Offenes Casting bei GNTM: „Zwischen Balla balla und Kölle Alaaf“

Die Jury von GNTM 2009 musste schnell erkennen, dass ein Offenes Casting auch immer die Bühne für schräge Vögel auf der Suche nach ihren 15 Minuten Ruhm ist. So ist es bei allen Casting Shows und auch GNTM blieb nicht verschont.

Da liefen denn auch etwas gelangweilt wirkende Mädchen im Schlabberlook und Turnschuhen oder Mädchen, die auf einem Crazy Dance Contest wohl besser aufgehoben gewesen wären. Krönung in Düsseldorf war eine dunkelhäutige Schönheit im knappen Stewardessenoutfit. Muss wohl an der drohenden Karnevalszeit gelegen haben. Sie hat es aber leider nicht in die nächste Runde geschafft.

In die nächste Runde geschafft hat es hingegen „Miss Aspen“: Ein Outfit wie vom Catwalk in Kitzbühel und als Schmankerl rote Ohrenwärmer. Diese schenkte sie auch gleich Heidi, bekam sie aber zurück mit der Aufforderung, sie als neuen Renner der Modewelt wie in einer Verkaufsshow anzupreisen. Mit einer überzeugenden Leistung kam sie dann auch unter die Top 45 von mehr als 1100 gecasteten Mädchen in Düsseldorf.

Manche Mädchen waren auf dem Laufsteg, nunja, talentfrei oder übermotiviert. Rolfs Kommentar zu einer der letzten Kategorie: „Hier sind doch keine Kakerlaken, warum tust du so, als müsstest du sie zertreten?“ Immer am Rande dabei und mit offenen Augen: die bei jedem Casting unvermeidlichen Lästerschwestern. Mädchen, die es besser wissen oder sogar schon in der nächsten Runde sind. So sah sich Heidi wieder einmal in der Pflicht, einige Mädchen anzuleiten und ihnen zu zeigen, wie das geht mit dem Laufen. Klingt ganz einfach: ein Bein vor das andere, aber in der Modelwelt kommt es hier auf Körperspannung und Rhythmusgefühl mindestens genauso an wie auf das Styling. Überzeugen konnte hier unter anderem Marina, die beim Massencasting, das später angesetzt werden musste, auffiel, weil sie elegant ihre Handtasche fallen ließ. Peyman trug sie ihr hinterher – in die nächste Runde!