New York FashionWeek: verpasste Chancen und Zickereien
Was passiert, wenn man einen Haufen Mädchen, die alle das gleiche Ziel haben, zwingt, über Wochen den gesamten Tag miteinander zu verbringen und im Team zu arbeiten? Richtig, sie rasten aus. Die Nerven liegen blank, der Neidfaktor steigt, sie zeigen ihr wahres Gesicht.
Dabei könnte New York, die Stadt, die niemals schläft, ihre Chance sein. Wer es hier schafft, schafft es überall, wusste schon Sinatra. Die GNTM-Kandidatinnen bekamen die Möglichkeit, sich mehreren Kunden bei der New York FashionWeek vorzustellen und richtig gute Jobs zu ergattern. Einige nutzten diese Chance, andere beschränkten sich darauf, zu zicken und zu lästern.
Man stelle sich also folgende Situation vor: Man ist Kandidatin bei Germany’s next Topmodel, unter den letzten zehn aus mehr als 2600 Bewerberinnen. In den vergangenen Wochen hat man schon mit Fotografen zusammengearbeitet, die normalerweise zwei Jahre lange Wartelisten haben, hat man für große Firmen Fashionshows gemacht. Man war in L. A., in Vegas und durfte lauter tolle Dinge erleben. Jetzt wird man zur FashionWeek nach New York eingeflogen und bekommt als erstes dort die Chance, ein Last Minute Casting für die Show von Miss Sixty zu machen. Nicht irgendein XYZ-Designer aus Hinterposemuckel, sondern Miss Sixty. Wie wird man sich verhalten, wenn man die Aussicht darauf hat, ein Topmodel mit Millionenverträgen werden zu können? Wird man sich den sprichwörtlichen Allerwertesten aufreißen, um diesen Job zu bekommen oder wird man sich der allgemeinen Erschöpfung und Müdigkeit anheim geben? Wenn man dann noch eine der Wackelkandidatinnen ist, die schon die vergangenen Entscheidungen nur mit mehr Glück als Können überstanden haben, wie sieht es dann aus?
Mandy und Stefanie haben gezeigt, wie es geht. Sie konnten neben Sara und Marie den Kunden überzeugen, in die zweite Runde zu gehen. Und weil sie alle so toll waren, aber nur eine den Job bekommen konnte, durften Sara, Marie und Steffi Mandy aus der ersten Reihe zuwinken und die Daumen drücken. Genau, Mandy. Nicht Marie. Und sie war auf dem Laufsteg eine verdammt coole Sau. Marie, zieh dich warm an!
Während dessen saßen die anderen frustriert in ihren edlen Suiten im Hotel mit Blick über New York und veranstalteten ein Frustfressen. Pizza, Eis und Chips – ob das Jessica, die schon in der vergangenen Woche etwas rundlicher im Gesicht wirkte, besonders zuträglich sein wird? Allerdings war Mandy auch ein wenig gemein. Sie rief extra nochmal im Hotel an, um den anderen mitzuteilen, dass sie jetzt zusammen mit der Jury und den drei anderen Ausgewählten auf die Aftershow-Party geht und sie sich doch keine Sorgen machen sollen. Autsch…
GNTM News geschrieben am April 9, 2009