte Sparre und sahen zu, wie Mandy und Sara eine Hammerperformance ablieferten. Vielleicht sollten die anderen sich einfach mal eine Scheibe von den beiden abschneiden?
Stange, Stange an der Wand, wer ist die Sexieste im Modelland?
Nochmal zur Erinnerung, die GNTM-Kandidatinnen befanden sich in dieser Woche in New York. New York ist hip, ist fit, ist immer in und angesagt. Die angesagte New Yorkerin hält sich fit. Aber Joggen im Central Park war gestern. Das kann ja jeder. Nein, in einem Land, das die Treppen abgeschafft hat, um den Stepper als Sportgerät einzuführen, in dem jeder Schritt mit dem Auto abgefahren wird, um dann auf Laufbändern zu laufen, in so einem Land entsteht jeden Tag irgendwo ein neuer Fitnesstrend. Wie das Pole Dancing. Klingt toll, ist aber nichts anderes, als das laszive Räkeln an der Art von Stange, die man sonst eher in zwielichtigen Etablissements wie Stripclubs findet. Inzwischen kann jede Hausfrau in Amerika zur Stangentänzerin werden, denn das ist der neuste Schrei der Fitnessszene.
Und darum sollten die Kandiatinnen von GNTM 2009 auch mal an die Stange. Natürlich unter professioneller Anleitung der aktuellen US-Meisterin – ja, es gibt sogar Meisterschaften im Räkeln. Und wie es so ist: wenn keiner offiziell eine Challenge ankündigt, wird sie nicht ernst genommen. Manche Mädchen fanden es gar billig, sich so präsentieren zu sollen. Denn Heidi teilte ihnen mit, dass im nächsten Fotoshoot diese Stange eine entscheidende Rolle spielen würde. Sara nahm es gleich gar nicht ernst und lachte sich kaputt, Katrina hatte mal wieder keine Lust und wie immer was zu meckern. Marie hing wie ein nasser Sack an der Stange. Wahrscheinlich hatte sie hier schon im Schulsport ihre Defizite. Larissa hatte ausnahmsweise mal nichts zu mokieren und war auch sonst in dieser Woche sehr zurückhaltend. Was sie wohl im Schilde führt? Will sie etwa gewinnen?
Doch die meisten hatten ihren Spaß – im positiven Sinne – und gaben sich Mühe. Als alles fast schon vorbei war, verkündete Heidi, dass dies die Challenge der Woche ist und ein Gewinn lockt. Da war Sara dann etwas kleinlauter und bereute ihr Verhalten. Pech gehabt, denn so gewann Ira die Challenge und durfte mit Heidi auf eine Fashionshow gehen. Vorher machten sich die beiden zusammen fertig – wie Freundinnen am Samstag abend vor dem Ausgehen. Nur mit dem Unterschied, dass sie hier ein Heer von Stylisten um sich hatten. Wenn Ira es jetzt noch schafft, ein paar Jobs an Land zu ziehen, kann sie sich an diese Form der Vorbereitung wohl gewöhnen.
New York FashionWeek: verpasste Chancen und Zickereien
Was passiert, wenn man einen Haufen Mädchen, die alle das gleiche Ziel haben, zwingt, über Wochen den gesamten Tag miteinander zu verbringen und im Team zu arbeiten? Richtig, sie rasten aus. Die Nerven liegen blank, der Neidfaktor steigt, sie zeigen ihr wahres Gesicht.
Dabei könnte New York, die Stadt, die niemals schläft, ihre Chance sein. Wer es hier schafft, schafft es überall, wusste schon Sinatra. Die GNTM-Kandidatinnen bekamen die Möglichkeit, sich mehreren Kunden bei der New York FashionWeek vorzustellen und richtig gute Jobs zu ergattern. Einige nutzten diese Chance, andere beschränkten sich darauf, zu zicken und zu lästern.
Man stelle sich also folgende Situation vor: Man ist Kandidatin bei Germany’s next Topmodel, unter den letzten zehn aus mehr als 2600 Bewerberinnen. In den vergangenen Wochen hat man schon mit Fotografen zusammengearbeitet, die normalerweise zwei Jahre lange Wartelisten haben, hat man für große Firmen Fashionshows gemacht. Man war in L. A., in Vegas und durfte lauter tolle Dinge erleben. Jetzt wird man zur FashionWeek nach New York eingeflogen und bekommt als erstes dort die Chance, ein Last Minute Casting für die Show von Miss Sixty zu machen. Nicht irgendein XYZ-Designer aus Hinterposemuckel, sondern Miss Sixty. Wie wird man sich verhalten, wenn man die Aussicht darauf hat, ein Topmodel mit Millionenverträgen werden zu können? Wird man sich den sprichwörtlichen Allerwertesten aufreißen, um diesen Job zu bekommen oder wird man sich der allgemeinen Erschöpfung und Müdigkeit anheim geben? Wenn man dann noch eine der Wackelkandidatinnen ist, die schon die vergangenen Entscheidungen nur mit mehr Glück als Können überstanden haben, wie sieht es dann aus?
Mandy und Stefanie haben gezeigt, wie es geht. Sie konnten neben Sara und Marie den Kunden überzeugen, in die zweite Runde zu gehen. Und weil sie alle so toll waren, aber nur eine den Job bekommen konnte, durften Sara, Marie und Steffi Mandy aus der ersten Reihe zuwinken und die Daumen drücken. Genau, Mandy. Nicht Marie. Und sie war auf dem Laufsteg eine verdammt coole Sau. Marie, zieh dich warm an!
Während dessen saßen die anderen frustriert in ihren edlen Suiten im Hotel mit Blick über New York und veranstalteten ein Frustfressen. Pizza, Eis und Chips – ob das Jessica, die schon in der vergangenen Woche etwas rundlicher im Gesicht wirkte, besonders zuträglich sein wird? Allerdings war Mandy auch ein wenig gemein. Sie rief extra nochmal im Hotel an, um den anderen mitzuteilen, dass sie jetzt zusammen mit der Jury und den drei anderen Ausgewählten auf die Aftershow-Party geht und sie sich doch keine Sorgen machen sollen. Autsch…
Überraschende Entscheidung bei GNTM 2009
Nach einer anstrengenden Woche und in Erwartung einer neuen Entscheidung nutzten die GNTM-Kandidatinnen den letzten Abend in Miami zur Erholung. Ein wenig Abhängen am Strand, ein wenig Sightseeing und die Gewinnerinnen der Challenge, Ira und Sara gingen mit den Cheerleadern der Miami Dolphins lecker essen.
Doch die Entscheidung ließ sich nicht aufhalten und vor sie hat Heidi Klum den Livewalk gesetzt. Dieses Mal mussten die Mädchen in knappen, sportlichen Outfits auftreten. Besondere Schwierigkeit am Ende des Laufstegs: eine rotierende Scheibe, auf der die Mädchen posen mussten UND das Gleichgewicht halten.
Als erste durfte sich Stefanie dieser Herausforderung stellen. Sie wirkte sehr wackelig und musste auch in dieser Woche harte Kritik einstecken. Peyman begrüßte sie mit den Worten: “Stefanie. Die ewige Zweite.” Rolf fand sie zu mittelmäßig und sagte ihr, dass ihre Schönheit allein nicht ausreichen wird. Bei der Entscheidung fand sie selbst ihr Foto nicht schön, das sie dann aber doch mitnehmen durfte.
Sarina hatte auch hier wieder Probleme mit ihrer Körperbeherrschung. Sie fiel fast von der Drehscheibe. Petra Winter, Stellvertretende Chefredakteurin der deutschen Cosmopolitan, meinte hinterher, dass Sarina den Eindruck machte, sie würde das alles nicht ernst nehmen. Sie würde sich zu sehr auf ihren Welpencharme verlassen. Auch Heidi sagte ihr, dass sie sich endlich besser unter Kontrolle bringen muss. Und obwohl sie dies als großes Problem bezeichnete, bekam Sarina ihr Foto mit nach Hause. Denn Probleme sind dafür da, um gelöst zu werden.
Maria war neben Sara die Einzige, die auf der Drehscheibe sicher stand. Und poste. Peymans Kommentar: “Finale, ohoh!” Nach diesem Urteil und ihrem Shooting für Apollo war ihr Weiterkommen keine Überraschung.
Peymans Kommentar zu Jessica fiel nicht so positiv aus. “Wenn du lächelst, geht die Sonne auf, aber bei Castings bist du eher eine Sonnenfinsternis.” Doch die Jury möchte sie weiter leuchten sehen. Es ist ihr zu wünschen, dass sie nicht an ihren mangelnden Englischkenntnissen scheitert.
Marie musste auch diese Woche wieder Kritik ertragen, denn beim Casting für Apollo konnte sie nicht überzeugen. Sie wirkte verspannt, vor allem im Gesicht um den Mund herum. Die Entscheidung leitete Heidi ein mit der Äußerung, dass Marie in dieser Woche farblos gewirkt habe und die Jury Angst hätte, sie wäre am Ende ihrer Entwicklung angekommen. In der nächsten Woche müsse sie mehr zeigen.
Larissa bekam wieder Kritik. Peyman meinte, die Überschrift für die vergangene Woche mit Larissa sei “Im Sog der Tiefe” und sorgte sich, ob sie über das Tief nach dem Cheerleadertraining hinweg sein. Rolf merkte erneut an, dass sie sehr unnatürlich und verbissen wirkt und doch einfach ihr Leben, das einer 16-Jährigen leben soll.
Katrina bekam die Frage gestellt: “Warum bist du hier?” Auch diesmal wurde wieder ihre fehlende Motivation und Emotion bemängelt. Zusammen mit Larissa musste sie sich der Entscheidung stellen. Und obwohl beide Mädchen Wackelkandidatinnen sind, sind sie eine Runde weiter. Zur Begründung bei Katrina sagte Heidi, dass sie zum ersten Mal den Willen bei ihr gesehen hätte.
Sara und Mandy sind ebenfalls weiter, genauso wie Ira. Beim Durchzählen dürfte nun dem geneigten Leser auffallen, dass etwas nicht stimmen kann. Denn alle Mädchen, die am Anfang der Folge dabei waren, sind es auch noch am Ende. Und das ist auch so gewollt. Die Jury entschied sich in dieser Woche, alle Kandidatinnen mit zu nehmen.
Was das wohl für die kommende Woche bedeutet?