Die Entscheidung: „Das sah aus wie Skateboardfahren…“

Diese Woche war hart, sowohl körperlich als auch seelisch. Die acht verbliebenen Kandidatinnen mussten sich als Stilikonen präsentieren, Marie war Barbie, Maria mal eben in London und alle zusammen kehrten ihr Innerstes nach außen. Und dann auch noch das: In der Entscheidung saß ein weiteres Topmodel der Jury zur Seite. Karolina Kurkova, die neben Heidi Klum eines der Victoria’s Secret Girls ist und schon längst den Status hat, den die GNTM-Kandidatinnen noch erreichen wollen. Doch Karolina kennt wie jedes „echte“ Model auch die Schattenseiten des Modellebens. Es läuft nämlich nicht immer alles so glatt und problemlos, wie es den Anschein hat. Da sind schon Models durch den Catwalk gebrochen, aus ihren Schuhen gestürzt, die Kleider haben sich verselbstständigt und mehr freigegeben als geplant war und viele andere lustige Pannen mehr. Mit einer solchen mussten die Mädchen beim Livewalk fertigwerden und mit nur einem Schuh über den Catwalk laufen.

Mandy stellte sich als Erste dieser Aufgabe und meisterte sie bravorös. Mit einem knöchellangen Traum in Blasslila schwebte sie über den Laufsteg, als würde sie immer mit nur einem Schuh laufen. Das wurde von der Jury honoriert und von Karolina gelobt. Mandy gab dann etwas verschämt zu, dass sie das zuhause geübt hätte, weil sie Karolinas Missgeschick bei der Victoria’s Secret Schau gesehen hatte. Der einzige echte Kritikpunkt in dieser Woche waren Mandys Haare, die sahen etwas plattgedrückt aus, ansonsten hat sie ein tolles Foto im Brigitte Bardot Style, das sie in ihrem Modelbook nun präsentieren kann. Bis dorthin musste sie allerdings zittern, denn Heidi teilte ihr mit, dass die Jury eine Entscheidung getroffen hätte und sie, Heidi, leider kein Foto für Mandy hätte. Bleich, aber gefasst begann sie daraufhin ihren Abschied, nur um dann zu hören, dass Peyman aber ein Foto für sie hat. Gemein!

Dann kam Sarina. Peyman sagte nach ihrem Lauf das, was viele vorher gedacht haben werden: „Ich hatte mich schon auf den einbeinigen Piraten eingestellt.“ Denn die Kleine der Gruppe schaffte es mal wieder, alle zu überraschen. Mit nur einem Schuh konnte sie plötzlich viel besser laufen als vorher mit zweien und auch wenn ihre Marilyn-Fotos etwas angestrengt aussehen, sind sie doch für eine 16-Jährige sehr sinnlich. Außerdem war Sarina in dieser Woche viel ruhiger und konzentrierter, wirkte insgesamt gelassener, offenbar hat sie sich die Worte der Jury wirklich zu Herzen genommen. Und darum darf sie ihr Foto mit nach Hause nehmen.

Jessica wusste, dass dies nicht nur nicht ihr Tag, sondern insgesamt nicht ihre Woche gewesen war. Nach ihrem Walk sagte Karolina, die sie dort zum ersten Mal überhaupt gesehen hat, dass man Jessi ansehen würde, dass sie sich nicht wohl fühlt und nur will, dass das vorbei ist. Wobei offen blieb, ob sie damit die Entscheidung oder das Projekt meint. Insgesamt macht Jessica tatsächlich den Eindruck, als hätte sie sich aufgegeben. Doch die Jury hat es nicht und so wird sie wohl auch in der nächsten Woche noch einmal ran müssen. Über diese Entscheidung konnte sich Jessica allerdings nicht so richtig freuen.

Maria kam mit einem wunderschönen blauen Kleid, das super zu ihren roten Haaren passte. Nur ihr Livewalk wirkte ein wenig, als hätte sie Zappelwasser getrunken oder schlimmeres. Es fiel ihr auch selbst auf und im Nachhinein konnte sie es nicht erklären. Heidi bestätigte ihr, dass sie im Shooting als Stilikone super war, dass sie aber lernen muss, die Angst davor zu verlieren, sich selbst anzufassen. Aber sowohl Rankin als auch Kristian Schuller als auch die Jury waren zufrieden mit ihr und so ist sie eine Runde weiter auf dem Weg zum Finale.

Maries Lobsträhne scheint endgültig abgerissen zu sein. Obwohl sie den Barbie-Job bekommen und auch sehr professionell erledigt hatte, wurde sie wieder kritisiert. Ein Topmodel wird man nicht, wenn man aalglatt und ohne Fehler ist, wenn man alles perfekt macht. Ein Topmodel bleibt im Gedächtnis, weil es Ecken und Kanten hat, an die man sich erinnern kann. Die Kunden haben schon öfter gesagt, Marie sei austauschbar. Das muss sie nun ändern, wenn sie wirklich gewinnen will. Aber ein Foto bekam sie natürlich trotzdem.

Ira war in dieser Woche ein wenig auf Sparflamme und das wusste sie auch. Im Shooting sei, so Heidi, ein winziger Funken übergesprungen, aber für den Sieg braucht es einen Großbrand. Diesen sollte sie in der nächsten Woche entfachen, denn sonst wird die Luft, die Ira nach oben bis zum Optimum noch hat, sehr dünn.

Sara fiel in dieser Woche eigentlich nur positiv auf. Erst kam sie in die engere Wahl fürs Barbie-Shooting, dann machte sie sich bei der Challenge super, das Foto als Betty Page war einfach nur der Hammer (O-Ton Jury). Bei der Entscheidung jedoch ließ Heidi sie zappeln. In der vergangenen Woche hätte sie grundlos geweint, aber diese Woche gebe es Grund für Tränen, sagte sie. Und da glitzerte es auch schon in Saras Augen. „Freudentränen!“

Die Letzte beim Walk und Erste bei der Entscheidung war Larissa. Sie trug ein wunderschönes schwarzes Abendkleid, das ihr auch super stand, in dem sie sich aber sichtlich unwohl fühlte. Ihr Walk war eine reine Katastrophe, denn Larissa versuchte, nun besonders weiblich zu laufen und schoss dabei weit über das Ziel hinaus. „Das sah aus wie Skateboardfahren“, war Peymans Kommentar dazu. Auch beim Shooting hatte sich Larissa wieder schwierig angestellt und zusammengenommen mit all ihren Wehwehchen und Diventrips, den Zickereien und Extrawürsten der letzten Wochen war an dieser Stelle Schluss für sie. Austria’s next Topmodel wird nicht Germany’s next Topmodel. Aber Larissa wäre nicht Larissa, wenn sie nicht noch am Schluss einen draufsetzen würde: „Davon will ich aber eine Kopie!“ Heidi: „Von dem Foto? Larissa, es gibt kein Foto heißt, es gibt kein Foto!“
Wieder draußen bei den anderen Mädchen machte sie bewusst auf cool, ließ sich nichts anmerken, aber mit der Bemerkung: „Jetzt sagt wenigstens, dass ihr mich vermissen werdet!“ zerstörte sie diesen Eindruck ganz schnell wieder. Und mal ehrlich: Wer wird sie wirklich vermissen?

Nächste Woche geht es für die sieben Geißlein nach Hawaii. Mal sehen, was sie dort erwartet. Und wer bis dahin nicht genug von Heidi bekommen kann, sollte am Samstag um 14.35 Uhr Pro7 einschalten. Dann tritt sie in einer Gastrolle in der Kultcomedy „How I Met Your Mother“ auf.