Go-See-Casting: No-Gos und Must-Haves

Wenn in Mailand Modewochen sind, in New York oder Berlin die Fashionweek läuft, dann drängen sich Hunderte weibliche und männliche Models bei den großen und kleineren Modelabels, Designern und Starausstattern. Diese Casting, für die es keine persönliche Einladung, sondern nur einen Termin für alle gibt, nennt man Go-See-Castings. Das Model kommt, wird gesehen und geht. Wenn es Glück hat, darf es mal eine Klamotte anprobieren oder es wird gar ein Polaroid geschossen. Die meisten aber gehen unverrichteter Dinge zum nächsten Go-See.

In dieser Situation muss man in kürzester Zeit Eindruck machen, und zwar möglichst positiv. Dabei gibt es einige Dinge, die gar nicht gehen:

  • Modelbook vergessen
  • ungepflegtes Äußeres
  • Mit Gel oder Spray verklebte Haare
  • aufdringlicher Schmuck
  • riesige Ohrringe
  • Albernheiten
  • Kein Englisch können
  • zuviel Make-up

Alle diese Fehler kamen beim Go-See-Training von Heidi Klum für die Kandidatinnen von Germany’s Next Topmodel 2009 vor. Bei einem echten Go-See hätten diese Mädchen keine Chance mehr gehabt.

Man muss nicht die Allerschönste sein und selbst kleine Fehler sind erlaubt und bei vielen Labels sogar erwünscht, weil sie einen Menschen einzigartig machen. Daher sollte man, um einen guten Eindruck zu hinterlassen:

  • sein Englisch aufpolieren
  • immer sein Modelbook im Anschlag haben
  • mit einem leichten Tages-Make-up erscheinen
  • das Haar offen tragen oder leicht öffnen können
  • neben dem schönen Kopf den Rest des Körpers nicht vergessen
  • auf Schmuck am besten komplett verzichten
  • nicht im Schlabberlook auflaufen
  • sich wie ein erwachsener Mensch benehmen

Auch diese Tipps wurden von einigen Mädchen beherzigt. Besonders Marie fiel wieder positiv aus dem Rahmen, während Tessa zum ersten Mal echte Kritik einstecken musste. Sie bekam von Rolf gesagt, dass sie überhaupt nicht natürlich sei, Heidi legte nach und nannte sie überkandidelt. Tessa war entsetzt und fing direkt an, sich zu rechtfertigen und genervt die Augen zu verdrehen. Besser als Peyman konnte man es nicht zusammenfassen: „Sie ist offenbar nicht bereit, Kritik anzunehmen, für sich zu verwerten und sich weiter zu entwickeln.“